Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#326
Schutzsuchende haben ein Recht auf individuelle Prüfung ihrer Situation.
#327
Europas Grenzen zu Brücken statt zu Mauern machen Wir PIRATEN wollen die europäische Flüchtlings- und Asylpolitik einer grundlegenden Neuausrichtung unterziehen.
#328
Eine „Festung Europa“ ist nicht hinnehmbar.
#329
Die europäische Flüchtlings- und Asylpolitik muss auf der Achtung der Menschenrechte beruhen und die Bestimmungen der Genfer Flüchtlingskonvention sowie der UN-Kinderrechtskonvention respektieren.
#330
Alle Mitgliedstaaten müssen gemäß ihren Kapazitäten Flüchtlinge und Asylsuchende aufnehmen.
#331
Eine von Solidarität geprägte europäische Flüchtlings- und Asylpolitik darf einzelne Mitgliedstaaten nicht mit dem finanziellen, logistischen und administrativen Aufwand alleine lassen.
#332
Statt die Abriegelung Europas weiter voranzutreiben, muss die EU Maßnahmen zur sicheren Grenzüberquerung von flüchtenden Menschen, besonders auf den Meeren vor Europa, treffen, um diesen die Möglichkeit zu geben, einen Antrag auf Asyl zu stellen.
#333
Abschaffung von Frontex Die völkerrechtswidrigen Praktiken der EU-Grenzschutzagentur Frontex sind Ausdruck einer menschenverachtenden Ausgrenzungspolitik der Europäischen Union.
#334
Wir PIRATEN fordern daher die Abschaffung von Frontex.
#335
Ablehnung der Drittstaatenregelung Die Drittstaatenregelung und deren Konkretisierung in der „Dublin II“-Verordnung lehnen wir ab.
#336
Durch diese Regelung drücken sich zentral gelegene Staaten wie Deutschland vor der Verantwortung den Schutzsuchenden gegenüber.
#337
Jedem Menschen muss das Recht auf freie Wahl seines Aufenthaltsortes gewährt werden.
#338
Daraus resultiert auch, dass jedem Menschen die Möglichkeit gegeben werden muss, in dem Land seiner Wahl Asyl zu beantragen.
#339
Die bevormundende und entwürdigende Verschiebungspraxis der EU lehnen wir ab.
#340
Alle Staaten der EU sollten Geflüchtete aufnehmen und andere Mitgliedstaaten dabei unterstützen.
#341
Ablehnung der Inhaftierung von Asylsuchenden Wir kritisieren die momentane Praxis, immer neue Straftatbestände und Inhaftierungsgründe zu konstruieren, um Schutzsuchende in Haft zu nehmen.
#342
Wir lehnen generell die Inhaftierung von Asylsuchenden ab.
#343
Flucht und die Möglichkeit auf Stellung eines Asylantrages sind ein Grundrecht.
#344
Wir wenden uns auch gegen Schnellverfahren an Landesgrenzen und auf Flughäfen.
#345
Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention Im Umgang mit minderjährigen Geflüchteten müssen alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union zur Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention gebracht werden.
#346
Die Abschiebung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten ist nicht hinnehmbar.
#347
Kindern und Jugendlichen, die geflüchtet sind, muss der Schutz und die Unterstützung zuteilwerden, die alle Kinder in den europäischen Staaten genießen.
#348
Dazu gehört insbesondere der Zugang zu Bildung.
#349
Perspektiven für Menschen ohne Aufenthaltsstatus Die Europäische Union soll eine Initiative anregen, Menschen ohne Papiere eine Perspektive für einen rechtsmäßigen Aufenthalt und damit ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
#350
Abschiebungen sind den Mitgliedsstaaten zu untersagen und ebenso, konsequenterweise, die Abschiebehaft.
#351
Recht auf ein menschenwürdiges Leben Menschen, die in Europa Zuflucht suchen, haben das Recht auf ein menschenwürdiges Leben, auf Bewegungsfreiheit und die Teilhabe an der Arbeitswelt, an Bildung und Kultur.
#352
Das gilt bereits, wenn die Gründe der Flucht noch nicht anerkannt sind.
#353
Dies gilt auch, wenn eine Rückkehr in das Herkunftsland nicht möglich ist.
#354
Wir wenden uns insbesondere gegen eine Begrenzung der Bewegungsfreiheit (Residenzpflicht) für Asylsuchende in den europäischen Staaten.
#355
Zwischen den Mitgliedstaaten der EU soll es eine Angleichung der Standards für die Anerkennung, Unterbringung und Versorgung von Asylsuchenden und Geflüchteten auf einen deutlich humaneren Standard geben.
#356
Es bedarf aktiven politischen Handelns um Rassismus und Feindlichkeit gegenüber Schutzsuchenden europaweit entgegenzutreten.


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