Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 18.07.2026 PDF
#948
Mehr Rechte für das Europäische Parlament Das Europäische Parlament ist die europäische Insti tution mit der größten demokratischen Legi- timation, da es als einzige direkt gewählt wird.
#949
Es ist gleichberechtigter Gesetzgeber in fast allen Politikbereichen, es muss internationalen Abkommen zustimmen und hat ein begrenztes Initia- tivrecht.
#950
Dennoch fehlen ihm weiterhin entscheidend e parlamentarische Rechte.
#951
Es sind viel- mehr die nationalen Regierungen, die im Zuge der zw ischenstaatlichen Krisenpolitik ihre Macht- stellung ausgebaut haben.
#952
Das wollen wir ändern.
#953
Da s Europäische Parlament soll der Ort der maßgeblichen Debatten und europäischen Entscheidung en sein.
#954
Wir wollen ein Europäisches Parlament, das auf Augenhöhe mit Rat und Kommission steht: durch ein eigenes Initiativrecht für Gesetze, durch die volle Beteiligung an der Ges etzgebung in allen Politikbereichen und durch das Recht, selbst über den Sitzungsort und -k alender zu entscheiden.
#955
Auch bei internatio- nalen Verträgen wollen wir die Mitwirkungsmöglichke iten des Parlaments stärken.
#956
Diese Refor- men benötigen Vertragsänderungen.
#957
Es gibt aber auch substanzielle Verbesserungen, die sofort in Angriff genommen werden können: Das Recht einer Minderheit, einen Untersuchungsaus- schuss einzusetzen, die Möglichkeit namentlicher Ab stimmungen in den Ausschüssen und die individuelle Wahl und Abwahl des/der Kommissionsprä sidentIn durch das Parlament.
#958
Wir wollen daran festhalten, die Kommission zu verk leinern, wie im Lissabon-Vertrag vorgese- hen.
#959
Die Forderung, dass jeder Mitgliedstaat eine/n KommissarIn benennt, widerspricht dem Charakter der Kommission als Gemeinschaftsinstituti on.
#960
Wir GRÜNE begrüßen, dass die Europa- wahl europäischer wird: Zum ersten Mal haben die gr ößten europäischen Parteienfamilien je- weils gemeinsame SpitzenkandidatInnen nominiert.
#961
Außerdem fordern wir die deutliche Stärkung des wis senschaftlichen Dienstes für das Europäi- sche Parlament.
#962
Nur so können wir gewährleisten, da ss Lobbygruppen nicht die Informations- hoheit gewinnen, sondern alle Abgeordneten neutral und gut informiert sind.
#963
Mehr Demokratie durch eine Allianz der Parlam ente Mehr Demokratie in der EU gibt es nur, wenn sie übe rall gestärkt wird – auch in den Mitglied- staaten.
#964
Starke Parlamente auf allen Ebenen, die gu t miteinander zusammenarbeiten, sind der richtige Weg dorthin.
#965
Durch eine Klage vor dem Bund esverfassungsgericht haben wir GRÜNE wichtige Mitwirkungsrechte des Deutschen Bundestage s in der Europapolitik erstritten.
#966
Wir set- zen uns dafür ein, dass sich die Abgeordneten der u nterschiedlichen Parlamente – Europäisches Parlament, Bundestag und Landtage – besser vernetze n und sich regelmäßig austauschen, zum Beispiel durch eine engere Vernetzung der Ausschüss e oder ein Rederecht für Europaabgeord- nete in Landtagen.
#967
Wir fordern eine stärkere Mitspr ache des Bundestags bei den Beratungen zur wirtschaftspolitischen Koordinierung im Rahmen des „Europäischen Semesters“ sowie des Bundesrats.
#968
Für einen Europäischen Konvent Die Krise hat fundamentale Schwächen der europäisch en Architektur offengelegt.
#969
Entscheidun- gen werden wieder von Staats- und RegierungschefInn en hinter verschlossenen Türen getrof- fen.
#970
Das schwächt das Europäische Parlament und die Europäische Kommission und stärkt das „Europa der nationalen Regierungen“ und hat damit d as Thema Vertragsreform erneut auf die Agenda gebracht.
#971
Gegen diese entmündigende Politik setzen wir GRÜNE den Dialog über unsere gemeinsame Zu- kunft in Europa und fordern einen demokratisch legi timierten Europäischen Konvent.
#972
Dieser soll Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#973
BDK Dresden, 07.
#974
Februar 2014 vom Europäischen Parlament geleitet werden, Zivilge sellschaft und Sozialpartner breit einbezie- hen, öffentlich tagen und demokratisch entscheiden.
#975
Der Konvent soll die Überarbeitung der Europäischen Verträge vorbereiten und diskutieren, wie die Vertragsänderungsverfahren verein- facht werden könnten.
#976
Die Weiterentwicklung der eur opäischen Demokratie, wie auch der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik muss ins Ze ntrum gerückt werden.
#977
ber die Ergebnisse dieses Konvents sollen die BürgerInnen in einem eur opaweiten Referendum abstimmen können.
#978
Gegen die Verletzung von Menschen-, Grund- un d Minderheitenrechten Alle EU-Mitgliedstaaten haben sich vertraglich verp flichtet, die Grundwerte zu schützen, die in Artikel 2 des EU-Vertrags niedergelegt sind.


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