Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 18.07.2026 PDF
#514
Denn unser Europa garantiert sozi ale Grundrechte und gleiche Teilhabe- chancen.
#515
Wir wollen ein Europa der Wissensgesellsch aft, an der alle Menschen teilhaben kön- nen.
#516
GRÜN macht den Unterschied: Erfolgreich haben wir f ür mehr Steuertransparenz bei den Ban- ken gesorgt.
#517
Unsere Anträge haben die Mehrheit des Europäischen Parlaments hinter der Fi- nanztransaktionssteuer versammelt.
#518
Auch das Abkomme n über die demokratische Kontrolle der neuen, bei der Europäischen Zentralbank angesiedelt en Bankenaufsicht ist auf eine grüne Initia- tive zurückzuführen.
#519
Wir GRÜNE waren es, die erstma ls eine europäische Jugendgarantie gefor- dert und innerhalb der Kohäsionspolitik einen Minde stanteil für die Armutsbekämpfung festge- legt haben.
#520
DIE KRISE IN DER EUROZONE ÜBERWINDEN B.
#521
Die Ursachen erkennen Die EU steckt in einer fundamentalen Krise.
#522
Kern de r Krise ist ein wirtschaftliches Entwicklungs- modell, das nicht nachhaltig ist.
#523
Der Zusammenbruch weitgehend unregulierter Finanzmärkte hat die Fehler und Schwachstellen dieses Wirtschaft smodells – gemeinsame Währung ohne ko- ordinierte Wirtschaftspolitik – schonungslos offeng elegt.
#524
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#525
Februar 2014 S.
#526
Einige europäische Staaten haben über Jahre hinweg mehr importiert als exportiert.
#527
Aber den Außenhandelsdefiziten in Teilen Europas stehen auch massive Exportüberschüsse in anderen Ländern gegenüber.
#528
Beide Entwicklungen sind in eine m Währungsraum gefährlich und auf Dau- er nicht tragbar.
#529
In den heutigen Krisenländern hab en ungewohnt niedrige Zinsen und rasant gestiegene Lohnstückkosten zu mangelnder Wettbewerb sfähigkeit und enormen Leistungsbi- lanzdefiziten geführt.
#530
Doch auch dauerhaft hohe Lei stungsbilanzüberschüsse bringen Probleme für eine Volkswirtschaft mit sich, weil damit ständ ig wachsende Kredite in andere Länder verge- ben werden.
#531
Ob diese Kredite zurückgezahlt werden k önnen, ist aber keineswegs sicher.
#532
Deut- sche Überschüsse und Defizite in Staaten unter dem Euro-Rettungsschirm sind daher zwei Sei- ten einer Medaille.
#533
Die Regierungen in den National staaten haben grundlegend versäumt, die- sen ökonomischen Fehlentwicklungen rechtzeitig entg egenzusteuern.
#534
Dieses Versagen ist eine der zentralen Ursachen der Krise.
#535
Mangelhafte staatliche Institutionen insbesondere i m Bereich der Steuerverwaltung, mangelnde Haushaltsdisziplin in manchen Ländern – etwa Griech enland – sowie Korruption haben die Pro- bleme massiv verschärft.
#536
Dennoch ist, anders als di e Bundesregierung immer wieder behauptet, die Eurokrise nicht einfach eine Staatsschuldenkris e.
#537
Länder wie Irland und Spanien etwa hatten deutlich niedrigere Schuldenquoten als Deutschland.
#538
Im Zuge der Finanzkrise waren beide Län- der gezwungen Schulden aufzunehmen, um ihre angesch lagenen Banken mit Milliardenhilfen zu retten.
#539
Erst die Angst vor einem Austritt Griech enlands und einem Auseinanderbrechen des Euros hat die Krise auf ganz Europa ausgeweitet.
#540
Die Politik der Bundesregierung hat maßgeblich zur Verschärfung der Krise beigetragen.
#541
Hoch- rangige VertreterInnen der Regierungskoalition spek ulierten über einen möglichen Austritt ein- zelner Staaten aus dem Euro.
#542
Damit wurde die Kapita lflucht befeuert und die Wirtschaft ausge- bremst.
#543
Investitionen und langfristiger Konsum kame n zum Stillstand.
#544
So setzte die Bundesre- gierung das Vertrauen in Deutschland als starke Stü tze für den Zusammenhalt in Europa aufs Spiel und befeuerte all jene, die einzelne Staaten aus der Eurozone treiben wollten.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: