Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 05.09.2026 PDF
#1159
dessen endgültigem Aus wollen wir alles unternehmen, um Russland
#1160
zu einer Rückkehr zur Vertragstreue zu bewegen und die Vereinigten
#1161
Staaten davon zu überzeugen, zu dem Abkommen zurückzukehren.
#1162
Das drohende Scheitern des INF-Abkommens deutet aber auch auf ein
#1163
viel größeres Problem hin: immer mehr Staaten rüsten auf und wir
#1164
haben keine ausreichenden internationalen Regelungen um Rüstungswettläufe zu verhindern.
#1165
Vertragsgestützte Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung müssen wieder in den Mittelpunkt unserer Politik gerückt werden.
#1166
Wir wollen in der Rüstungskontrolle die bestehenden Abkommen erhalten und möglichst viele Staaten in neue Abkommen einbinden. Außerdem müssen wir internationale Regeln
#1167
für die Waffensysteme der Zukunft schaffen: Dazu gehören Letale Autonome Waffensysteme, Hyperschallwaffen, Cyber-Instrumente und der mögliche Missbrauch von Biotechnologie.
#1168
Unsere Position ist klar: Wir wollen keine neue Aufrüstungsspirale. Eine Stationierung nuklearer
#1169
landgestützter Mittelstreckenwaffen in Europa kann nicht die
#1170
Antwort sein.
#1171
Die Sicherung des Friedens, die soziale Gestaltung der Globalisierung, der Klimawandel, die Ursachen von Flucht und Vertreibung – zu diesen weltweiten Herausforderungen kann Europa mit der vereinten Kraft
#1172
seiner 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger einen entscheidenden
#1173
Beitrag leisten. Wir wollen, dass Europas Fahne das neue Banner der
#1174
freien Welt bleibt. Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass Europa
#1175
zusammen mit anderen Partner sein ganzes politisches Gewicht einbringt und eine friedliche, gerechte und regelbasierte internationale Ordnung fortentwickelt.
#1176
Hierfür brauchen wir Mut und politische Klarheit in Europa, um ein Gegengewicht zu Nationalismus und Abschottung der Populisten zu bilden Gemeinsame Außenpolitik stärken und für eine Politik der Abrüstung.
#1177
Wir wollen ein Europa, in dem die Beziehungen zwischen der EU und
#1178
Großbritannien auch nach dem absehbaren Brexit eng und partnerschaftlich sind.
#1179
Großbritannien verlässt zwar die EU, bleibt aber ein wichtiges und starkes Land in und für Europa.
#1180
Die EU-Erweiterungspolitik bleibt wichtig, um Frieden, Stabilität und Zusammenarbeit zu fördern.
#1181
Zugleich muss die EU durch innere Reformen ihre Handlungsfähigkeit
#1182
sicherstellen.
#1183
Wir halten an der Beitrittsperspektive für die Länder des westlichen Balkans fest. Wir schenken der Entwicklung von Demokratie
#1184
und Rechtsstaatlichkeit dabei besondere Aufmerksamkeit.
#1185
Eine besondere Herausforderung für uns ist die Zusammenarbeit mit der Türkei.
#1186
Trotz der aktuellen Schwierigkeiten sind und bleiben die Beziehung zwischen der Türkei und Europa sowie Deutschland von großer Bedeutung auch vor dem Hintergrund der vielen Menschen mit türkischen Wurzeln in Deutschland und Europa.
#1187
Das Vorgehen der türkischen Regierung gegen Journalisten, Oppositionelle und Aktivisten der Zivilgesellschaft steht im Widerspruch zu den Werten der Demokratie und Rechtstaatlichkeit, die grundlegend für die europäische Wertegemeinschaft sind.
#1188
Weder die Türkei noch die Europäische Union sind in absehbarer Zeit für einen Beitritt bereit.
#1189
Die südliche und östliche Nachbarschaft der EU wollen wir durch eine immer engere Zusammenarbeit in ihrer politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung unterstützen, auch weil wir als EU selbst ein großes Interesse an einer stabilen Nachbarschaft haben.


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