Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 18.07.2026 PDF
#761
Seit Gründung gibt es des- halb in der EU eine Schieflage zwischen wirtschaftl ichen Freiheiten und sozialen Rechten.
#762
Für uns gilt: Arbeits- und Sozialstandards müssen i n der EU gestärkt werden.
#763
Insbesondere wol- len wir Mindeststandards in Bezug auf Armutsbekämpf ung und die Beseitigung von Benachteili- gungen in den Bereichen Bildung, Ausbildung und soz iale Inklusion.
#764
Wir fordern eine soziale Fortschrittsklausel im EU-Recht.
#765
Es wäre dann nicht mehr möglich, dass der Europäische Ge- richtshof wie in der Vergangenheit im Namen der Fre izügigkeit das nationale Streikrecht oder Tarifverträge einschränkt.
#766
Die Grundfreiheiten des Binnenmarkts dürfen nicht so ausgelegt wer- den, dass sie soziale Rechte unterwandern.
#767
Soziale und arbeitsrechtliche Standards in der öffent- lichen Daseinsvorsorge, einschließlich der sozialen , bildungs- und arbeitsmarktpolitischen und gesundheitlichen Dienstleistungen, sowie bei der Wo hnraumversorgung sollen Priorität gegen- über dem europäischen Wettbewerbsrecht haben – dara n wollen wir weiter arbeiten.
#768
Wenn in Zukunft die europäische Ebene stärker bei d er Haushalts- und Wirtschaftspolitik mit- spricht und wir bei steuerpolitischen Fragen enger zusammen arbeiten wollen, dann müssen auch grundlegende soziale Fragen europäisch diskuti ert werden – ohne alles zu vereinheitlichen.
#769
Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#770
BDK Dresden, 07.
#771
Februar 2014 Neben den in diesem Programm beschriebenen Zielen b rauchen wir eine breite Diskussion dar- über, welche gemeinsamen Ziele wir für die soziale Absicherung in Europa sehen und wie die Zukunft der Sozialsysteme in einem zusammenwachsend en Europa aussehen soll.
#772
Solidarität und Zusammenhalt müssen in einer sich vertiefenden Europäischen Union neu gedacht werden; es geht nicht mehr nur um Solidarität mit den Benac hteiligten der „eigenen“ Gesellschaft, son- dern um gegenseitige Verantwortung für die Schwächs ten überall in Europa.
#773
Wir müssen fürein- ander eintreten über nationale Grenzen hinaus.
#774
Dies e Fragen über die Zukunft eines sozialen Europa sollen bei dem Europäischen Konvent öffentli ch diskutiert werden.
#775
Grenzüberschreitend sozial Als Folge der harten Sparmaßnahmen haben in vielen Ländern die Sozialausgaben und die Qua- lität der sozialen Sicherungssysteme abgenommen; di e Zahl der Bedürftigen ist hingegen gestie- gen.
#776
Die von der Troika vorangebrachte Kürzungspoli tik wird oftmals für die Schleifung des Streikrechts und der Tarifverträge missbraucht.
#777
Die s schädigt das Vertrauen in die EU und die Demokratie.
#778
Armutsbekämpfung, Chancengleichheit bei Bildung und Ausbildung sowie soziale Inklusion sind uns wichtig.
#779
Wir wollen diese EU-2020-Ziele für die Mitgliedstaaten verbindlich machen.
#780
Bei der Erarbeitung der länderspezifischen Empfehlu ngen des Europäischen Semesters sollten die Sozialpartner angehört werden; soziale und Beschäft igungsindikatoren müssen in der wirtschaft- lichen Steuerung und damit in der Überprüfungsproze dur für makroökonomische Ungleichge- wichte verankert werden.
#781
Die Kluft zwischen Arm und Reich wollen wir wieder abbauen und Reiche stärker an der Finan- zierung von öffentlichen Leistungen und den Altlast en der Krise beteiligen.
#782
Unser europäischer Steuerpakt liefert gute Vorschläge für eine faire E rhöhung der staatlichen Einnahmen zur Finan- zierung der sozialen Grundaufgaben.
#783
Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, dass mobile Arbeitn ehmerInnen über ihre sozialen Rechte um- fassend informiert und bei der Durchsetzung dieser Rechte unterstützt werden.
#784
Dazu fordern wir den Ausbau der EU-Beratungsstellen.
#785
Erworbene A nsprüche – in Bezug auf Gesundheit, Al- tersversorgung, Erwerbslosigkeit, Familienleistunge n sowie Arbeitsassistenzen und andere Teil- habeinstrumente für behinderte Menschen – sollen so überall in der EU leichter zugänglich ge- macht werden; administrative Hürden, wenn einE Arbe itnehmerIn den nächsten Job in einem anderen EU-Staat annimmt, sollen abgebaut werden.
#786
Für in der EU mobile ArbeitnehmerInnen müssen zudem bessere Lösungen für die Wahrung al- ler sozialen Rechte, insbesondere aktuell für die M itnahme von Zusatzrentenansprüchen, gefun- den werden.
#787
Wir begrüßen die Schritte zu einer vere infachten Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen – sie ist eine zentrale Vorausset zung für die Mobilität von ArbeitnehmerInnen in Europa.
#788
Diesen Weg wollen wir weitergehen.
#789
Ein soziales Europa heißt für uns auch, dass alle M enschen in Würde leben können.
#790
Eine Grund- sicherung gewährleistet die soziokulturelle Teilhab e an der Gesellschaft.
#791
Unser Ziel ist es, dass alle Menschen Anspruch auf eine soziale Grundsicher ung erhalten.


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