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vom 18.07.2026 PDF
#627
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So wollen wir auch, dass hohe Ver- mögen zu einer Vermögensabgabe herangezogen werden, um drohende Staatsbankrotte von Staaten unter dem Euro-Rettungsschirm abzuwenden, w as auch inzwischen die Bundesbank vorgeschlagen hat.
#628Unser langfristiges Ziel bleibt neben einer politis chen Union eine stabile Fiskalunion.
#629Dazu kön- nen gemeinsame Anleihen für unsere gemeinsame Währu ng sinnvoll sein, damit die Finanz- märkte nicht mehr einzelne Länder gegeneinander aus spielen.
#630Diese europäischen Anleihen, die an strenge Auflagen und eine klar definierte gemein schaftliche Haftungszusage aller Mitglied- staaten gebunden sein müssen, können dazu beitragen , die Eurozone auf ein dauerhaft solides Fundament zu stellen.
#631Für mehr Steuergerechtigkeit Staaten brauchen Einnahmen, um die Gesamtheit der s taatlichen Ausgaben zu finanzieren so- wie Schulden abzubauen.
#632Durch Steuerschlupflöcher, unlauteren Wettbewerb und Kriminalität gehen in der EU jährlich 1000 Milliarden Euro an St euereinnahmen, also 2000 Euro je EU-Bür- gerIn, verloren.
#633Gerade die Kommunen, die regelmäßi g bei der Gewerbesteuer das Nachsehen haben, brauchen ein starkes Europa, das entschieden gegen Steuerschlupflöcher und Steuer- dumping vorgeht.
#634Steueroasen innerhalb und außerhal b der EU können ganz legal genutzt wer- den, um keine oder nur sehr geringe Steuern zu zahl en.
#635Dazu kommen Steuerbetrug und Steu- erhinterziehung, die sich die Komplexität der inter nationalen Besteuerung sowie die fehlende Transparenz von Finanzgeschäften zu Nutze machen.
#636W ir GRÜNE fordern ein umfassendes Pro- gramm zum Kampf gegen Steuerdumping und Steuergesta ltung sowie zur Erhöhung der Trans- parenz.
#637Um schädlichen Steuerwettbewerb zwischen de n Ländern zu verhindern, brauchen wir eine europäische Definition von Steuerdumping und e ine Liste von Steuervergehen.
#638In der geltenden EU-Unternehmenssteuergesetzgebung müssen die Schlupflöcher gestopft wer- den.
#639Eine gemeinsame Bemessungsgrundlage für die Kö rperschaftssteuer sowie ein Mindest- steuersatz müssen folgen, um zu verhindern, dass si ch EU-Länder bei der Unternehmensbe- steuerung immer weiter unterbieten.
#640Briefkastenfirm en, ob als Firma, Trust oder Stiftung verklei- det, sollten enttarnt werden.
#641Transparenz über die eigentlichen EigentümerInnen ist eine Kern- bedingung, die wir im EU-Recht verankern wollen.
#642Mi t länderbezogenen Berichterstattungs- pflichten für alle international tätigen Unternehme n wollen wir die Steuerzahlungen transparent machen und Steuergestaltungen offenlegen.
#643Und mit e iner Erweiterung der EU-Zinsrichtlinie auf alle Finanztransaktionen und ihrer Harmonisierung m it Ländern außerhalb der EU (insbesondere Schweiz, USA, asiatische Finanzplätze) wollen wir d er Steuerhinterziehung wirksam einen Riegel BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#644Februar 2014 S.
#645vorschieben („Weißgeldstrategie“).
#646Der datenschutzk onforme automatische Informationsaus- tausch über im Ausland erzielte Vermögenserträge mu ss Standard werden.
#647Zur Verwirklichung all dieser Ziele brauchen wir ei ne gemeinsame europäische Steuerpolitik auf der Basis von Mehrheitsentscheidungen in den europä ischen Institutionen.
#648Wir dürfen nicht län- ger zulassen, dass einzelne Staaten Fortschritte be i der Steuerharmonisierung blockieren, um ih- ren eigenen Status als Steuerdumpingland zu schütze n.
#649Kampf gegen Wirtschaftskriminalität Geldwäsche, Zoll- und Mehrwertsteuerbetrug haben er hebliche Ausmaße in Europa angenom- men – auch hier sind Einnahmeverluste für Staaten d ie Folge.
#650Während der Krisendiskussion stand deren Bekämpfung weit hintan.
#651Wir GRÜNE wolle n sicherstellen, dass die Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität wieder eine angemessen hohe Priorität in Europa erhält.
#652Nur wenn Europa grenzüberschreitend zusammenarbeitet, können diese Probleme gelöst werden.
#653FINANZMÄRKTE AN DIE LEINE NEHMEN B.
#654Für eine Europäische Bankenunion Wir GRÜNE fordern eine gemeinsame europäische Finan zpolitik, die Schluss macht mit einer Politik der Alibiregulierung.
#655Wir wollen, dass gren züberschreitende Finanzdienstleister klaren Re- geln unterstellt werden und sie sich wieder in den Dienst der Menschen und der Realwirtschaft stellen.
#656Wir streiten für einen Finanzmarkt in der EU, der sicher, stabil und produktiv ist und sei- nen Teil zum Gemeinwesen beiträgt.
#657Von einer europä ischen Finanzarchitektur, die dem Men- schen dient, sind wir derzeit weit entfernt.
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