Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 06.03.2026 PDF
#16
Wir müssen und werden nicht aufhören, genau für dieses Europa zu kämpfen.
#17
Denn zu behaupten, wir könnten das in Deutschland alles alleine viel besser regeln, vielleicht sogar mit D-Mark und geschlossenen Grenzen, ist eine gefährliche Illusion, die von Populisten gerne als einfache Lösung für die Herausforderungen der EU präsentiert wird.
#18
Es ist nicht einfach, aber möglich, Europa auf einem guten Weg voranzubringen.
#19
Europa kann auf beeindruckende Erfolge zurückblicken.
#20
Es ist das weltweite Pionierprojekt für eine staatenübergreifende Zusammenarbeit und Demokratie.
#21
Aufklärung, Emanzipation der Bürgerinnen und Bürger mit starken Rechten, die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern, der entschlossene Kampf gegen Diskriminierung, ein respektvoller, friedlicher Umgang miteinander über Sprach- und Landesschranken hinweg – das ist eine Erfolgsgeschichte ohne Gleichen.
#22
Ein Selbstläufer ist diese Geschichte nicht.
#23
Wir treten dafür an, dass das europäische Projekt nicht noch weiter an Vertrauen verliert.
#24
Immer mehr Europäerinnen und Europäer zweifeln und gehen mit der EU hart ins Gericht.
#25
Sie nehmen Europa als abgehoben und bürokratisch wahr.
#26
Sie haben ganz andere Erwartungen an Europa.
#27
Sie wollen ein Europa, das sie beschützt – als Eltern, als Kinder, als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, als Arbeitslose, Rentner, Verbraucher, Sparer, als Investoren oder als Bürgerinnen und Bürger.
#28
Sie wollen kein Europa, das verantwortungslose Banken unterstützt, das in großem Stil Steuerflucht toleriert, das Entscheidungen hinter verschlossenen Türen trifft, das Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer gegeneinander ausspielt oder Kommunen drängt, die eigenen Wasserbetriebe oder die Sparkassen zu privatisieren.
#29
Damit Europa wieder mehr Vertrauen schafft und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft in uns weckt, muss die europäische Idee neu gedacht werden.
#30
Wir brauchen einen Politik- und Stilwechsel in Europa.
#31
Wir brauchen mehr Beteiligung an europapolitischen Diskussionen und Entscheidungen.
#32
Wir müssen eine europäische Öffentlichkeit schaffen, die auch außerhalb von Spartenkanälen und Fachzeitschriften stattfindet.
#33
Wir müssen uns über die Zukunft Europas dauerhaft und auf demokratischem Weg streiten.
#34
Wahlen alle fünf Jahre sind bei weitem nicht genug für die Debatte, die wir brauchen!
#35
Wir müssen Europa eine neue Richtung geben.
#36
Offen, vielfältig, lernfähig muss es sein, nicht: geschlossen, elitär, bürokratisch.
#37
Wir müssen klarstellen, dass die Bürgerinnen und Bürger und das Parlament das letzte Wort haben, und nicht Technokraten oder gar Wirtschaftsinteressen.
#38
Wir müssen dafür sorgen, dass europäische Politik so gemacht wird, dass sie einen konkreten Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger hat.
#39
Also: beim Schutz ihrer sozialen Rechte, nicht bei deren Abbau.
#40
Beim Schutz ihrer Spareinlagen, nicht für den Schutz von Banken.
#41
Beim Schutz der Umwelt, nicht ihrer Zerstörung.
#42
Beim Schutz der regionalen Vielfalt, nicht bei deren Einebnung.
#43
Wir wollen eine Politik für Europa, die nur das regelt, was nicht lokal, regional und national besser geregelt werden kann.
#44
Dort, wo es allerdings auf gemeinsame europäische Antworten ankommt, brauchen wir ein handlungsfähiges Europa mit starken demokratischen Institutionen.
#45
Das, was im 20. Jahrhundert mit der sozialen Marktwirtschaft im nationalen Rahmen gelungen ist, muss im 21. Jahrhundert auf europäischer Ebene erneut erkämpft und gesichert werden: Eine gerechte, demokratische und soziale Ordnung der Märkte, die das Wirtschaften auf den Wohlstand Aller und nicht den Reichtum einiger Weniger verpflichtet.
#46
Wir wollen erreichten Wohlstand behaupten und neuen erarbeiten.


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