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vom 18.07.2026 PDF
#539
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Erst die Angst vor einem Austritt Griech enlands und einem Auseinanderbrechen des Euros hat die Krise auf ganz Europa ausgeweitet.
#540Die Politik der Bundesregierung hat maßgeblich zur Verschärfung der Krise beigetragen.
#541Hoch- rangige VertreterInnen der Regierungskoalition spek ulierten über einen möglichen Austritt ein- zelner Staaten aus dem Euro.
#542Damit wurde die Kapita lflucht befeuert und die Wirtschaft ausge- bremst.
#543Investitionen und langfristiger Konsum kame n zum Stillstand.
#544So setzte die Bundesre- gierung das Vertrauen in Deutschland als starke Stü tze für den Zusammenhalt in Europa aufs Spiel und befeuerte all jene, die einzelne Staaten aus der Eurozone treiben wollten.
#545Auch die re- zessive Wirkung der Ausgabenkürzungen wurde in viel en Staaten unterschätzt und zu viele Haushaltsvorgaben waren unrealistisch.
#546Zu wenig wur de von der Bundesregierung – zum Teil auch gegen politische Widerstände vor Ort – getan, um die notwendigen Lasten sozial gerech- ter zu verteilen.
#547Es fehlten stärkere Signale europ äischer Solidarität.
#548Für einen stabilen Euro Wer den Euro-Austritt einzelner Länder herbeireden will, verkennt die europapolitischen und die ökonomischen Realitäten.
#549Der Euro ist der sichtbarste Ausdruck für gelebte e uropäische Integration.
#550Der Euro trägt zur Zu- sammengehörigkeit in Europa bei.
#551Von Spanien bis Fi nnland, von Frankreich bis Malta zahlen die Menschen mit derselben Währung.
#552Die Wirtschaft in Deutschland hat enorm durch den E uro profitiert.
#553Wenn Deutschland jemals aus dem Euro austreten würde, würde die D-Mark so d ramatisch gegenüber allen anderen Währungen aufgewertet werden, dass deutsche Produkt e international nicht mehr wettbe- werbsfähig wären.
#554Die Arbeitslosigkeit in Deutschla nd würde in die Höhe schnellen.
#555Ein Zusam- menbruch des Euro würde eine Wirtschafts- und Finan zkrise auslösen, die die Finanzkrise der letzten Jahre weit in den Schatten stellen würde.
#556W ürde ein Krisenstaat aus dem Euro ausschei- den, würde schlagartig jegliches Kapital von dort a bgezogen.
#557Die Wirtschaft dort und überall in Europa käme zum Stillstand.
#558Deutschland müsste als Gläubiger wohl erhebliche Verluste auf die bisher gewährten Hilfskredite hinnehmen.
#559Für uns is t deshalb der Zusammenhalt der Eurozone ein zentrales Ziel.
#560Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#561BDK Dresden, 07.
#562Februar 2014 Wer den Euro nicht scheitern lassen und in der Folg e massive soziale und wirtschaftliche Ver- werfungen riskieren wollte, musste den Rettungspake ten als kurzfristiger Krisenmaßnahme zu- stimmen.
#563Wir haben das bei aller Kritik getan.
#564Dies en Weg sind wir gegangen, um den von der Krise am stärksten betroffenen Ländern Zugang zu be zahlbaren Krediten zu ermöglichen und damit den Euro zu stabilisieren.
#565Die EU verfügte zu Beginn der Krise über keinen Mechanismus zur Stabilisierung des Euro.
#566Es war daher notwendig , Instrumente wie den Europäischen Stabili- tätsmechanismus (ESM) zu schaffen.
#567Wir haben gleich zeitig dafür gekämpft – und tun es immer noch –, mit einer grundlegenden Reform der Finanzmä rkte eine der zentralen Krisenursachen anzugehen.
#568Gleiches gilt für unsere Kritik an den w irtschaftlichen Ungleichgewichten in der Eu- ro-Zone.
#569Wir sehen den Bedarf für Reformen in den Empfängerl ändern, aber wir kritisieren unsoziale Konditionen von Rettungsmaßnahmen und demokratische Defizite beim Krisenmanagement.
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