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vom 18.07.2026 PDF
#518
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Auch das Abkomme n über die demokratische Kontrolle der neuen, bei der Europäischen Zentralbank angesiedelt en Bankenaufsicht ist auf eine grüne Initia- tive zurückzuführen.
#519Wir GRÜNE waren es, die erstma ls eine europäische Jugendgarantie gefor- dert und innerhalb der Kohäsionspolitik einen Minde stanteil für die Armutsbekämpfung festge- legt haben.
#520DIE KRISE IN DER EUROZONE ÜBERWINDEN B.
#521Die Ursachen erkennen Die EU steckt in einer fundamentalen Krise.
#522Kern de r Krise ist ein wirtschaftliches Entwicklungs- modell, das nicht nachhaltig ist.
#523Der Zusammenbruch weitgehend unregulierter Finanzmärkte hat die Fehler und Schwachstellen dieses Wirtschaft smodells – gemeinsame Währung ohne ko- ordinierte Wirtschaftspolitik – schonungslos offeng elegt.
#524BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#525Februar 2014 S.
#526Einige europäische Staaten haben über Jahre hinweg mehr importiert als exportiert.
#527Aber den Außenhandelsdefiziten in Teilen Europas stehen auch massive Exportüberschüsse in anderen Ländern gegenüber.
#528Beide Entwicklungen sind in eine m Währungsraum gefährlich und auf Dau- er nicht tragbar.
#529In den heutigen Krisenländern hab en ungewohnt niedrige Zinsen und rasant gestiegene Lohnstückkosten zu mangelnder Wettbewerb sfähigkeit und enormen Leistungsbi- lanzdefiziten geführt.
#530Doch auch dauerhaft hohe Lei stungsbilanzüberschüsse bringen Probleme für eine Volkswirtschaft mit sich, weil damit ständ ig wachsende Kredite in andere Länder verge- ben werden.
#531Ob diese Kredite zurückgezahlt werden k önnen, ist aber keineswegs sicher.
#532Deut- sche Überschüsse und Defizite in Staaten unter dem Euro-Rettungsschirm sind daher zwei Sei- ten einer Medaille.
#533Die Regierungen in den National staaten haben grundlegend versäumt, die- sen ökonomischen Fehlentwicklungen rechtzeitig entg egenzusteuern.
#534Dieses Versagen ist eine der zentralen Ursachen der Krise.
#535Mangelhafte staatliche Institutionen insbesondere i m Bereich der Steuerverwaltung, mangelnde Haushaltsdisziplin in manchen Ländern – etwa Griech enland – sowie Korruption haben die Pro- bleme massiv verschärft.
#536Dennoch ist, anders als di e Bundesregierung immer wieder behauptet, die Eurokrise nicht einfach eine Staatsschuldenkris e.
#537Länder wie Irland und Spanien etwa hatten deutlich niedrigere Schuldenquoten als Deutschland.
#538Im Zuge der Finanzkrise waren beide Län- der gezwungen Schulden aufzunehmen, um ihre angesch lagenen Banken mit Milliardenhilfen zu retten.
#539Erst die Angst vor einem Austritt Griech enlands und einem Auseinanderbrechen des Euros hat die Krise auf ganz Europa ausgeweitet.
#540Die Politik der Bundesregierung hat maßgeblich zur Verschärfung der Krise beigetragen.
#541Hoch- rangige VertreterInnen der Regierungskoalition spek ulierten über einen möglichen Austritt ein- zelner Staaten aus dem Euro.
#542Damit wurde die Kapita lflucht befeuert und die Wirtschaft ausge- bremst.
#543Investitionen und langfristiger Konsum kame n zum Stillstand.
#544So setzte die Bundesre- gierung das Vertrauen in Deutschland als starke Stü tze für den Zusammenhalt in Europa aufs Spiel und befeuerte all jene, die einzelne Staaten aus der Eurozone treiben wollten.
#545Auch die re- zessive Wirkung der Ausgabenkürzungen wurde in viel en Staaten unterschätzt und zu viele Haushaltsvorgaben waren unrealistisch.
#546Zu wenig wur de von der Bundesregierung – zum Teil auch gegen politische Widerstände vor Ort – getan, um die notwendigen Lasten sozial gerech- ter zu verteilen.
#547Es fehlten stärkere Signale europ äischer Solidarität.
#548Für einen stabilen Euro Wer den Euro-Austritt einzelner Länder herbeireden will, verkennt die europapolitischen und die ökonomischen Realitäten.
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