Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 18.07.2026 PDF
#520
DIE KRISE IN DER EUROZONE ÜBERWINDEN B.
#521
Die Ursachen erkennen Die EU steckt in einer fundamentalen Krise.
#522
Kern de r Krise ist ein wirtschaftliches Entwicklungs- modell, das nicht nachhaltig ist.
#523
Der Zusammenbruch weitgehend unregulierter Finanzmärkte hat die Fehler und Schwachstellen dieses Wirtschaft smodells – gemeinsame Währung ohne ko- ordinierte Wirtschaftspolitik – schonungslos offeng elegt.
#524
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#525
Februar 2014 S.
#526
Einige europäische Staaten haben über Jahre hinweg mehr importiert als exportiert.
#527
Aber den Außenhandelsdefiziten in Teilen Europas stehen auch massive Exportüberschüsse in anderen Ländern gegenüber.
#528
Beide Entwicklungen sind in eine m Währungsraum gefährlich und auf Dau- er nicht tragbar.
#529
In den heutigen Krisenländern hab en ungewohnt niedrige Zinsen und rasant gestiegene Lohnstückkosten zu mangelnder Wettbewerb sfähigkeit und enormen Leistungsbi- lanzdefiziten geführt.
#530
Doch auch dauerhaft hohe Lei stungsbilanzüberschüsse bringen Probleme für eine Volkswirtschaft mit sich, weil damit ständ ig wachsende Kredite in andere Länder verge- ben werden.
#531
Ob diese Kredite zurückgezahlt werden k önnen, ist aber keineswegs sicher.
#532
Deut- sche Überschüsse und Defizite in Staaten unter dem Euro-Rettungsschirm sind daher zwei Sei- ten einer Medaille.
#533
Die Regierungen in den National staaten haben grundlegend versäumt, die- sen ökonomischen Fehlentwicklungen rechtzeitig entg egenzusteuern.
#534
Dieses Versagen ist eine der zentralen Ursachen der Krise.
#535
Mangelhafte staatliche Institutionen insbesondere i m Bereich der Steuerverwaltung, mangelnde Haushaltsdisziplin in manchen Ländern – etwa Griech enland – sowie Korruption haben die Pro- bleme massiv verschärft.
#536
Dennoch ist, anders als di e Bundesregierung immer wieder behauptet, die Eurokrise nicht einfach eine Staatsschuldenkris e.
#537
Länder wie Irland und Spanien etwa hatten deutlich niedrigere Schuldenquoten als Deutschland.
#538
Im Zuge der Finanzkrise waren beide Län- der gezwungen Schulden aufzunehmen, um ihre angesch lagenen Banken mit Milliardenhilfen zu retten.
#539
Erst die Angst vor einem Austritt Griech enlands und einem Auseinanderbrechen des Euros hat die Krise auf ganz Europa ausgeweitet.
#540
Die Politik der Bundesregierung hat maßgeblich zur Verschärfung der Krise beigetragen.
#541
Hoch- rangige VertreterInnen der Regierungskoalition spek ulierten über einen möglichen Austritt ein- zelner Staaten aus dem Euro.
#542
Damit wurde die Kapita lflucht befeuert und die Wirtschaft ausge- bremst.
#543
Investitionen und langfristiger Konsum kame n zum Stillstand.
#544
So setzte die Bundesre- gierung das Vertrauen in Deutschland als starke Stü tze für den Zusammenhalt in Europa aufs Spiel und befeuerte all jene, die einzelne Staaten aus der Eurozone treiben wollten.
#545
Auch die re- zessive Wirkung der Ausgabenkürzungen wurde in viel en Staaten unterschätzt und zu viele Haushaltsvorgaben waren unrealistisch.
#546
Zu wenig wur de von der Bundesregierung – zum Teil auch gegen politische Widerstände vor Ort – getan, um die notwendigen Lasten sozial gerech- ter zu verteilen.
#547
Es fehlten stärkere Signale europ äischer Solidarität.
#548
Für einen stabilen Euro Wer den Euro-Austritt einzelner Länder herbeireden will, verkennt die europapolitischen und die ökonomischen Realitäten.
#549
Der Euro ist der sichtbarste Ausdruck für gelebte e uropäische Integration.
#550
Der Euro trägt zur Zu- sammengehörigkeit in Europa bei.


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