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vom 18.07.2026 PDF
#939
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endlich ein verbindliches Transparenzregister auf e uropäischer Ebene, eine Begrenzung von Par- tei- und Wahlkampfspenden und verbesserte Veröffent lichungspflichten.
#940Wir fordern bei einem Wechsel von wichtigen EntscheidungsträgerInnen der Exekutive in die Privatwirtschaft eine Prü- fung von Interessenkonflikten und für den Fall, das s diese gegeben sind, eine Karenzzeit (Über- gangsfrist) von drei Jahren.
#941Darüber hinaus brauche n die EU und ihre Mitgliedstaaten eine um- fassende Strategie, um Korruption in der Politik vo rzubeugen und an der Wurzel zu bekämpfen.
#942Transparenz bedeutet für uns auch, dass die Verteil ung und Verwendung staatlicher Mittel in der EU nachvollziehbar und überprüfbar ist.
#943Eine Au fgabenauslagerung darf die Transparenz BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#944Februar 2014 S.
#945und bestehende Standards, z.
#946bei der Tariftreue, nicht unterminieren.
#947Zwischenstaatliche Ver- träge sollen ins Gemeinschaftsrecht integriert werd en, damit die Kontrolle durch das Europäi- sche Parlament gesichert ist.
#948Mehr Rechte für das Europäische Parlament Das Europäische Parlament ist die europäische Insti tution mit der größten demokratischen Legi- timation, da es als einzige direkt gewählt wird.
#949Es ist gleichberechtigter Gesetzgeber in fast allen Politikbereichen, es muss internationalen Abkommen zustimmen und hat ein begrenztes Initia- tivrecht.
#950Dennoch fehlen ihm weiterhin entscheidend e parlamentarische Rechte.
#951Es sind viel- mehr die nationalen Regierungen, die im Zuge der zw ischenstaatlichen Krisenpolitik ihre Macht- stellung ausgebaut haben.
#952Das wollen wir ändern.
#953Da s Europäische Parlament soll der Ort der maßgeblichen Debatten und europäischen Entscheidung en sein.
#954Wir wollen ein Europäisches Parlament, das auf Augenhöhe mit Rat und Kommission steht: durch ein eigenes Initiativrecht für Gesetze, durch die volle Beteiligung an der Ges etzgebung in allen Politikbereichen und durch das Recht, selbst über den Sitzungsort und -k alender zu entscheiden.
#955Auch bei internatio- nalen Verträgen wollen wir die Mitwirkungsmöglichke iten des Parlaments stärken.
#956Diese Refor- men benötigen Vertragsänderungen.
#957Es gibt aber auch substanzielle Verbesserungen, die sofort in Angriff genommen werden können: Das Recht einer Minderheit, einen Untersuchungsaus- schuss einzusetzen, die Möglichkeit namentlicher Ab stimmungen in den Ausschüssen und die individuelle Wahl und Abwahl des/der Kommissionsprä sidentIn durch das Parlament.
#958Wir wollen daran festhalten, die Kommission zu verk leinern, wie im Lissabon-Vertrag vorgese- hen.
#959Die Forderung, dass jeder Mitgliedstaat eine/n KommissarIn benennt, widerspricht dem Charakter der Kommission als Gemeinschaftsinstituti on.
#960Wir GRÜNE begrüßen, dass die Europa- wahl europäischer wird: Zum ersten Mal haben die gr ößten europäischen Parteienfamilien je- weils gemeinsame SpitzenkandidatInnen nominiert.
#961Außerdem fordern wir die deutliche Stärkung des wis senschaftlichen Dienstes für das Europäi- sche Parlament.
#962Nur so können wir gewährleisten, da ss Lobbygruppen nicht die Informations- hoheit gewinnen, sondern alle Abgeordneten neutral und gut informiert sind.
#963Mehr Demokratie durch eine Allianz der Parlam ente Mehr Demokratie in der EU gibt es nur, wenn sie übe rall gestärkt wird – auch in den Mitglied- staaten.
#964Starke Parlamente auf allen Ebenen, die gu t miteinander zusammenarbeiten, sind der richtige Weg dorthin.
#965Durch eine Klage vor dem Bund esverfassungsgericht haben wir GRÜNE wichtige Mitwirkungsrechte des Deutschen Bundestage s in der Europapolitik erstritten.
#966Wir set- zen uns dafür ein, dass sich die Abgeordneten der u nterschiedlichen Parlamente – Europäisches Parlament, Bundestag und Landtage – besser vernetze n und sich regelmäßig austauschen, zum Beispiel durch eine engere Vernetzung der Ausschüss e oder ein Rederecht für Europaabgeord- nete in Landtagen.
#967Wir fordern eine stärkere Mitspr ache des Bundestags bei den Beratungen zur wirtschaftspolitischen Koordinierung im Rahmen des „Europäischen Semesters“ sowie des Bundesrats.
#968Für einen Europäischen Konvent Die Krise hat fundamentale Schwächen der europäisch en Architektur offengelegt.
#969Entscheidun- gen werden wieder von Staats- und RegierungschefInn en hinter verschlossenen Türen getrof- fen.
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