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vom 15.01.2026 PDF
#83
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In den vergangenen Jahren haben wir auch vielen jungen Menschen neue berufliche Perspektiven eröffnet – vor allem in Staaten mit einer sehr hohen Jugendarbeitslosigkeit.
#84Wir wollen die Ausbildungsgarantie für Jugendliche und Beschäftigungsinitiativen für junge Menschen fortführen, um noch mehr junge Menschen in Ausbildung und Beruf zu bringen.
#85Wir werben weiterhin bei unseren Nachbarn dafür, unser bewährtes Konzept der dualen Ausbildung flächendeckend einzuführen.
#86Denn unser duales System der beruflichen Bildung ist ein Erfolgs- und Exportmodell, das jungen Menschen beim Einstieg in das Arbeitsleben hilft und ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit sein kann.
#87Arbeitnehmer und Arbeitgeber sorgen als verantwortungsvolle Sozialpartner gemeinsam für eine praxisnahe und zukunftsträchtige duale Ausbildung.
#88In unserem Europa ist der Meisterbrief Vorbild.
#89Er ist Garant einer soliden Selbstständigkeit.
#90Wir wollen ein Europa, in dem Arbeitnehmer europaweit gerechte und lebenswerte Arbeitsbedingungen vorfinden.
#91Wir treten weiterhin für Mindeststandards beim Arbeitsschutz in ganz Europa ein, die auch den Erfordernissen der digitalen Arbeitswelt entsprechen.
#92Wir wollen insbesondere dazu beitragen, dass Männer und Frauen Familie und Beruf besser vereinbaren können.
#93Besonders in den Blick nehmen wir Menschen mit Behinderung.
#94Wir wollen ihnen gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen.
#95Es braucht auch mehr Bereitschaft bei der Einstellung von Mitarbeitern mit Behinderung.
#96Die Sozialpartnerschaft ist ein wesentlicher Grundpfeiler der Sozialen Marktwirtschaft in unserem Europa.
#97Wir wollen diese Partnerschaft stärken und die Mitbestimmung in den Unternehmen sichern.
#98Soziale Sicherheit: Unser Europa lässt niemanden zurück.
#99Wir lassen die Schwächeren unserer Gesellschaft nicht im Stich.
#100Solidarität ist die zwingende Ergänzung von Eigenverantwortung.
#101Wir stehen in Deutschland für einen Sozialstaat, der Leistung anerkennt und einen fairen Ausgleich schafft.
#102Auch unser Europa der sozialen Sicherheit weiß: Erwirtschaften kommt vor dem Verteilen.
#103Und nicht alles ist mit Geld zu lösen.
#104Unser Europa der sozialen Sicherheit konzentriert sich auf Grundstandards bei Arbeitnehmerrechten sowie Gesundheits-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards.
#105Gleichwohl bleiben Mitgliedstaaten für die sozialen Sicherungssysteme, Regulierungen zum Mindestlohn oder der Altersvorsorge selbst verantwortlich.
#106Europäische Regelungen dürfen nationale Schutzstandards, Mitbestimmungsrechte und Sicherungsniveaus nicht aufheben, aushebeln oder unterlaufen.
#107In Europa muss klar sein: Wer sein Recht auf Freizügigkeit ausübt, sollte keine Nachteile erleiden.
#108Deshalb werden wir daran arbeiten, die Mobilität von Arbeitnehmern in der EU weiterhin zu verbessern, möglichst unbürokratisch zu gestalten und besser zu koordinieren.
#109Dies gilt auch bei der Altersvorsorge: Wer im Laufe des Erwerbslebens in unterschiedlichen Ländern der EU gearbeitet hat, soll dadurch keine Nachteile bei seiner Rente haben.
#110Wir bekennen uns zum Ziel, dass sich in Deutschland wie in der gesamten Europäischen Union die Lebensverhältnisse weiter angleichen.
#111Struktur- und Investitionsfonds wollen wir zukünftig noch stärker auf Projekte ausrichten, die die Wettbewerbsfähigkeit steigern und Arbeitsplätze schaffen.
#112Damit sich die Anstrengungen des Strukturwandels auch in den europäischen Beihilferegeln widerspiegeln, setzen wir uns dafür ein, die europäischen Wettbewerbsregeln für die vom Ausstieg aus der Braunkohle unmittelbar betroffenen Regionen so anzuwenden, dass die Ansiedlung neuer Branchen und die Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützt wird.
#113Flexible Regeln für die betroffenen Regionen müssen möglich sein.
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