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vom 18.07.2026 PDF
#503
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Das darf aber nicht die Mög- lichkeiten der demokratischen Kontrolle aushöhlen; die Parlamente müssen mitentscheiden können.
#504Wir GRÜNE wollen Europa mit dem Green New Deal erneuern .
#505Der Green New Deal schafft durch Investitionen in die Energiewende, in Klimasc hutz und neue Infrastrukturen dringend be- nötigte Jobs und Zukunftsperspektiven.
#506Er legt die Finanzmärkte an die Leine und sorgt für ein Europa ohne Steuerdumping und Steuerhinterziehung.
#507Er ermöglicht einen neuen sozialen Aus- gleich – denn in der Krise ist das soziale Gefüge v ieler Länder aus der Balance geraten, weil die Kosten und Lasten der Krise einseitig auf die Schwä chsten der Gesellschaft abgewälzt wurden.
#508Wir GRÜNE setzen uns für ein Wirtschaften ein, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt und die Grenzen der Natur einhält – statt nur einse itig auf das Wachstum des Bruttoinlandspro- dukts zu setzen.
#509Wir suchen nach Lösungen, die Wach stumsabhängigkeit unserer Wirtschaft langfristig zu reduzieren, z.
#510indem wir uns mit a nderen Wirtschaftsformen auseinandersetzen.
#511Wir wollen Europa zusammenhalten und solidarisch handeln .
#512Wir liefern einen umfassenden grünen Ansatz, wie die Überschuldung nachhaltig und unter Wahrung strenger Kontrollmecha- nismen abgebaut werden kann.
#513Wir GRÜNE wollen die W irtschaftsunion um eine soziale Di- mension ergänzen.
#514Denn unser Europa garantiert sozi ale Grundrechte und gleiche Teilhabe- chancen.
#515Wir wollen ein Europa der Wissensgesellsch aft, an der alle Menschen teilhaben kön- nen.
#516GRÜN macht den Unterschied: Erfolgreich haben wir f ür mehr Steuertransparenz bei den Ban- ken gesorgt.
#517Unsere Anträge haben die Mehrheit des Europäischen Parlaments hinter der Fi- nanztransaktionssteuer versammelt.
#518Auch das Abkomme n über die demokratische Kontrolle der neuen, bei der Europäischen Zentralbank angesiedelt en Bankenaufsicht ist auf eine grüne Initia- tive zurückzuführen.
#519Wir GRÜNE waren es, die erstma ls eine europäische Jugendgarantie gefor- dert und innerhalb der Kohäsionspolitik einen Minde stanteil für die Armutsbekämpfung festge- legt haben.
#520DIE KRISE IN DER EUROZONE ÜBERWINDEN B.
#521Die Ursachen erkennen Die EU steckt in einer fundamentalen Krise.
#522Kern de r Krise ist ein wirtschaftliches Entwicklungs- modell, das nicht nachhaltig ist.
#523Der Zusammenbruch weitgehend unregulierter Finanzmärkte hat die Fehler und Schwachstellen dieses Wirtschaft smodells – gemeinsame Währung ohne ko- ordinierte Wirtschaftspolitik – schonungslos offeng elegt.
#524BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#525Februar 2014 S.
#526Einige europäische Staaten haben über Jahre hinweg mehr importiert als exportiert.
#527Aber den Außenhandelsdefiziten in Teilen Europas stehen auch massive Exportüberschüsse in anderen Ländern gegenüber.
#528Beide Entwicklungen sind in eine m Währungsraum gefährlich und auf Dau- er nicht tragbar.
#529In den heutigen Krisenländern hab en ungewohnt niedrige Zinsen und rasant gestiegene Lohnstückkosten zu mangelnder Wettbewerb sfähigkeit und enormen Leistungsbi- lanzdefiziten geführt.
#530Doch auch dauerhaft hohe Lei stungsbilanzüberschüsse bringen Probleme für eine Volkswirtschaft mit sich, weil damit ständ ig wachsende Kredite in andere Länder verge- ben werden.
#531Ob diese Kredite zurückgezahlt werden k önnen, ist aber keineswegs sicher.
#532Deut- sche Überschüsse und Defizite in Staaten unter dem Euro-Rettungsschirm sind daher zwei Sei- ten einer Medaille.
#533Die Regierungen in den National staaten haben grundlegend versäumt, die- sen ökonomischen Fehlentwicklungen rechtzeitig entg egenzusteuern.
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