Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 03.09.2026 PDF
#569
Europa“ bis 2027 möchten wir die grenzüberschreitende europäische Kultur weiter fördern.
#570
Wir setzen uns daher für die Verdopplung der Projektmittel ein.
#571
Nicht zuletzt wollen wir den Kulturanteil im EU-Haushalt insgesamt deutlich steigern.
#572
Soziale Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern in ganz
#573
Europa: Nach dem Vorbild der deutschen Künstlersozialkasse
#574
sollen Mindeststandards für ein Unterstützungssystem vereinbart werden, um Armut und prekäre Lebensverhältnisse im Alter für Künstlerinnen und Künstler zu verhindern.
#575
Die Buchpreisbindung schützen, sie ist nicht verhandelbar. Sie
#576
ist in vielen Mitgliedstaaten die Gewähr für ein vielfältiges Literaturprogramm, das nicht nur auf Bestseller verkürzt wird.
#577
Sie sichert qualitativen Wettbewerb zwischen kleinen Buchläden
#578
auch auf dem Land mit monopolistischen Verkaufsplattformen
#579
im Internet.
#580
Schutz und Erhalt der kulturellen Identität, des kulturellen
#581
Erbes und eine aktive Geschichtspolitik. Hierzu starten wir eine
#582
europäische Strategie auch mit Blick auf die Brüche in der Geschichte Europas und zur Aufarbeitung europäischer Kolonialgeschichte, um sie zu vermitteln und für die Zukunft daraus zu lernen.
#583
Das Goethe-Institut soll sich strukturell gegenüber europäischen Partnern und der Zivilgesellschaft weiter öffnen und neue Knotenpunkte gemeinsam mit Institutionen der Gastländer
#584
aufbauen.
#585
Auch mit Blick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 setzen wir auf den Beitrag von Kultur und Bildung.
#586
Mädchen und Frauen müssen selbst über ihren Lebensweg können frei von Gewalt, Sexismus und Diskriminierung. Lange Zeit hat Europa das
#587
Tempo vorgegeben für die Gleichstellung von Frauen. Heute formieren
#588
sich in vielen Mitgliedsstaaten konservative und rechtspopulistische
#589
Kräfte gegen eine fortschrittliche Gleichstellungspolitik und Frauenrechte.
#590
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass es keine Rolle rückwärts gibt und es mit der Gleichstellungspolitik weiter vorwärts geht.
#591
Hierfür muss Gleichstellung wieder eine strategische Priorität in Europa werden.
#592
Daher fordern wir eine Fortsetzung der 2015 ausgelaufenen Gleichstellungsstrategie.
#593
Dazu gehören nicht nur spezifische Ziele, Maßnahmen und Sanktionen, sondern auch die konsequente Anwendung von Gender
#594
Mainstreaming und Gender Budgeting in allen Bereichen. Wir streben
#595
die Aufwertung des derzeit nur beratenden Gleichstellungsausschusses
#596
im Europäischen Parlament an.
#597
Durch etablierte und formelle Strukturen kann die Gleichstellungspolitik europaweit ins Zentrum geholt werden.
#598
Wir werden die deutsche EU-Ratspräsidentschaft 2020 dazu nutzen,
#599
die EU-Gleichstellungspolitik deutlich voranzubringen.


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