Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 18.07.2026 PDF
#958
Wir wollen daran festhalten, die Kommission zu verk leinern, wie im Lissabon-Vertrag vorgese- hen.
#959
Die Forderung, dass jeder Mitgliedstaat eine/n KommissarIn benennt, widerspricht dem Charakter der Kommission als Gemeinschaftsinstituti on.
#960
Wir GRÜNE begrüßen, dass die Europa- wahl europäischer wird: Zum ersten Mal haben die gr ößten europäischen Parteienfamilien je- weils gemeinsame SpitzenkandidatInnen nominiert.
#961
Außerdem fordern wir die deutliche Stärkung des wis senschaftlichen Dienstes für das Europäi- sche Parlament.
#962
Nur so können wir gewährleisten, da ss Lobbygruppen nicht die Informations- hoheit gewinnen, sondern alle Abgeordneten neutral und gut informiert sind.
#963
Mehr Demokratie durch eine Allianz der Parlam ente Mehr Demokratie in der EU gibt es nur, wenn sie übe rall gestärkt wird – auch in den Mitglied- staaten.
#964
Starke Parlamente auf allen Ebenen, die gu t miteinander zusammenarbeiten, sind der richtige Weg dorthin.
#965
Durch eine Klage vor dem Bund esverfassungsgericht haben wir GRÜNE wichtige Mitwirkungsrechte des Deutschen Bundestage s in der Europapolitik erstritten.
#966
Wir set- zen uns dafür ein, dass sich die Abgeordneten der u nterschiedlichen Parlamente – Europäisches Parlament, Bundestag und Landtage – besser vernetze n und sich regelmäßig austauschen, zum Beispiel durch eine engere Vernetzung der Ausschüss e oder ein Rederecht für Europaabgeord- nete in Landtagen.
#967
Wir fordern eine stärkere Mitspr ache des Bundestags bei den Beratungen zur wirtschaftspolitischen Koordinierung im Rahmen des „Europäischen Semesters“ sowie des Bundesrats.
#968
Für einen Europäischen Konvent Die Krise hat fundamentale Schwächen der europäisch en Architektur offengelegt.
#969
Entscheidun- gen werden wieder von Staats- und RegierungschefInn en hinter verschlossenen Türen getrof- fen.
#970
Das schwächt das Europäische Parlament und die Europäische Kommission und stärkt das „Europa der nationalen Regierungen“ und hat damit d as Thema Vertragsreform erneut auf die Agenda gebracht.
#971
Gegen diese entmündigende Politik setzen wir GRÜNE den Dialog über unsere gemeinsame Zu- kunft in Europa und fordern einen demokratisch legi timierten Europäischen Konvent.
#972
Dieser soll Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#973
BDK Dresden, 07.
#974
Februar 2014 vom Europäischen Parlament geleitet werden, Zivilge sellschaft und Sozialpartner breit einbezie- hen, öffentlich tagen und demokratisch entscheiden.
#975
Der Konvent soll die Überarbeitung der Europäischen Verträge vorbereiten und diskutieren, wie die Vertragsänderungsverfahren verein- facht werden könnten.
#976
Die Weiterentwicklung der eur opäischen Demokratie, wie auch der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik muss ins Ze ntrum gerückt werden.
#977
ber die Ergebnisse dieses Konvents sollen die BürgerInnen in einem eur opaweiten Referendum abstimmen können.
#978
Gegen die Verletzung von Menschen-, Grund- un d Minderheitenrechten Alle EU-Mitgliedstaaten haben sich vertraglich verp flichtet, die Grundwerte zu schützen, die in Artikel 2 des EU-Vertrags niedergelegt sind.
#979
Dies s ind die Achtung der Menschenwürde, Frei- heit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit u nd die Wahrung der Menschenrechte ein- schließlich der Rechte der Personen, die Minderheit en angehören.
#980
Gegen schwerwiegende Ver- letzung dieser Grundwerte in einem Mitgliedstaat ka nn bislang nur das sogenannte „Artikel-7- Verfahren“ genutzt werden.
#981
Die dafür notwendigen ho hen Mehrheiten in Rat und Parlament sind jedoch fast unüberwindliche Hürden.
#982
Die EU kan n bisher keine effektiven Maßnahmen er- greifen, wenn in Mitgliedstaaten Grundrechte massiv verletzt werden und die zuständigen In- stanzen dem nicht wirksam entgegentreten.
#983
Wir GRÜNE fordern deswegen neue Mechanismen und Ins trumente, z.
#984
ein stärkeres Monito- ring in allen Mitgliedstaaten, ein Frühwarnsystem f ür Grundrechtsverletzungen sowie einen Ausbau der Sanktionsmöglichkeiten.
#985
In diesem Zusamm enhang wollen wir die Rolle des Euro- päischen Parlaments stärken und zudem prüfen, ob da rüber hinaus ein eigenständiges Klage- recht des Europäischen Parlaments bei Verletzungen der Grundwerte und Ziele vor dem Euro- päischen Gerichtshof zweckmäßig ist.
#986
Unser besonderes Augenmerk gilt der weitverbreitete n Diskriminierung von Roma in der EU und in Staaten, die der EU beitreten wollen.
#987
Die Eu ropäische Kommission muss standhalten ge- gen populistische Forderungen, die Freizügigkeit fü r Roma in der EU einzuschränken.
#988
Die dahin- gehende Rhetorik der deutschen Bundesregierung ist beschämend.


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