Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 18.07.2026 PDF
#795
Auch i n diesem Bereich dürfen die Anstrengun- gen zur Bewältigung der Finanzkrise in den Mitglied staaten nicht dazu führen, dass insbesonde- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#796
Februar 2014 S.
#797
re für Menschen mit geringen Einkommen der Zugang z u einer guten Gesundheitsversorgung eingeschränkt oder gar verwehrt wird.
#798
Deshalb wolle n wir die gesundheitliche Daseinsvorsorge in allen Mitgliedstaaten stärken.
#799
Dazu gehören auch Vereinbarungen zu mehr Transparenz und PatientInnensicherheit, die die Versorgungsqualität in allen nationalen Gesundheitssystemen, aber insbesondere auch bei grenzüberschreitenden Ve rsorgungswegen, weiter vorantreiben.
#800
Es darf nicht dazu kommen, dass in einzelnen Mitgli edstaaten mit Verweis auf grenzüberschrei- tende Angebote die nationalen Versorgungssysteme rü ckgebaut bzw.
#801
nicht angemessen aufge- baut werden.
#802
GRÜNE streiten dafür, dass nationale G esundheitssysteme als Teil der sozialen Da- seinsvorsorge auch hinsichtlich der wohnortnahen Ve rsorgung nicht durch die Hintertür über das europäische Wettbewerbsrecht ausgehöhlt werden.
#803
Nicht zuletzt der Skandal um fehlerhafte Brustimpla ntate hat nochmals deutlich gemacht, dass der Schutz der PatientInnen beim Marktzugang von Me dizinprodukten massiv gestärkt werden muss.
#804
Arzneimittel- und Medizinproduktstudien müsse n den anerkannten Schutzstandards der Forschung am Menschen genügen, geschlechtsspezifisc he Unterschiede berücksichtigen und ei- ner Veröffentlichungspflicht unterliegen.
#805
Wir streb en strengere Regelungen gegen die Einfluss- nahme der Pharma- und Hilfsmittelindustrie im Gesun dheitswesen an.
#806
Wir setzen uns für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein, um dem aus ufernden Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier entgegenzuwirken.
#807
Den weltweiten Zu gang zu lebenswichtigen Medikamen- ten wollen wir entschieden verbessern.
#808
Die Bewältigung des demografischen Wandels ist eine der großen gesamteuropäischen Aufga- ben.
#809
So können wir davon ausgehen, dass der Anteil der über 65-Jährigen in Europa in den nächsten 30 Jahren von heute 16 auf 28 Prozent anst eigen wird.
#810
Wir wollen deshalb zusammen mit unseren EU-Partnern die Potenziale des Alters n utzen, im Arbeitsleben, in der Wirtschaft und im sozialen Miteinander.
#811
Es wird in den nächste n Jahrzehnten aber auch mehr pflegebe- dürftige und an Demenz erkrankte Menschen geben.
#812
Un ser Ziel ist es, diesen Menschen ein selbstbestimmtes und aktives Leben zu ermöglichen.
#813
Dafür benötigen wir in Europa mehr Aus- tausch zur Pflegepolitik, bei dem auch Themen wie n eue Wohn- und Pflegeformen, Vereinbar- keit von Pflege und Beruf, Entlastung der familiäre n Pflege sowie Fachkräftebedarf in den Mit- telpunkt gerückt werden.
#814
Für starke ArbeitnehmerInnenrechte EU-weit Für alle ArbeitnehmerInnen muss gelten: gleicher Lo hn für gleiche und gleichwertige Arbeit am gleichen Ort.
#815
Das gilt für ArbeitnehmerInnen, die i n einem anderen Mitgliedstaat als Entsendete oder LeiharbeiterInnen arbeiten.
#816
Versuchen, den Arb eits- und Gesundheitsschutz abzubauen, stellen wir uns entgegen.
#817
Eine wirkungsvolle Umsetz ung der Entsenderichtlinie und die Perso- nenfreizügigkeit können eine Umgehung der Arbeitneh merInnenrechte durch Scheinselbstän- digkeit vermindern.
#818
Wir GRÜNE begrüßen, dass die Europäische Kommission unsere langjährige Forderung nach Mindestlöhnen in jedem EU-Mitgliedstaat nun aufgrei ft.
#819
Das bedeutet keinen einheitlichen Min- destlohn in der ganzen EU, aber einen garantierten Mindestlohn in allen EU-Staaten anhand von Kriterien, auf die sich innerhalb der EU verstä ndigt werden muss.
#820
Wir unterstützen eine stärkere EU-weite Koordinierung von Tarifverhandlun gen.
#821
Gleichzeitig setzen wir uns für eine Stärkung der Europäischen Betriebsräte ein.
#822
Außerde m wollen wir die Frage der Arbeitszeit, da- bei besonders auch die Überstunden, auf die politis che Agenda setzen und gesamteuropäisch mit Gewerkschaften, ArbeitgeberInnen und der Zivilg esellschaft diskutieren.
#823
Im Rahmen einer Reform der europäischen Arbeitszeitrichtlinie wolle n wir die Schlupflöcher schließen und eine Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#824
BDK Dresden, 07.
#825
Februar 2014 Reduzierung der Höchstarbeitszeit von momentan 48 S tunden pro Woche prüfen.


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