Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 18.07.2026 PDF
#926
Ein demokr atischeres Europa braucht mehr grenz- übergreifenden politischen Diskurs und lebendige eu ropäische Parteien.
#927
Für die Wahlen zum Eu- ropäischen Parlament streben wir die schrittweise E inführung europaweiter Listen an, damit die WählerInnen die Möglichkeit haben, für die Kandidat Innen zu stimmen, die verstärkt gesamteu- ropäische Interessen vertreten.
#928
Das Wahlrecht ist der Inbegriff politischer Mitbest immung in demokratischen Staaten.
#929
Deswe- gen wollen wir die Ausübung des Wahlrechts für EU-B ürgerInnen erleichtern und auf eine neue Stufe heben: Wir treten dafür ein, dass Unionsbürge rInnen an ihrem ständigen Wohnsitz überall in der EU mitwählen dürfen, wenn sie seit fünf Jahr en dort leben – und nicht nur für Kommu- nalparlamente und das Europäische Parlament, sonder n auch bei regionalen und nationalen Wahlen.
#930
Mehr Transparenz und Lobbykontrolle in EU-Ins titutionen Unser Ziel ist ein offenes und transparentes Regier en – von der lokalen bis zur europäischen Ebene.
#931
Mehr Transparenz in den Beratungs- und Entsc heidungsverfahren macht Politik nach- vollziehbar und ermutigt BürgerInnen sich einzumisc hen.
#932
Transparenz hilft den Einfluss von Lob- byistInnen zu beschränken und ist das beste Mittel gegen Korruption.
#933
Auch die Europäische Union muss transparenter werden, um bestehendes Mis strauen abzubauen.
#934
Sie sollte Vorreiterin sein und Informationen und Daten gemäß den Prinzipi en von Open Government und Open Data freigeben und lizenzieren.
#935
Wir wollen die Arbe itsweise des Europäischen Rats und des Mi- nisterrats transparent gestalten, indem die Sitzung en grundsätzlich öffentlich stattfinden.
#936
Der Europäische Rat soll sich wieder auf die Rolle als Impulsgeber beschränken und nicht Gesetzge- ber spielen.
#937
Das Europäische Parlament soll einen f esten Platz bei Ratssitzungen erhalten und die Sitzungen durch eigene Debatten vorbereiten.
#938
Da rüber hinaus wollen wir durch ein Bündel von Maßnahmen für mehr Transparenz und weniger Lobb yeinfluss sorgen: Wir brauchen u.
#939
endlich ein verbindliches Transparenzregister auf e uropäischer Ebene, eine Begrenzung von Par- tei- und Wahlkampfspenden und verbesserte Veröffent lichungspflichten.
#940
Wir fordern bei einem Wechsel von wichtigen EntscheidungsträgerInnen der Exekutive in die Privatwirtschaft eine Prü- fung von Interessenkonflikten und für den Fall, das s diese gegeben sind, eine Karenzzeit (Über- gangsfrist) von drei Jahren.
#941
Darüber hinaus brauche n die EU und ihre Mitgliedstaaten eine um- fassende Strategie, um Korruption in der Politik vo rzubeugen und an der Wurzel zu bekämpfen.
#942
Transparenz bedeutet für uns auch, dass die Verteil ung und Verwendung staatlicher Mittel in der EU nachvollziehbar und überprüfbar ist.
#943
Eine Au fgabenauslagerung darf die Transparenz BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#944
Februar 2014 S.
#945
und bestehende Standards, z.
#946
bei der Tariftreue, nicht unterminieren.
#947
Zwischenstaatliche Ver- träge sollen ins Gemeinschaftsrecht integriert werd en, damit die Kontrolle durch das Europäi- sche Parlament gesichert ist.
#948
Mehr Rechte für das Europäische Parlament Das Europäische Parlament ist die europäische Insti tution mit der größten demokratischen Legi- timation, da es als einzige direkt gewählt wird.
#949
Es ist gleichberechtigter Gesetzgeber in fast allen Politikbereichen, es muss internationalen Abkommen zustimmen und hat ein begrenztes Initia- tivrecht.
#950
Dennoch fehlen ihm weiterhin entscheidend e parlamentarische Rechte.
#951
Es sind viel- mehr die nationalen Regierungen, die im Zuge der zw ischenstaatlichen Krisenpolitik ihre Macht- stellung ausgebaut haben.
#952
Das wollen wir ändern.
#953
Da s Europäische Parlament soll der Ort der maßgeblichen Debatten und europäischen Entscheidung en sein.
#954
Wir wollen ein Europäisches Parlament, das auf Augenhöhe mit Rat und Kommission steht: durch ein eigenes Initiativrecht für Gesetze, durch die volle Beteiligung an der Ges etzgebung in allen Politikbereichen und durch das Recht, selbst über den Sitzungsort und -k alender zu entscheiden.
#955
Auch bei internatio- nalen Verträgen wollen wir die Mitwirkungsmöglichke iten des Parlaments stärken.
#956
Diese Refor- men benötigen Vertragsänderungen.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: