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vom 18.07.2026 PDF
#548
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Für einen stabilen Euro Wer den Euro-Austritt einzelner Länder herbeireden will, verkennt die europapolitischen und die ökonomischen Realitäten.
#549Der Euro ist der sichtbarste Ausdruck für gelebte e uropäische Integration.
#550Der Euro trägt zur Zu- sammengehörigkeit in Europa bei.
#551Von Spanien bis Fi nnland, von Frankreich bis Malta zahlen die Menschen mit derselben Währung.
#552Die Wirtschaft in Deutschland hat enorm durch den E uro profitiert.
#553Wenn Deutschland jemals aus dem Euro austreten würde, würde die D-Mark so d ramatisch gegenüber allen anderen Währungen aufgewertet werden, dass deutsche Produkt e international nicht mehr wettbe- werbsfähig wären.
#554Die Arbeitslosigkeit in Deutschla nd würde in die Höhe schnellen.
#555Ein Zusam- menbruch des Euro würde eine Wirtschafts- und Finan zkrise auslösen, die die Finanzkrise der letzten Jahre weit in den Schatten stellen würde.
#556W ürde ein Krisenstaat aus dem Euro ausschei- den, würde schlagartig jegliches Kapital von dort a bgezogen.
#557Die Wirtschaft dort und überall in Europa käme zum Stillstand.
#558Deutschland müsste als Gläubiger wohl erhebliche Verluste auf die bisher gewährten Hilfskredite hinnehmen.
#559Für uns is t deshalb der Zusammenhalt der Eurozone ein zentrales Ziel.
#560Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#561BDK Dresden, 07.
#562Februar 2014 Wer den Euro nicht scheitern lassen und in der Folg e massive soziale und wirtschaftliche Ver- werfungen riskieren wollte, musste den Rettungspake ten als kurzfristiger Krisenmaßnahme zu- stimmen.
#563Wir haben das bei aller Kritik getan.
#564Dies en Weg sind wir gegangen, um den von der Krise am stärksten betroffenen Ländern Zugang zu be zahlbaren Krediten zu ermöglichen und damit den Euro zu stabilisieren.
#565Die EU verfügte zu Beginn der Krise über keinen Mechanismus zur Stabilisierung des Euro.
#566Es war daher notwendig , Instrumente wie den Europäischen Stabili- tätsmechanismus (ESM) zu schaffen.
#567Wir haben gleich zeitig dafür gekämpft – und tun es immer noch –, mit einer grundlegenden Reform der Finanzmä rkte eine der zentralen Krisenursachen anzugehen.
#568Gleiches gilt für unsere Kritik an den w irtschaftlichen Ungleichgewichten in der Eu- ro-Zone.
#569Wir sehen den Bedarf für Reformen in den Empfängerl ändern, aber wir kritisieren unsoziale Konditionen von Rettungsmaßnahmen und demokratische Defizite beim Krisenmanagement.
#570Wir sagten nicht „Ja und Amen“, sondern wir sagten „Ja, wenigstens das“ und kämpfen wei- terhin für unsere Forderungen nach einer sozial ver träglichen und wirtschaftlich nachhaltigen Ausgestaltung der Konsolidierungsmaßnahmen, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.
#571Die kurzfristig dringendste Aufgabe ist es, die Kri se zu überwinden.
#572Langfristig benötigen wir Rahmenbedingungen, die verhindern, dass es wieder z u einer Krise dieses Ausmaßes kommen kann.
#573Um die Teufelsspirale in den Staaten unter de m Euro-Rettungsschirm zu durchbrechen, muss zuerst die Unsicherheit über die Zukunft des E uro ein Ende haben.
#574Das ist eine Grundvor- aussetzung dafür, dass Menschen und Unternehmen dor t wieder investieren.
#575Gleichzeitig muss die Nachfrage in den Krisenländern wieder in Gang k ommen, damit eine positive Spirale von In- vestitionen, sinkender Arbeitslosigkeit, steigenden Einkommen und Tragfähigkeit der Schulden- last einsetzen kann.
#576Mit dem Green New Deal aus der Krise Mit dem Green New Deal setzen wir an den Wurzeln de r Krise an.
#577Mit ihm wollen wir unser Wirtschaften insgesamt ökologischer und nachhaltige r gestalten.
#578Durch Investitionen in die Energiewende, in Klimaschutz und neue Infrastruktur en schafft der Green New Deal in einem ersten Schritt dringend benötigte Jobs und Zukunfts perspektiven.
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