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vom 18.07.2026 PDF
#803
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Nicht zuletzt der Skandal um fehlerhafte Brustimpla ntate hat nochmals deutlich gemacht, dass der Schutz der PatientInnen beim Marktzugang von Me dizinprodukten massiv gestärkt werden muss.
#804Arzneimittel- und Medizinproduktstudien müsse n den anerkannten Schutzstandards der Forschung am Menschen genügen, geschlechtsspezifisc he Unterschiede berücksichtigen und ei- ner Veröffentlichungspflicht unterliegen.
#805Wir streb en strengere Regelungen gegen die Einfluss- nahme der Pharma- und Hilfsmittelindustrie im Gesun dheitswesen an.
#806Wir setzen uns für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein, um dem aus ufernden Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier entgegenzuwirken.
#807Den weltweiten Zu gang zu lebenswichtigen Medikamen- ten wollen wir entschieden verbessern.
#808Die Bewältigung des demografischen Wandels ist eine der großen gesamteuropäischen Aufga- ben.
#809So können wir davon ausgehen, dass der Anteil der über 65-Jährigen in Europa in den nächsten 30 Jahren von heute 16 auf 28 Prozent anst eigen wird.
#810Wir wollen deshalb zusammen mit unseren EU-Partnern die Potenziale des Alters n utzen, im Arbeitsleben, in der Wirtschaft und im sozialen Miteinander.
#811Es wird in den nächste n Jahrzehnten aber auch mehr pflegebe- dürftige und an Demenz erkrankte Menschen geben.
#812Un ser Ziel ist es, diesen Menschen ein selbstbestimmtes und aktives Leben zu ermöglichen.
#813Dafür benötigen wir in Europa mehr Aus- tausch zur Pflegepolitik, bei dem auch Themen wie n eue Wohn- und Pflegeformen, Vereinbar- keit von Pflege und Beruf, Entlastung der familiäre n Pflege sowie Fachkräftebedarf in den Mit- telpunkt gerückt werden.
#814Für starke ArbeitnehmerInnenrechte EU-weit Für alle ArbeitnehmerInnen muss gelten: gleicher Lo hn für gleiche und gleichwertige Arbeit am gleichen Ort.
#815Das gilt für ArbeitnehmerInnen, die i n einem anderen Mitgliedstaat als Entsendete oder LeiharbeiterInnen arbeiten.
#816Versuchen, den Arb eits- und Gesundheitsschutz abzubauen, stellen wir uns entgegen.
#817Eine wirkungsvolle Umsetz ung der Entsenderichtlinie und die Perso- nenfreizügigkeit können eine Umgehung der Arbeitneh merInnenrechte durch Scheinselbstän- digkeit vermindern.
#818Wir GRÜNE begrüßen, dass die Europäische Kommission unsere langjährige Forderung nach Mindestlöhnen in jedem EU-Mitgliedstaat nun aufgrei ft.
#819Das bedeutet keinen einheitlichen Min- destlohn in der ganzen EU, aber einen garantierten Mindestlohn in allen EU-Staaten anhand von Kriterien, auf die sich innerhalb der EU verstä ndigt werden muss.
#820Wir unterstützen eine stärkere EU-weite Koordinierung von Tarifverhandlun gen.
#821Gleichzeitig setzen wir uns für eine Stärkung der Europäischen Betriebsräte ein.
#822Außerde m wollen wir die Frage der Arbeitszeit, da- bei besonders auch die Überstunden, auf die politis che Agenda setzen und gesamteuropäisch mit Gewerkschaften, ArbeitgeberInnen und der Zivilg esellschaft diskutieren.
#823Im Rahmen einer Reform der europäischen Arbeitszeitrichtlinie wolle n wir die Schlupflöcher schließen und eine Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#824BDK Dresden, 07.
#825Februar 2014 Reduzierung der Höchstarbeitszeit von momentan 48 S tunden pro Woche prüfen.
#826Bereitschafts- dienste müssen vollständig als Arbeitszeit anerkann t werden.
#827Wir GRÜNE konnten den schwachen Kommissionsvorschla g für eine Richtlinie zur Arbeitneh- merInnenentsendung in wichtigen Punkten verbessern: Umfassende Kontrollen und stärkere Sanktionen sollen helfen, die Rechte der entsandten Beschäftigten tatsächlich umzusetzen.
#828Wir fordern außerdem eine bessere Koordinierung von Ent sende- und Empfängerland und eine EU- weite Subunternehmerhaftung, wie sie in Deutschland seit Jahren erfolgreich praktiziert wird.
#829Vom Sozialabbau in Europa sind besonders Frauen str ukturell betroffen.
#830Auch wenn die Er- werbstätigenquote von Frauen in Europa in den letzt en Jahren gestiegen ist, werden sie immer noch schlechter bezahlt, arbeiten sie immer noch zu einem sehr viel höheren Prozentsatz in pre- kären und Teilzeitarbeitsverhältnissen sowie in unt erbezahlten Berufen.
#831Wir fordern einen ver- pflichtenden EU-Rahmen, mit dem gleiche Entlohnung für gleiche und gleichwertige Arbeit un- abhängig vom Geschlecht sichergestellt wird.
#832Es sin d nach wie vor überwiegend Frauen, die Fürsorge- und Pflegearbeit übernehmen.
#833Rigide Sparm aßnahmen, die den Abbau staatlicher In- frastruktur bewirken, treffen Frauen daher wesentli ch stärker.
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