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vom 03.03.2026 PDF
#126
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Die Akzeptanz der europäischen Demokratie leidet darunter, dass viele Bürgerinnen und Bürger die europäischen Entscheidungsprozesse und die Rolle der EU-Institutionen kaum noch nachvollziehen können und als zu bürokratisch empfinden.
#127Deshalb wollen wir, dass sich die EU und ihre Organe auf das wirklich Wesentliche konzentrieren: Auf die Zukunftsaufgaben, die wir nur mit gemeinsamer europäischer Kraft meistern können.
#128Europa braucht eine neue Kultur der Zurückhaltung in der Gesetzgebung.
#129• Weniger Bürokratie:
#130Die europäische Gesetzgebung muss einem wirksamen „Bürokratie-Check“ unterworfen werden.
#131Bestehende und neue Gesetze müssen durch einen Normenkontrollmechanismus auf Effizienz und Praktikabilität geprüft werden.
#132Die EU muss klare und noch ambitioniertere Abbauziele für die Rückführung der Bürokratie festlegen.
#133Auch braucht die EU ein neues Lobbygesetz mit strengeren Regeln für Lobbyisten.
#134• Reform der EU-Kommission:
#135Die EU-Kommission muss reformiert werden.
#136Dazu gehört, der Kommission eine solche Struktur zu geben, dass sie handlungsfähig und entscheidungsorientiert arbeiten kann.
#137Und hierzu zählt auch der Ausbau der Europäischen Kommission zu einer wahren EU-Regierung, die dem Europäischen Parlament vollständig verantwortlich ist.
#138• Stärkung des Europäischen Parlamentes:
#139Zur Stärkung der europäischen Demokratie wollen wir, dass dem
#140Europäischen Parlament ein Initiativrecht in der Gesetzgebung und das volle Budgetrecht zugestanden werden.
#141• Eine lebendige europäische Zivilgesellschaft:
#142Wir wollen die bestehende europäische Bürgerinitiative besser nutzen, damit Bürgerinnen und Bürger noch stärker auf die europäische Gesetzgebung einwirken können.
#143Dies ist ein wichtiges Instrument der direkten Demokratie.
#144Und wir wollen daran mitwirken, ein freiwilliges, bezahltes europäisches Jahr für alle Alters- und Berufsgruppen als einen Baustein für eine europäische Zivilgesellschaft zu entwickeln.
#145Eine wehrhafte europäische Demokratie:
#146Wir dürfen Europa nicht den Rechten und Populisten überlassen, die
#147alte Gräben neu aufreißen wollen und die Demokratie in Europa mit Füßen treten.
#148Als ein konkreter Schritt sollte ein umfassendes europäisches Aktionsprogramm gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus auf den Weg gebracht werden, das auch die Staaten in die Pflicht nimmt und die Verteidigung der Demokratie in Europa als gemeinsame Aufgabe anpackt.
#149Für verstärkte Zusammenarbeit:
#150Um die Handlungsfähigkeit der EU auch in Bereichen zu steigern, in denen nicht von vorneherein alle EU-Staaten zu Fortschritten bereit sind, sollte das Instrument der verstärkten Zusammenarbeit stärker genutzt werden.
#151Eine Gruppe von Staaten sollte in einem strukturierten Prozess politische Felder identifizieren, auf denen im Rahmen der EU Fortschritte durch verstärkte Zusammenarbeit von Staaten möglich sind.
#152Europäische Zukunftsdebatte:
#153Wir wollen einen europäischen Zukunftskongress initiieren, der jenseits der Tagesaktualität Vorstellungen für die Zukunft der EU entwickelt.
#154Dies muss eine der ersten Maßnahmen der neuen EU-Kommission sein.
#155Ein Europa der Steuergerechtigkeit –
#156nicht der Verantwortungslosigkeit.
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