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vom 18.07.2026 PDF
#659
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Die von der EU-Kommission vorgesehene Bankenunion sieht neben d er gemeinsamen europäischen Ban- kenaufsicht auch einen europäischen Abwicklungsmech anismus für Pleitebanken vor und einen Abwicklungsfonds, den die Banken – und nicht die St euerzahlerInnen – finanzieren.
#660Bis eine an- gemessene Kapazität durch Bankenabgaben erreicht is t, könnte dieser Fonds rückzahlpflichtige Kredite beim Europäischen Stabilitätsmechanismus (E SM) aufnehmen, damit Bankenkrisen nicht weiter nationalen Haushalten zur Last fallen.
#661Das i st richtig, denn die Banken müssen ihre Ver- luste selber tragen.
#662Dazu gehört auch, dass Aktionä re, Gläubiger und Einlagen über 100.
#663Euro (in dieser Reihenfolge) als erstes herangezoge n werden.
#664Wir begrüßen die neue Bankenaufsicht, die bei der E uropäischen Zentralbank angesiedelt ist, als ersten guten Schritt.
#665Die Schaffung einer – unabhän gigen – europäischen Abwicklungsbehörde und eines bankenfinanzierten Abwicklungsfonds für „ kranke" Banken ist zentral als zweiter Schritt.
#666Nur so ist garantiert, dass Banken im Fall der Fälle abgewickelt werden.
#667Doch leider hat die Große Koalition bisher beides verhindert.
#668Schäu ble & Co.
#669wollen eine komplizierte Entschei- dungsstruktur schaffen, bei der die Nationalstaaten der betroffenen Banken das letzte Wort ha- ben.
#670Zudem sollen noch bis 2025 die Steuerzahlerinn en und Steuerzahler für abwicklungsreife Banken herangezogen werden können.
#671Nun wird das Eur opäische Parlament versuchen zu ret- ten, was noch zu retten ist.
#672Ob es einen effektiven Bankenabwicklungsmechanismus geben wird, wird sich erst kurz vor den Europawahlen fina l entscheiden.
#673Als dritten Schritt brauchen wir koordinierte Einlagensicherungssysteme, die Ein lagen von SparerInnen bis 100.
#674Euro ab- sichern.
#675Banken sind für Menschen und die Wirtschaft d a Sogenannte systemrelevante Institute wie die Deutsc he Bank erhalten kostenlos indirekte Ret- tungsgarantien in Milliardenhöhe von den Steuerzahl erInnen.
#676Besonders konservative und libe-derzeit bezahlen Schüler (Unternehmen) ihre Lehrer (Ratingagenturen) für ihre Noten, was be- deutet, dass Interessenkonflikte im System angelegt sind.
#677Die Gründung einer unabhängigen (europäischen) Rating-Stiftung ist ein erster richt iger Schritt, um den Wettbewerb zu erhöhen.
#678Auf den Finanzmärkten ist mit dem Hochfrequenzhande l ein absurder Wettkampf um das schnellste Handelssystem entstanden.
#679Dieser Wettlau f erfüllt keine für die Realwirtschaft sinn- volle Funktion und verdrängt die von uns gewünschte n langfristigen Investoren, die Unterneh- men tatsächlich Kapital zur Verfügung stellen wolle n.
#680Wir wollen eine stärkere Belastung des Hochfrequenzhandels zugunsten langfristiger Investo ren.
#681Deshalb kämpfen wir für eine EU-wei- te Finanztransaktionsteuer, die alle Arten von Fina nztransaktionen umfasst.
#682Sie würde Spekulati- on eindämmen, stabilisierend auf die Finanzmärkte w irken und hohe Einnahmen schaffen.
#683Diese Einnahmen sollten neben der Krisenbewältigung auch für die Finanzierung von globalen öffent- lichen Gütern, vor allem Armutsbekämpfung und den K ampf gegen den Klimawandel, verwen- det werden.
#684Die von Finanzminister Wolfgang Schäubl e und Bundeskanzlerin Angela Merkel geforderte Mini-Steuer entfaltet kaum Wirkung.
#685FÜR EINE WIRTSCHAFTS- UND FINANZUNION B.
#686Die Gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik weiterentwickeln und demokratisieren Ohne eine abgestimmte Wirtschafts- und Haushaltspol itik bleibt der politische Rahmen der ge- meinsamen Währung unvollendet.
#687Eine gemeinsame Währ ung ist mit wirtschafts- und haus- haltspolitischer Kleinstaaterei schwer zu vereinbar en.
#688Wir wollen, dass der Europäische Stabilitätsmechani smus (ESM) zu einer echten Gemeinschafts- institution innerhalb der EU-Verträge wird.
#689Erst da nn werden wichtige Entscheidungen vom Eu- ropäischen Parlament getroffen werden können.
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