Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 18.07.2026 PDF
#750
Im Zusammenspiel mit zukunftsweisenden ge- meinschaftlichen Politiken kann so ein hoher europä ischer Mehrwert erzielt werden.
#751
Wir wollen, dass die Initiativen und AkteurInnen vor Ort von de n Strukturfonds profitieren, nicht nur im ländlichen Raum, sondern auch in sozialen Projekten in den Stadtvierteln.
#752
Es kommt jetzt darauf an, dass die Mitgliedstaaten und in Deutschland vor allem die Bundeslän- der die Neuausrichtung der Kohäsionspolitik nutzen und in ihren Programmen einen Ansatz nachhaltiger und klimaschutzfördernder Investitions politik wählen.
#753
Als Instrument zur Bewältigung der Krise spielen di e neuen Ziele der Kohäsionspolitik eine wich- tige Rolle, da so durch direkte Investition in kris engeschüttelten Regionen nachhaltige Entwick- lung unterstützt werden kann.
#754
EIN EUROPA FÜR ALLE – SOZIAL UND GERECHT B.
#755
Soziale Grundrechte in Europa stärken Wir GRÜNE wollen Europa voranbringen – wir wollen e in soziales und gerechtes Europa.
#756
Wir wollen Europa als einen Raum der Teilhabe, der sozi alen Rechte und Sozialstandards für alle ausbauen.
#757
Dazu gehören auch Barrierefreiheit und ei ne inklusive Gesellschaft.
#758
Seit Beginn des europäischen Projekts hinkt die soz iale Integration dem Binnenmarkt hinterher.
#759
Die Grenzen wurden für Waren, Kapital, Dienstleistu ngen und ArbeitnehmerInnen geöffnet.
#760
Doch die Sozialpolitik und die sozialen Sicherungss ysteme blieben unter Obhut der National- staaten, weil diese sich sträubten, Kompetenzen an die europäische Ebene abzugeben und sich über gemeinsame Ziele der Sozialpolitik europäisch zu verständigen.
#761
Seit Gründung gibt es des- halb in der EU eine Schieflage zwischen wirtschaftl ichen Freiheiten und sozialen Rechten.
#762
Für uns gilt: Arbeits- und Sozialstandards müssen i n der EU gestärkt werden.
#763
Insbesondere wol- len wir Mindeststandards in Bezug auf Armutsbekämpf ung und die Beseitigung von Benachteili- gungen in den Bereichen Bildung, Ausbildung und soz iale Inklusion.
#764
Wir fordern eine soziale Fortschrittsklausel im EU-Recht.
#765
Es wäre dann nicht mehr möglich, dass der Europäische Ge- richtshof wie in der Vergangenheit im Namen der Fre izügigkeit das nationale Streikrecht oder Tarifverträge einschränkt.
#766
Die Grundfreiheiten des Binnenmarkts dürfen nicht so ausgelegt wer- den, dass sie soziale Rechte unterwandern.
#767
Soziale und arbeitsrechtliche Standards in der öffent- lichen Daseinsvorsorge, einschließlich der sozialen , bildungs- und arbeitsmarktpolitischen und gesundheitlichen Dienstleistungen, sowie bei der Wo hnraumversorgung sollen Priorität gegen- über dem europäischen Wettbewerbsrecht haben – dara n wollen wir weiter arbeiten.
#768
Wenn in Zukunft die europäische Ebene stärker bei d er Haushalts- und Wirtschaftspolitik mit- spricht und wir bei steuerpolitischen Fragen enger zusammen arbeiten wollen, dann müssen auch grundlegende soziale Fragen europäisch diskuti ert werden – ohne alles zu vereinheitlichen.
#769
Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#770
BDK Dresden, 07.
#771
Februar 2014 Neben den in diesem Programm beschriebenen Zielen b rauchen wir eine breite Diskussion dar- über, welche gemeinsamen Ziele wir für die soziale Absicherung in Europa sehen und wie die Zukunft der Sozialsysteme in einem zusammenwachsend en Europa aussehen soll.
#772
Solidarität und Zusammenhalt müssen in einer sich vertiefenden Europäischen Union neu gedacht werden; es geht nicht mehr nur um Solidarität mit den Benac hteiligten der „eigenen“ Gesellschaft, son- dern um gegenseitige Verantwortung für die Schwächs ten überall in Europa.
#773
Wir müssen fürein- ander eintreten über nationale Grenzen hinaus.
#774
Dies e Fragen über die Zukunft eines sozialen Europa sollen bei dem Europäischen Konvent öffentli ch diskutiert werden.
#775
Grenzüberschreitend sozial Als Folge der harten Sparmaßnahmen haben in vielen Ländern die Sozialausgaben und die Qua- lität der sozialen Sicherungssysteme abgenommen; di e Zahl der Bedürftigen ist hingegen gestie- gen.
#776
Die von der Troika vorangebrachte Kürzungspoli tik wird oftmals für die Schleifung des Streikrechts und der Tarifverträge missbraucht.
#777
Die s schädigt das Vertrauen in die EU und die Demokratie.
#778
Armutsbekämpfung, Chancengleichheit bei Bildung und Ausbildung sowie soziale Inklusion sind uns wichtig.
#779
Wir wollen diese EU-2020-Ziele für die Mitgliedstaaten verbindlich machen.
#780
Bei der Erarbeitung der länderspezifischen Empfehlu ngen des Europäischen Semesters sollten die Sozialpartner angehört werden; soziale und Beschäft igungsindikatoren müssen in der wirtschaft- lichen Steuerung und damit in der Überprüfungsproze dur für makroökonomische Ungleichge- wichte verankert werden.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: