Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 18.07.2026 PDF
#891
Freiheit in den Lebensentwürfen , geschlechtergerechtes und gleichberech- tigtes Leben, Lieben und Arbeiten – das ist unser E uropa.
#892
Offene Grenzen und die Reisefreiheit verteidigen wir als wichtige Errungenschaft für die EU-BürgerInnen gegen die nationale Wieder- einführung von Grenzkontrollen.
#893
Der Vertrag von Lissabon hat die Grundlagen der eur opäischen Demokratie spürbar verbessert: Es gibt seither eine verbindliche Grundrechtecharta , gestärkte Parlamente und erste Schritte zu direkter BürgerInnenbeteiligung.
#894
Dennoch wurde im K risenmanagement am Europäischen Par- lament vorbei regiert; die Schieflage zwischen geme inschaftlichen Institutionen und nationalen Regierungen war unübersehbar.
#895
Statt im Parlament di e demokratische Auseinandersetzung über die Krisenpolitik, ihre weitreichenden Konsequenzen und tiefen sozialen Einschnitte zu führen, muteten die Regierungen den BürgerInnen undurchsich tige Entscheidungen der Staats- und Re- gierungschefInnen zu.
#896
Das befeuert anti-europäische n Populismus und EU-kritische Bewegun- gen.
#897
Die Krise der Europäischen Union ist daher auc h eine Krise der Demokratien ihrer Mitglied- staaten.
#898
Gegen eine entmündigende Politik setzen wi r GRÜNE den Dialog über unsere gemein- same Zukunft in Europa und fordern einen demokratis ch legitimierten Europäischen Konvent.
#899
Wir treten ein für eine demokratische Erneuerung de r Europäischen Union, in der BürgerInnen mitentscheiden können.
#900
Manche unserer Reformvorschläge sind nur l angfristig realisierbar, da sie Änderungen der Europäischen Verträge voraussetz en.
#901
Es gibt aber auch substanzielle Verbes- serungen, die sofort umsetzbar wären.
#902
Gegen die Übe rmacht der Regierungen in der Europäi- schen Union setzen wir die Stärkung der Parlamente auf allen Ebenen und ihre enge Zusam- menarbeit in einer „Allianz der Parlamente“.
#903
Wir wo llen mehr Transparenz und Lobbykontrolle durchsetzen.
#904
Für uns GRÜNE ist Datenschutz ein elementares, mode rnes Grundrecht.
#905
Deshalb wollen wir ihn erneuern , denn in vielen Mitgliedstaaten und der EU hinkt e r den Anforderungen des 21.
#906
Jahr- hunderts hinterher.
#907
Nur mit einem einheitlichen sta rken EU-Datenschutz können wir die Rechte der Menschen auf informationelle Selbstbestimmung e ffektiv schützen und hohe internationale Standards durchsetzen.
#908
Im digitalen Zeitalter lebt die Demokratie auch davon, dass die Men- schen selbstbestimmt über den Umgang mit ihren Date n entscheiden, dass es Raum für Privat- heit gibt und gleichberechtigten Zugang zum Interne t.
#909
Voraussetzung für eine verbesserte gesellschaftlich e Partizipation ist für uns eine EU, die die nö- tigen Bedingungen schafft, unter denen gleichberech tigt und selbstbestimmt alle teilhaben kön- nen – unabhängig von Geschlecht, Religion, ethnisch er Zugehörigkeit, Behinderung, sexueller und geschlechtlicher Identität.
#910
Wir wollen die Europäische Union in einen einheitli chen Schutzraum für Flüchtlinge verwandeln.
#911
Wir kämpfen für gemeinsame und faire Standards bei Asylverfahren und eine menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen in ganz Europa.
#912
Wir wolle n zusammenhalten und nicht länger hin- nehmen, dass sich die Europäische Union als Wertege meinschaft bezeichnet, aber nicht ausrei- chend gegen Menschenrechtsverletzungen sowie den Ab bau von Demokratie und Rechtsstaat- lichkeit in ihren Mitgliedstaaten vorgeht.
#913
GRÜN macht den Unterschied: Bei der Ausgestaltung d er Europäischen Bürgerinitiative haben grüne Abgeordnete für mehr Mitwirkungsrechte der Bü rgerInnen in der EU gestritten und wich- Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#914
BDK Dresden, 07.
#915
Februar 2014 tige Fortschritte erreicht.
#916
Beim Datenschutz haben wir maßgeblich und gegen den hinhaltenden Widerstand der schwarz-gelben Bundesregierung darau f hingearbeitet, das Grundrecht der Bür- gerInnen durch eine wirksame EU-Datenschutzgrundver ordnung zu schützen.
#917
GRÜNE haben erfolgreich für die Einrichtung eines EU-Programms zur Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge gekämpft und erreicht, dass zusätzliche Mittel für humanitäre Notfallmaßnahmen, wie z.
#918
für syrische Flüchtlingslager, bereitgeste llt wurden.
#919
DIE EUROPÄISCHE UNION DEMOKRATISCH ERNEUERN C.
#920
Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte stärken Je stärker die Europäische Union den Alltag ihrer B ürgerInnen prägt, desto mehr müssen diese Einfluss auf Entscheidungen nehmen und die EU mitge stalten können.
#921
Einen wichtigen ersten Schritt zu mehr direkter Demokratie hat der Vertrag von Lissabon eingeführt: Die Europäische Bürgerinitiative.


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