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vom 18.07.2026 PDF
#911
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Wir kämpfen für gemeinsame und faire Standards bei Asylverfahren und eine menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen in ganz Europa.
#912Wir wolle n zusammenhalten und nicht länger hin- nehmen, dass sich die Europäische Union als Wertege meinschaft bezeichnet, aber nicht ausrei- chend gegen Menschenrechtsverletzungen sowie den Ab bau von Demokratie und Rechtsstaat- lichkeit in ihren Mitgliedstaaten vorgeht.
#913GRÜN macht den Unterschied: Bei der Ausgestaltung d er Europäischen Bürgerinitiative haben grüne Abgeordnete für mehr Mitwirkungsrechte der Bü rgerInnen in der EU gestritten und wich- Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#914BDK Dresden, 07.
#915Februar 2014 tige Fortschritte erreicht.
#916Beim Datenschutz haben wir maßgeblich und gegen den hinhaltenden Widerstand der schwarz-gelben Bundesregierung darau f hingearbeitet, das Grundrecht der Bür- gerInnen durch eine wirksame EU-Datenschutzgrundver ordnung zu schützen.
#917GRÜNE haben erfolgreich für die Einrichtung eines EU-Programms zur Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge gekämpft und erreicht, dass zusätzliche Mittel für humanitäre Notfallmaßnahmen, wie z.
#918für syrische Flüchtlingslager, bereitgeste llt wurden.
#919DIE EUROPÄISCHE UNION DEMOKRATISCH ERNEUERN C.
#920Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte stärken Je stärker die Europäische Union den Alltag ihrer B ürgerInnen prägt, desto mehr müssen diese Einfluss auf Entscheidungen nehmen und die EU mitge stalten können.
#921Einen wichtigen ersten Schritt zu mehr direkter Demokratie hat der Vertrag von Lissabon eingeführt: Die Europäische Bürgerinitiative.
#922Wir GRÜNE wollen sie zu einem wir ksamen Instrument ausbauen, das europäi- sche Fragen auch den BürgerInnen der EU zur Diskuss ion und Abstimmung vorlegt.
#923Wir stehen für eine lebendige europäische Öffentlichkeit.
#924Desh alb fördern wir mehr BürgerInnenbeteiligung und die freie Verfügbarkeit und Nutzung öffentliche r Daten (Open Data).
#925Ein weiterer Beitrag zur Stärkung der europäischen Medienöffentlichkeit wäre ein Beitritt von ARD und ZDF zum paneuropäischen Sendernetzwerk Euronews.
#926Ein demokr atischeres Europa braucht mehr grenz- übergreifenden politischen Diskurs und lebendige eu ropäische Parteien.
#927Für die Wahlen zum Eu- ropäischen Parlament streben wir die schrittweise E inführung europaweiter Listen an, damit die WählerInnen die Möglichkeit haben, für die Kandidat Innen zu stimmen, die verstärkt gesamteu- ropäische Interessen vertreten.
#928Das Wahlrecht ist der Inbegriff politischer Mitbest immung in demokratischen Staaten.
#929Deswe- gen wollen wir die Ausübung des Wahlrechts für EU-B ürgerInnen erleichtern und auf eine neue Stufe heben: Wir treten dafür ein, dass Unionsbürge rInnen an ihrem ständigen Wohnsitz überall in der EU mitwählen dürfen, wenn sie seit fünf Jahr en dort leben – und nicht nur für Kommu- nalparlamente und das Europäische Parlament, sonder n auch bei regionalen und nationalen Wahlen.
#930Mehr Transparenz und Lobbykontrolle in EU-Ins titutionen Unser Ziel ist ein offenes und transparentes Regier en – von der lokalen bis zur europäischen Ebene.
#931Mehr Transparenz in den Beratungs- und Entsc heidungsverfahren macht Politik nach- vollziehbar und ermutigt BürgerInnen sich einzumisc hen.
#932Transparenz hilft den Einfluss von Lob- byistInnen zu beschränken und ist das beste Mittel gegen Korruption.
#933Auch die Europäische Union muss transparenter werden, um bestehendes Mis strauen abzubauen.
#934Sie sollte Vorreiterin sein und Informationen und Daten gemäß den Prinzipi en von Open Government und Open Data freigeben und lizenzieren.
#935Wir wollen die Arbe itsweise des Europäischen Rats und des Mi- nisterrats transparent gestalten, indem die Sitzung en grundsätzlich öffentlich stattfinden.
#936Der Europäische Rat soll sich wieder auf die Rolle als Impulsgeber beschränken und nicht Gesetzge- ber spielen.
#937Das Europäische Parlament soll einen f esten Platz bei Ratssitzungen erhalten und die Sitzungen durch eigene Debatten vorbereiten.
#938Da rüber hinaus wollen wir durch ein Bündel von Maßnahmen für mehr Transparenz und weniger Lobb yeinfluss sorgen: Wir brauchen u.
#939endlich ein verbindliches Transparenzregister auf e uropäischer Ebene, eine Begrenzung von Par- tei- und Wahlkampfspenden und verbesserte Veröffent lichungspflichten.
#940Wir fordern bei einem Wechsel von wichtigen EntscheidungsträgerInnen der Exekutive in die Privatwirtschaft eine Prü- fung von Interessenkonflikten und für den Fall, das s diese gegeben sind, eine Karenzzeit (Über- gangsfrist) von drei Jahren.
#941Darüber hinaus brauche n die EU und ihre Mitgliedstaaten eine um- fassende Strategie, um Korruption in der Politik vo rzubeugen und an der Wurzel zu bekämpfen.
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