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vom 01.03.2026 PDF
#318
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Im öffentlichen Sektor muss der im Beamtenrecht verankerte Schutz von Hinweisgebern auf Angestellte ausgeweitet werden.
#319Der Gesetzgeber soll darüber hinaus Unternehmen und öffentliche Stellen verpflichten, Hinweisgebersysteme einzurichten, um einen vertraulichen Kommunikationskanal zur Meldung von Straftaten und Ethikverstößen zu öffnen.
#320Europäische Asylpolitik Zuflucht vor politischer Verfolgung und den Folgen von Krieg und Bürgerkrieg zu gewähren gehört zu den elementaren Verpflichtungen des Völkerrechts.
#321Diese Pflicht ist eine europäische Gemeinschaftsaufgabe, für die wir PIRATEN uns einsetzen.
#322Ausweitung der Asylgründe Menschen, die vor Diskriminierung, der Verfolgung aufgrund ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität beziehungsweise Orientierung, vor Klima- und Umweltkatastrophen, aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer ethnischen oder religiösen Gruppe oder wegen der Existenzbedrohung durch Armut und Hunger geflohen sind, müssen ebenfalls als asylberechtigt anerkannt werden.
#323Auch diese Fluchtgründe sind mittelbar oder unmittelbar Folge politischer Entscheidungen.
#324Eine Hierarchisierung von Fluchtgründen lehnen wir ab.
#325Außerdem lehnen wir pauschale Kategorisierungen von Staaten als „sichere Herkunftsländer“ ab.
#326Schutzsuchende haben ein Recht auf individuelle Prüfung ihrer Situation.
#327Europas Grenzen zu Brücken statt zu Mauern machen Wir PIRATEN wollen die europäische Flüchtlings- und Asylpolitik einer grundlegenden Neuausrichtung unterziehen.
#328Eine „Festung Europa“ ist nicht hinnehmbar.
#329Die europäische Flüchtlings- und Asylpolitik muss auf der Achtung der Menschenrechte beruhen und die Bestimmungen der Genfer Flüchtlingskonvention sowie der UN-Kinderrechtskonvention respektieren.
#330Alle Mitgliedstaaten müssen gemäß ihren Kapazitäten Flüchtlinge und Asylsuchende aufnehmen.
#331Eine von Solidarität geprägte europäische Flüchtlings- und Asylpolitik darf einzelne Mitgliedstaaten nicht mit dem finanziellen, logistischen und administrativen Aufwand alleine lassen.
#332Statt die Abriegelung Europas weiter voranzutreiben, muss die EU Maßnahmen zur sicheren Grenzüberquerung von flüchtenden Menschen, besonders auf den Meeren vor Europa, treffen, um diesen die Möglichkeit zu geben, einen Antrag auf Asyl zu stellen.
#333Abschaffung von Frontex Die völkerrechtswidrigen Praktiken der EU-Grenzschutzagentur Frontex sind Ausdruck einer menschenverachtenden Ausgrenzungspolitik der Europäischen Union.
#334Wir PIRATEN fordern daher die Abschaffung von Frontex.
#335Ablehnung der Drittstaatenregelung Die Drittstaatenregelung und deren Konkretisierung in der „Dublin II“-Verordnung lehnen wir ab.
#336Durch diese Regelung drücken sich zentral gelegene Staaten wie Deutschland vor der Verantwortung den Schutzsuchenden gegenüber.
#337Jedem Menschen muss das Recht auf freie Wahl seines Aufenthaltsortes gewährt werden.
#338Daraus resultiert auch, dass jedem Menschen die Möglichkeit gegeben werden muss, in dem Land seiner Wahl Asyl zu beantragen.
#339Die bevormundende und entwürdigende Verschiebungspraxis der EU lehnen wir ab.
#340Alle Staaten der EU sollten Geflüchtete aufnehmen und andere Mitgliedstaaten dabei unterstützen.
#341Ablehnung der Inhaftierung von Asylsuchenden Wir kritisieren die momentane Praxis, immer neue Straftatbestände und Inhaftierungsgründe zu konstruieren, um Schutzsuchende in Haft zu nehmen.
#342Wir lehnen generell die Inhaftierung von Asylsuchenden ab.
#343Flucht und die Möglichkeit auf Stellung eines Asylantrages sind ein Grundrecht.
#344Wir wenden uns auch gegen Schnellverfahren an Landesgrenzen und auf Flughäfen.
#345Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention Im Umgang mit minderjährigen Geflüchteten müssen alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union zur Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention gebracht werden.
#346Die Abschiebung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten ist nicht hinnehmbar.
#347Kindern und Jugendlichen, die geflüchtet sind, muss der Schutz und die Unterstützung zuteilwerden, die alle Kinder in den europäischen Staaten genießen.
#348Dazu gehört insbesondere der Zugang zu Bildung.
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