Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 18.07.2026 PDF
#649
Kampf gegen Wirtschaftskriminalität Geldwäsche, Zoll- und Mehrwertsteuerbetrug haben er hebliche Ausmaße in Europa angenom- men – auch hier sind Einnahmeverluste für Staaten d ie Folge.
#650
Während der Krisendiskussion stand deren Bekämpfung weit hintan.
#651
Wir GRÜNE wolle n sicherstellen, dass die Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität wieder eine angemessen hohe Priorität in Europa erhält.
#652
Nur wenn Europa grenzüberschreitend zusammenarbeitet, können diese Probleme gelöst werden.
#653
FINANZMÄRKTE AN DIE LEINE NEHMEN B.
#654
Für eine Europäische Bankenunion Wir GRÜNE fordern eine gemeinsame europäische Finan zpolitik, die Schluss macht mit einer Politik der Alibiregulierung.
#655
Wir wollen, dass gren züberschreitende Finanzdienstleister klaren Re- geln unterstellt werden und sie sich wieder in den Dienst der Menschen und der Realwirtschaft stellen.
#656
Wir streiten für einen Finanzmarkt in der EU, der sicher, stabil und produktiv ist und sei- nen Teil zum Gemeinwesen beiträgt.
#657
Von einer europä ischen Finanzarchitektur, die dem Men- schen dient, sind wir derzeit weit entfernt.
#658
Wir streiten für eine europäische Bankenunion als n otwendige Ergänzung zu einer gemeinsa- men Währung, um endlich den Teufelskreis von Banken - und Schuldenkrise zu durchbrechen und dafür zu sorgen, dass „kranke“ Banken identifiz iert und abgewickelt werden.
#659
Die von der EU-Kommission vorgesehene Bankenunion sieht neben d er gemeinsamen europäischen Ban- kenaufsicht auch einen europäischen Abwicklungsmech anismus für Pleitebanken vor und einen Abwicklungsfonds, den die Banken – und nicht die St euerzahlerInnen – finanzieren.
#660
Bis eine an- gemessene Kapazität durch Bankenabgaben erreicht is t, könnte dieser Fonds rückzahlpflichtige Kredite beim Europäischen Stabilitätsmechanismus (E SM) aufnehmen, damit Bankenkrisen nicht weiter nationalen Haushalten zur Last fallen.
#661
Das i st richtig, denn die Banken müssen ihre Ver- luste selber tragen.
#662
Dazu gehört auch, dass Aktionä re, Gläubiger und Einlagen über 100.
#663
Euro (in dieser Reihenfolge) als erstes herangezoge n werden.
#664
Wir begrüßen die neue Bankenaufsicht, die bei der E uropäischen Zentralbank angesiedelt ist, als ersten guten Schritt.
#665
Die Schaffung einer – unabhän gigen – europäischen Abwicklungsbehörde und eines bankenfinanzierten Abwicklungsfonds für „ kranke" Banken ist zentral als zweiter Schritt.
#666
Nur so ist garantiert, dass Banken im Fall der Fälle abgewickelt werden.
#667
Doch leider hat die Große Koalition bisher beides verhindert.
#668
Schäu ble & Co.
#669
wollen eine komplizierte Entschei- dungsstruktur schaffen, bei der die Nationalstaaten der betroffenen Banken das letzte Wort ha- ben.
#670
Zudem sollen noch bis 2025 die Steuerzahlerinn en und Steuerzahler für abwicklungsreife Banken herangezogen werden können.
#671
Nun wird das Eur opäische Parlament versuchen zu ret- ten, was noch zu retten ist.
#672
Ob es einen effektiven Bankenabwicklungsmechanismus geben wird, wird sich erst kurz vor den Europawahlen fina l entscheiden.
#673
Als dritten Schritt brauchen wir koordinierte Einlagensicherungssysteme, die Ein lagen von SparerInnen bis 100.
#674
Euro ab- sichern.
#675
Banken sind für Menschen und die Wirtschaft d a Sogenannte systemrelevante Institute wie die Deutsc he Bank erhalten kostenlos indirekte Ret- tungsgarantien in Milliardenhöhe von den Steuerzahl erInnen.
#676
Besonders konservative und libe-derzeit bezahlen Schüler (Unternehmen) ihre Lehrer (Ratingagenturen) für ihre Noten, was be- deutet, dass Interessenkonflikte im System angelegt sind.
#677
Die Gründung einer unabhängigen (europäischen) Rating-Stiftung ist ein erster richt iger Schritt, um den Wettbewerb zu erhöhen.
#678
Auf den Finanzmärkten ist mit dem Hochfrequenzhande l ein absurder Wettkampf um das schnellste Handelssystem entstanden.
#679
Dieser Wettlau f erfüllt keine für die Realwirtschaft sinn- volle Funktion und verdrängt die von uns gewünschte n langfristigen Investoren, die Unterneh- men tatsächlich Kapital zur Verfügung stellen wolle n.


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