Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 03.06.2026 PDF
#1012
Umgekehrt sind die Mittel für Struktur- und Kohäsionsfonds zielgerichteter einzusetzen und gegebenenfalls zu senken.
#1013
Sie sollen stärker auf die Unterstützung des technologischen Wandels setzen; gerade in Berei chen wie der Entwicklung disruptiver Technologien und künstlicher Intelligenz kann Europa nur ge meinsam zum Champion werden.
#1014
Schließlich gilt es, auch bei den Mitteln für die Gemeinsame Agrar politik (GAP) bei Anerkennung der vielfältigen Funktionen, welche die Landwirtschaft innerhalb der Europäischen Union erfüllt, stärker auf Marktwirtschaft und weniger Bürokratie zu setzen.
#1015
So heben wir Effizienzpotentiale, die eine sukzessive Absenkung der Agrarsubventionen erlauben.
#1016
Ein stabiler Euro
#1017
Ein stabiler Euro ist Voraussetzung für Wachstum und Wohlstand in Europa.
#1018
Hier brauchen wir gemein same Regeln und setzen auf einen Europäischen Währungsfonds mit klar umrissenen Aufgaben.
#1019
Denn ein Europa, das rechnen kann, funktioniert nur mit einem stabilen Euro.
#1020
Maastricht 2.0 – ein wirksamer Stabilitätspakt für den Euroraum
#1021
Wir Freie Demokraten wollen den Euro als starke und stabile Gemeinschaftswährung sichern.
#1022
Dazu bedarf es gemeinsamer Regeln, die eingehalten werden.
#1023
Unvernünftiges Wirtschaften und übermä ßige Verschuldung einzelner Mitgliedstaaten sind in einer Währungsunion stets unsolidarisch, weil sie allen Mitgliedstaaten schaden.
#1024
Daher wollen wir das stabilitätsorientierte Regelwerk von Maastricht robuster machen (Maastricht 2.0): Künftig soll es nach einem Defizitverfahren automatische Sanktio nen gegen Mitgliedstaaten geben, die nicht politisch ausgehebelt werden können.
#1025
Die Auszahlung von Kohäsionsmitteln soll an die Einhaltung des Fiskalpakts durch den jeweiligen Mitgliedstaat geknüpft werden.
#1026
Außerdem müssen auch nicht finanzielle Sanktionen möglich sein, wie etwa die Aussetzung des Stimmrechts im Rat der Wirtschafts- und Finanzminister.
#1027
Ferner befürworten wir Freie Demokra ten die Erarbeitung eines Regelwerkes für den einvernehmlichen Austritt aus dem Euroraum – als Ul tima Ratio – bei gleichzeitigem Verbleib in der Europäischen Union sowie für eine spätere Möglichkeit der Wiedereinführung der Gemeinschaftswährung.
#1028
Europäischer Währungsfonds – Hilfe zur Selbsthilfe
#1029
Wir Freie Demokraten bekennen uns zur Verantwortung der Mitgliedstaaten für ihre eigenen Haus halte.
#1030
Eigenverantwortung der Mitgliedstaaten bedeutet, ohne eine Vergemeinschaftung von Schul den auszukommen, etwa in Form von Eurobonds.
#1031
Wir wollen den Europäischen Stabilitätsmechanis mus (ESM) zu einem Europäischen Währungsfonds (EWF) umbauen, der intergouvernemental aufge baut ist.
#1032
Der in Deutschland verfassungsrechtlich garantierte Parlamentsvorbehalt steht für uns nicht zur Disposition.
#1033
Der EWF soll wie bisher der ESM nur in einer konkreten Notlage Hilfe leisten können, wenn dies unabdingbar ist, um die Stabilität des Euro-Währungsgebiets insgesamt zu wahren.
#1034
Er soll Staaten nach dem Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ mit einem strengen Anpassungsprogramm wieder auf die Beine helfen.
#1035
Um die Verantwortung der privaten Geldgeber zu stärken, wollen wir einen In solvenzmechanismus für Staaten einführen: Bevor an ein Mitglied der Eurozone öffentliche Mittel aus dem EWF fließen, muss es künftig eine Beteiligung der privaten Gläubiger dieses Staates an den Stabi lisierungslasten geben, zumindest in Form einer Laufzeitverlängerung der jeweiligen Staatsanleihen.
#1036
Eine solche Beteiligung des Privatsektors wäre gleichzeitig die wirksamste Krisenprävention, weil ein Staat sich dann in der Regel gar nicht erst unangemessen hoch verschulden könnte.
#1037
Auch müssen der EWF und der Finanzstabilitätsrat mit ihrer analytischen Kompetenz bereits frühzeitig in die Krisenprä vention eingebunden werden.
#1038
Bargeld bleibt Zahlungsmittel in der EU
#1039
Wir Freie Demokraten sprechen uns für die Beibehaltung des Bargeldes aus.
#1040
Es soll auch zukünftig europaweit möglich sein, mit Bargeld zu zahlen.
#1041
Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden über das Zahlungsmittel.
#1042
Für Investitionen und Arbeitsplätze


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