Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 15.01.2026 PDF
#512
Dem Selbstbestimmungsrecht von Frauen und Mädchen wollen wir besondere Aufmerksamkeit widmen.
#513
Denn eine konsequente Gleichstellungspolitik gehört zu unserem europäischen Verständnis.
#514
Unser Europa steht für Vielfalt nach innen und Geschlossenheit nach außen.
#515
Um unsere europaweite Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in allen EU-Mitgliedstaaten zu garantieren, sollen diese für jedes Mitgliedsland künftig von einem unabhängigen Expertenrat regelmäßig überprüft werden.
#516
Bei schwerwiegenden, nachgewiesenen Verletzungen wird der betroffene Staat vor den Europäischen Gerichtshof gebracht.
#517
Im Fall einer Verurteilung muss es Sanktionen geben.
#518
Das Einstimmigkeitsprinzip in diesem Bereich wollen wir beenden.
#519
Das Verhängen solcher Strafmaßnahmen solle künftig nur durch eine Mehrheitsentscheidung vom Europäischen Parlament oder dem Ministerrat gestoppt werden können.
#520
Demokratie: Unser Europa schlägt ein neues Kapitel auf.
#521
Das Europäische Parlament ist die Herzkammer unserer europäischen Demokratie.
#522
Es ist die einzige Institution, die direkt von den EU-Bürgern gewählt wird.
#523
Wir wollen die europäische Demokratie stärken, Transparenz fördern und Europa in die Hände der Menschen geben. Daher haben wir bei der letzten Europawahl den
#524
Spitzenkandidatenprozess eingeführt: Derjenige Spitzenkandidat der europäischen Parteienfamilien, der die Mehrheit der Abgeordneten im Europäischen Parlament hinter sich versammeln kann, muss Präsident der Europäischen Kommission werden.
#525
In unserem demokratischen Europa müssen die Bürger wissen, für wen sie sich mit ihrer Stimme bei der Wahl entscheiden.
#526
Das Ergebnis des Spitzenkandidatenprozesses ist für uns bindend.
#527
Wir treten mit aller Kraft dafür ein, dass Manfred Weber, unser gemeinsamer Spitzenkandidat von CDU, CSU und Europäischer Volkspartei (EVP), nächster Präsident der Europäischen Kommission wird.
#528
Wie die nationalen Parlamente muss auch das Europäische Parlament das Recht haben, Gesetze auf den Weg zu bringen.
#529
Daher setzen wir uns zur Stärkung der europäischen Demokratie für das Initiativrecht des Europäischen Parlaments ein.
#530
Darüber hinaus ist uns wichtig, dass das Europäische Parlament möglichst effizient arbeiten kann.
#531
Hierzu soll es Vorschläge unterbreiten.
#532
Bürgernähe: Unser Europa hört auf die Menschen.
#533
Unser Europa gehört den Bürgern.
#534
Unser Europa muss immer neu die Frage beantworten, wie die Politik in Europa bürgernäher und effizienter gestaltet werden kann.
#535
Die Bürger können sich darauf verlassen: Die EU-Mitgliedstaaten entscheiden auch in Zukunft, was Europa macht und welche Aufgaben national geregelt bleiben.
#536
Eine Aufgabe soll nur dann von einer höheren Ebene wahrgenommen werden, wenn dies zu einem echten Mehrwert führt und eine untere sie nicht ebenso oder gar besser erledigen kann.
#537
So ist für uns klar, dass beispielsweise Fragen der schulischen Bildung und der sozialen Sicherung auch künftig nicht in Europa, sondern in den EU-Mitgliedstaaten entschieden werden.
#538
Unser Europa ist vom Subsidiaritätsprinzip geleitet.
#539
Wir wollen Bürger und Unternehmen entlasten und dem Abbau der Bürokratie einen besonderen Stellenwert einräumen.
#540
Unser Europa sorgt dafür, dass – wie in Nationalstaaten üblich – Gesetzesvorschläge, die bis zum Ende einer Legislaturperiode des Europäischen Parlamentes nicht verabschiedet wurden, neu eingebracht werden müssen.
#541
So kann geprüft werden, ob Gesetzesinitiativen aus vorhergehenden Legislaturperioden sachlich überhaupt noch notwendig sind oder zumindest zeitlich angepasst werden müssen.
#542
Unser Europa setzt einen unabhängigen Europäischen Normenkontrollrat ein: Er hat die Aufgabe, die Kosten der Bürokratie und die Wahrung des Subsidiaritätsprinzips im Vorfeld von neuen Regelungen auf allen Ebenen abzuschätzen und effektiv Kosten zu begrenzen.


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