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vom 22.07.2026 PDF
#68
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Die deutsche Kanzlerin schützt in Brüssel eins eitig die Interessen der deutschen Automobil- industrie mit ihren großen Spritfressern und verhin dert damit die ökologische Verkehrswende.
#69Hinter dieser Politik steht eine Haltung, die Ökolo gie und Ökonomie als Gegensätze behandelt.
#70Das ist nicht unsere Politik, weil sie Probleme ver schärft und nicht löst.
#71Wir wollen ein Wirt- schaften nicht gegen, sondern im Einklang mit der N atur und stellen den Menschen, das Klima und unsere Umwelt in den Mittelpunkt.
#72Wir kämpfen d agegen, unsere Böden und unser Grund- wasser durch Fracking zu gefährden.
#73Wir streiten fü r einen Ausstieg aus dem Klimakiller Kohle, statt die Gesundheit zahlloser UnionsbürgerInnen du rch Luftverschmutzung zu ruinieren und ganze Landschaften durch Braunkohletagebaue zu verw üsten.
#74Zusammen aus der Krise: Gerecht sparen, grün in vestieren Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist noch nicht vor bei.
#75Die Schuldenberge in der Eurozone wachsen weiter an.
#76Es war gut und richtig, den Euro zu verteidigen.
#77Denn er ist als unsere ge- meinsame Währung enorm wichtig für den wirtschaftli chen und politischen Erfolg Europas.
#78Doch in der Ausgestaltung der Euro-Rettungspolitik wurden schwerwiegende Fehler gemacht – von der deutschen Bundesregierung und anderen natio nalen Regierungen; von der Troika und den europäischen Institutionen.
#79Und von Angela Merk el gab es zweieinhalb Jahre lang keine klare Haltung, ob Griechenland im Euro bleiben soll oder nicht.
#80Die Kreditklemme für kleine und mittlere Unternehmen in Spanien und Griechenland wu rde viel zu spät angegangen.
#81Mit Aussa- gen über vermeintlich faule SüdeuropäerInnen befeue rte die Kanzlerin böse Klischees, statt in Deutschland die schwierigen Reformbemühungen unsere r europäischen Partner zu erklären.
#82Vielfach hat das Krisenmanagement mit seinem einsei tigen Fokus auf staatliche Sparmaßnah- men und Lohnsenkungen die Wirtschaftskrise in den ü berschuldeten Ländern mit verschärft.
#83Zu wenig wurde getan, um neben den notwendigen Struktu rreformen und Sparmaßnahmen auch positive Impulse für die Wirtschaft zu setzen.
#84Dies e unsolidarische Politik wird uns nicht aus der Krise führen.
#85Nur in einem erfolgreichen Europa kan n Deutschland selbst erfolgreich sein.
#86Wir GRÜNE setzen uns weiterhin gegen eine Politik des e inseitigen Sparens ein, die Sozialabbau und Armut befördert und die Arbeitslosigkeit in vielen Ländern Europas in skandalöse Höhen getrie- ben hat.
#87Wir brauchen eine Politik, die uns solide, solidari sch und nachhaltig aus der Krise führt.
#88Damit es keine Spaltung der EU in Nord und Süd, Ost und West oder Eurozone und Peripherie gibt.
#89Da- mit nicht auseinanderbricht, was zusammengehört.
#90EU -kritische, teilweise sogar rechtspopulisti- sche oder extreme Parteien erfahren in vielen Mitgl iedstaaten starken Zulauf.
#91Wir kämpfen da- gegen an und setzen dem unsere Alternative entgegen .
#92Mit dem Green New Deal setzen wir an den Wurzeln de r Krise an: Wir wollen ein europäisches Investitionsprogramm, das gerade in den Staaten unt er dem Euro-Rettungsschirm die ökologi- sche Modernisierung und die Energiewende voranbring t und so neue Jobs und Zukunftsper- spektiven schafft.
#93Das Problem zu hoher Staats- und Bankschulden wollen wir nachhaltig ange- hen.
#94Für das Abtragen dieser Schulden darf sich nie mand seiner Verantwortung entziehen – die Banken nicht, indem sie ihre Schulden auf die Gemei nschaft abwälzen, und ebenso wenig die Staaten.
#95Wir GRÜNE wollen deshalb im Rahmen einer e uropäischen Bankenunion die Banken über einen Bankenabwicklungsfonds selbst für die Ko sten der Bankenabwicklungen aufkommen lassen, und wir wollen durch einen europäischen Sch uldentilgungspakt die Krisenländer über- haupt erst in die Lage versetzen, ihre Schulden abz utragen.
#96Uns geht es also um Hilfe zur Selbsthilfe.
#97Es ist richtig, von den Ländern, die K redithilfe bekommen, Reformen einzufordern.
#98Wo es zu lasche Regulierungen des eigenen Bankensek tors, sozial unausgewogene Steuersyste- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
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