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vom 03.06.2026 PDF
#1005
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Die Zuweisung eigener Steuern an die europäische Ebene oder die Einführung von EU-Steuern lehnen wir hingegen ab.
#1006Insbesondere eine Finanztransaktionsteuer halten wir für falsch.
#1007Eine solche Steuer würde die Sparerinnen und Sparer, die Altersvorsorge sowie die Realwirtschaft be lasten.
#1008EU-Haushalt: die Zukunft im Blick
#1009Wir Freie Demokraten wollen den EU-Haushalt strikt danach ausrichten, einen europäischen Mehrwert für die Mitgliedstaaten und EU-Bürgerinnen und EU-Bürger zu liefern.
#1010Durch die Eingliederung sämtli cher Sonderhaushalte und die Abschaffung aller Rabatte und Korrekturen soll er transparenter wer den.
#1011Bei der Gewichtung der Ausgaben setzen wir uns dafür ein, die Mittel für Forschung, Innovation und Digitalisierung, Migrationspolitik sowie Außen- und Verteidigungspolitik zu erhöhen.
#1012Umgekehrt sind die Mittel für Struktur- und Kohäsionsfonds zielgerichteter einzusetzen und gegebenenfalls zu senken.
#1013Sie sollen stärker auf die Unterstützung des technologischen Wandels setzen; gerade in Berei chen wie der Entwicklung disruptiver Technologien und künstlicher Intelligenz kann Europa nur ge meinsam zum Champion werden.
#1014Schließlich gilt es, auch bei den Mitteln für die Gemeinsame Agrar politik (GAP) bei Anerkennung der vielfältigen Funktionen, welche die Landwirtschaft innerhalb der Europäischen Union erfüllt, stärker auf Marktwirtschaft und weniger Bürokratie zu setzen.
#1015So heben wir Effizienzpotentiale, die eine sukzessive Absenkung der Agrarsubventionen erlauben.
#1016Ein stabiler Euro
#1017Ein stabiler Euro ist Voraussetzung für Wachstum und Wohlstand in Europa.
#1018Hier brauchen wir gemein same Regeln und setzen auf einen Europäischen Währungsfonds mit klar umrissenen Aufgaben.
#1019Denn ein Europa, das rechnen kann, funktioniert nur mit einem stabilen Euro.
#1020Maastricht 2.0 – ein wirksamer Stabilitätspakt für den Euroraum
#1021Wir Freie Demokraten wollen den Euro als starke und stabile Gemeinschaftswährung sichern.
#1022Dazu bedarf es gemeinsamer Regeln, die eingehalten werden.
#1023Unvernünftiges Wirtschaften und übermä ßige Verschuldung einzelner Mitgliedstaaten sind in einer Währungsunion stets unsolidarisch, weil sie allen Mitgliedstaaten schaden.
#1024Daher wollen wir das stabilitätsorientierte Regelwerk von Maastricht robuster machen (Maastricht 2.0): Künftig soll es nach einem Defizitverfahren automatische Sanktio nen gegen Mitgliedstaaten geben, die nicht politisch ausgehebelt werden können.
#1025Die Auszahlung von Kohäsionsmitteln soll an die Einhaltung des Fiskalpakts durch den jeweiligen Mitgliedstaat geknüpft werden.
#1026Außerdem müssen auch nicht finanzielle Sanktionen möglich sein, wie etwa die Aussetzung des Stimmrechts im Rat der Wirtschafts- und Finanzminister.
#1027Ferner befürworten wir Freie Demokra ten die Erarbeitung eines Regelwerkes für den einvernehmlichen Austritt aus dem Euroraum – als Ul tima Ratio – bei gleichzeitigem Verbleib in der Europäischen Union sowie für eine spätere Möglichkeit der Wiedereinführung der Gemeinschaftswährung.
#1028Europäischer Währungsfonds – Hilfe zur Selbsthilfe
#1029Wir Freie Demokraten bekennen uns zur Verantwortung der Mitgliedstaaten für ihre eigenen Haus halte.
#1030Eigenverantwortung der Mitgliedstaaten bedeutet, ohne eine Vergemeinschaftung von Schul den auszukommen, etwa in Form von Eurobonds.
#1031Wir wollen den Europäischen Stabilitätsmechanis mus (ESM) zu einem Europäischen Währungsfonds (EWF) umbauen, der intergouvernemental aufge baut ist.
#1032Der in Deutschland verfassungsrechtlich garantierte Parlamentsvorbehalt steht für uns nicht zur Disposition.
#1033Der EWF soll wie bisher der ESM nur in einer konkreten Notlage Hilfe leisten können, wenn dies unabdingbar ist, um die Stabilität des Euro-Währungsgebiets insgesamt zu wahren.
#1034Er soll Staaten nach dem Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ mit einem strengen Anpassungsprogramm wieder auf die Beine helfen.
#1035Um die Verantwortung der privaten Geldgeber zu stärken, wollen wir einen In solvenzmechanismus für Staaten einführen: Bevor an ein Mitglied der Eurozone öffentliche Mittel aus dem EWF fließen, muss es künftig eine Beteiligung der privaten Gläubiger dieses Staates an den Stabi lisierungslasten geben, zumindest in Form einer Laufzeitverlängerung der jeweiligen Staatsanleihen.
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