Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 22.07.2026 PDF
#75
Die Schuldenberge in der Eurozone wachsen weiter an.
#76
Es war gut und richtig, den Euro zu verteidigen.
#77
Denn er ist als unsere ge- meinsame Währung enorm wichtig für den wirtschaftli chen und politischen Erfolg Europas.
#78
Doch in der Ausgestaltung der Euro-Rettungspolitik wurden schwerwiegende Fehler gemacht – von der deutschen Bundesregierung und anderen natio nalen Regierungen; von der Troika und den europäischen Institutionen.
#79
Und von Angela Merk el gab es zweieinhalb Jahre lang keine klare Haltung, ob Griechenland im Euro bleiben soll oder nicht.
#80
Die Kreditklemme für kleine und mittlere Unternehmen in Spanien und Griechenland wu rde viel zu spät angegangen.
#81
Mit Aussa- gen über vermeintlich faule SüdeuropäerInnen befeue rte die Kanzlerin böse Klischees, statt in Deutschland die schwierigen Reformbemühungen unsere r europäischen Partner zu erklären.
#82
Vielfach hat das Krisenmanagement mit seinem einsei tigen Fokus auf staatliche Sparmaßnah- men und Lohnsenkungen die Wirtschaftskrise in den ü berschuldeten Ländern mit verschärft.
#83
Zu wenig wurde getan, um neben den notwendigen Struktu rreformen und Sparmaßnahmen auch positive Impulse für die Wirtschaft zu setzen.
#84
Dies e unsolidarische Politik wird uns nicht aus der Krise führen.
#85
Nur in einem erfolgreichen Europa kan n Deutschland selbst erfolgreich sein.
#86
Wir GRÜNE setzen uns weiterhin gegen eine Politik des e inseitigen Sparens ein, die Sozialabbau und Armut befördert und die Arbeitslosigkeit in vielen Ländern Europas in skandalöse Höhen getrie- ben hat.
#87
Wir brauchen eine Politik, die uns solide, solidari sch und nachhaltig aus der Krise führt.
#88
Damit es keine Spaltung der EU in Nord und Süd, Ost und West oder Eurozone und Peripherie gibt.
#89
Da- mit nicht auseinanderbricht, was zusammengehört.
#90
EU -kritische, teilweise sogar rechtspopulisti- sche oder extreme Parteien erfahren in vielen Mitgl iedstaaten starken Zulauf.
#91
Wir kämpfen da- gegen an und setzen dem unsere Alternative entgegen .
#92
Mit dem Green New Deal setzen wir an den Wurzeln de r Krise an: Wir wollen ein europäisches Investitionsprogramm, das gerade in den Staaten unt er dem Euro-Rettungsschirm die ökologi- sche Modernisierung und die Energiewende voranbring t und so neue Jobs und Zukunftsper- spektiven schafft.
#93
Das Problem zu hoher Staats- und Bankschulden wollen wir nachhaltig ange- hen.
#94
Für das Abtragen dieser Schulden darf sich nie mand seiner Verantwortung entziehen – die Banken nicht, indem sie ihre Schulden auf die Gemei nschaft abwälzen, und ebenso wenig die Staaten.
#95
Wir GRÜNE wollen deshalb im Rahmen einer e uropäischen Bankenunion die Banken über einen Bankenabwicklungsfonds selbst für die Ko sten der Bankenabwicklungen aufkommen lassen, und wir wollen durch einen europäischen Sch uldentilgungspakt die Krisenländer über- haupt erst in die Lage versetzen, ihre Schulden abz utragen.
#96
Uns geht es also um Hilfe zur Selbsthilfe.
#97
Es ist richtig, von den Ländern, die K redithilfe bekommen, Reformen einzufordern.
#98
Wo es zu lasche Regulierungen des eigenen Bankensek tors, sozial unausgewogene Steuersyste- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#99
Februar 2014 S.
#100
me und Klientelwirtschaft gibt, hat das die Krise m it verschärft.
#101
Aber gleichzeitig brauchen diese Länder eine zukunftsfeste Perspektive, um einen Aus weg aus der Schuldenspirale zu finden.
#102
Denn man kann sich aus einer Krise nicht einfach „h eraussparen“.
#103
Notwendige Reformen müs- sen sozial ausgewogen gestaltet werden.
#104
Sie dürfen nicht dazu führen, dass die sozialen Siche- rungssysteme zusammenbrechen, Wasserversorgung und Bildung privatisiert werden oder die Gesundheitsversorgung leidet.
#105
Wir müssen dafür sorg en, dass Banken nicht mehr Milliardenbe- träge zu Lasten der Allgemeinheit verzocken.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: