Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 18.07.2026 PDF
#783
Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, dass mobile Arbeitn ehmerInnen über ihre sozialen Rechte um- fassend informiert und bei der Durchsetzung dieser Rechte unterstützt werden.
#784
Dazu fordern wir den Ausbau der EU-Beratungsstellen.
#785
Erworbene A nsprüche – in Bezug auf Gesundheit, Al- tersversorgung, Erwerbslosigkeit, Familienleistunge n sowie Arbeitsassistenzen und andere Teil- habeinstrumente für behinderte Menschen – sollen so überall in der EU leichter zugänglich ge- macht werden; administrative Hürden, wenn einE Arbe itnehmerIn den nächsten Job in einem anderen EU-Staat annimmt, sollen abgebaut werden.
#786
Für in der EU mobile ArbeitnehmerInnen müssen zudem bessere Lösungen für die Wahrung al- ler sozialen Rechte, insbesondere aktuell für die M itnahme von Zusatzrentenansprüchen, gefun- den werden.
#787
Wir begrüßen die Schritte zu einer vere infachten Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen – sie ist eine zentrale Vorausset zung für die Mobilität von ArbeitnehmerInnen in Europa.
#788
Diesen Weg wollen wir weitergehen.
#789
Ein soziales Europa heißt für uns auch, dass alle M enschen in Würde leben können.
#790
Eine Grund- sicherung gewährleistet die soziokulturelle Teilhab e an der Gesellschaft.
#791
Unser Ziel ist es, dass alle Menschen Anspruch auf eine soziale Grundsicher ung erhalten.
#792
Die Höhe soll angelehnt sein an die wirtschaftliche und soziale Situation im jew eiligen Land und sich insbesondere an der EU- Armutsdefinition orientieren.
#793
Wir setzen uns deshal b für eine europäische Rahmenrichtlinie für eine Grundsicherung ein, die grundlegende Prinzipie n europäisch festschreibt.
#794
Gute Gesundheits- und Pflegeversorgung für al le Menschen in Europa Die europäische Grundrechtecharta fordert zu Recht einen allgemeinen Zugang aller Menschen zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung.
#795
Auch i n diesem Bereich dürfen die Anstrengun- gen zur Bewältigung der Finanzkrise in den Mitglied staaten nicht dazu führen, dass insbesonde- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#796
Februar 2014 S.
#797
re für Menschen mit geringen Einkommen der Zugang z u einer guten Gesundheitsversorgung eingeschränkt oder gar verwehrt wird.
#798
Deshalb wolle n wir die gesundheitliche Daseinsvorsorge in allen Mitgliedstaaten stärken.
#799
Dazu gehören auch Vereinbarungen zu mehr Transparenz und PatientInnensicherheit, die die Versorgungsqualität in allen nationalen Gesundheitssystemen, aber insbesondere auch bei grenzüberschreitenden Ve rsorgungswegen, weiter vorantreiben.
#800
Es darf nicht dazu kommen, dass in einzelnen Mitgli edstaaten mit Verweis auf grenzüberschrei- tende Angebote die nationalen Versorgungssysteme rü ckgebaut bzw.
#801
nicht angemessen aufge- baut werden.
#802
GRÜNE streiten dafür, dass nationale G esundheitssysteme als Teil der sozialen Da- seinsvorsorge auch hinsichtlich der wohnortnahen Ve rsorgung nicht durch die Hintertür über das europäische Wettbewerbsrecht ausgehöhlt werden.
#803
Nicht zuletzt der Skandal um fehlerhafte Brustimpla ntate hat nochmals deutlich gemacht, dass der Schutz der PatientInnen beim Marktzugang von Me dizinprodukten massiv gestärkt werden muss.
#804
Arzneimittel- und Medizinproduktstudien müsse n den anerkannten Schutzstandards der Forschung am Menschen genügen, geschlechtsspezifisc he Unterschiede berücksichtigen und ei- ner Veröffentlichungspflicht unterliegen.
#805
Wir streb en strengere Regelungen gegen die Einfluss- nahme der Pharma- und Hilfsmittelindustrie im Gesun dheitswesen an.
#806
Wir setzen uns für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein, um dem aus ufernden Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier entgegenzuwirken.
#807
Den weltweiten Zu gang zu lebenswichtigen Medikamen- ten wollen wir entschieden verbessern.
#808
Die Bewältigung des demografischen Wandels ist eine der großen gesamteuropäischen Aufga- ben.
#809
So können wir davon ausgehen, dass der Anteil der über 65-Jährigen in Europa in den nächsten 30 Jahren von heute 16 auf 28 Prozent anst eigen wird.
#810
Wir wollen deshalb zusammen mit unseren EU-Partnern die Potenziale des Alters n utzen, im Arbeitsleben, in der Wirtschaft und im sozialen Miteinander.
#811
Es wird in den nächste n Jahrzehnten aber auch mehr pflegebe- dürftige und an Demenz erkrankte Menschen geben.
#812
Un ser Ziel ist es, diesen Menschen ein selbstbestimmtes und aktives Leben zu ermöglichen.
#813
Dafür benötigen wir in Europa mehr Aus- tausch zur Pflegepolitik, bei dem auch Themen wie n eue Wohn- und Pflegeformen, Vereinbar- keit von Pflege und Beruf, Entlastung der familiäre n Pflege sowie Fachkräftebedarf in den Mit- telpunkt gerückt werden.


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