Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 18.07.2026 PDF
#425
Für alle Tiere in der Landwirtschaft muss es anspru chsvolle und verbindliche Haltungsvorschrif- ten geben, die sich am Tierwohl orientieren und ein e artgemäße Haltung sicherstellen.
#426
Wir wol- len eine Anpassung der Ställe an die Bedürfnisse de r Tiere und keine Anpassung der Tiere an den Stall.
#427
Wir wollen die Voraussetzungen schaffen, dass Stallanlagen EU-weit nur noch mit wirksamer Abluftfilterung genehmigt werden.
#428
Käfigha ltung und Qualzuchten müssen europa- weit beendet werden.
#429
Das Klonen von Nutztieren lehn en wir aus ethischen und tierschutzrecht- lichen Gründen ab, genauso wie den Import und die V ermarktung der Produkte dieser Tiere und ihrer Nachkommen.
#430
Die Schlachtung muss schmerzfrei ausgeführt werden.
#431
In der EU-Schlachtverordnung ist festzu- legen, dass betäubungslose Schlachtungen nur dann b ehördlich genehmigt werden dürfen, wenn nachgewiesen werden kann, dass den Tieren im V ergleich zu einem Schlachten mit vorhe- riger Betäubung keine unnötigen Schmerzen oder Leid en entstehen.
#432
Tiertransporte sollen so kurz wie möglich sein.
#433
Wir setzen uns dafür ein, dass wieder ein Netz kleiner, regionaler Schlachtstätten entsteht, um un nötige Transportzeiten zu vermeiden und re- gionale Vermarktungsstrukturen zu stärken.
#434
Die Tran sportzeit für grenzüberschreitende Trans- Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#435
BDK Dresden, 07.
#436
Februar 2014 porte ist auf acht Stunden zu begrenzen.
#437
Wir GRÜNE wollen eine klare Kennzeichnung von Pro- dukten mit tierischen Inhaltsstoffen, ihrer Herkunf t und der Haltungsform, um bewusste Kauf- entscheidungen zu ermöglichen.
#438
Wir setzen uns europaweit für ein Ende der Tötung s treunender Hunde und Katzen ein und for- dern für die betroffenen Länder tierschutzgerechte Alternativen.
#439
Dazu wollen wir die öffentliche und private Geburtenkontrolle ohne Tötung von Tiere n stärken, Tiervermittlung fördern und die artgerechte Haltung von Hunden und Katzen erreichen , die in öffentlichen oder privaten Sam- meleinrichtungen verwahrt werden.
#440
Wir wollen erreichen, dass Tierversuche durch tierv ersuchsfreie Methoden ersetzt werden.
#441
Des- wegen müssen europäische Mittel für die Erforschung und Erprobung von Ersatz- und Ergän- zungsmethoden bereitgestellt werden.
#442
Das 2013 in Kr aft getretene Verbot von Tierversuchen für kosmetische Produkte muss konsequent umgesetzt werden und auf Versuche für Haushalts- und Reinigungsmittel ausgeweitet werden.
#443
Die EU muss sich stärker für den internationalen Ar tenschutz engagieren.
#444
Daher wollen wir die Instrumente internationaler Artenschutzabkommen (z.
#445
CITES) stärken und zielgerichteter so- wie schneller anwenden.
#446
Für Arten, die selbst in zo ologischen Gärten nicht art- und anspruchs- gemäß gehalten werden können, wollen wir den Import beenden.
#447
Artenschutz sichern, Naturerbe bewahren Wir wollen auf europäischer Ebene für einen bessere n Natur- und Landschaftsschutz sorgen und treten dafür ein, dass der Verlust an biologischer Vielfalt und die Verschlechterung der Ökosys- teme in der EU bis 2020 gestoppt werden.
#448
Das hat si ch die EU zum Ziel gesetzt und auf Ebene der Vereinten Nationen versprochen.
#449
Damit dieses Zi el erreicht werden kann, müssen wir dafür sorgen, dass die EU-Biodiversitätsstrategie mit ein em konkreten Umsetzungs- und Aktionsplan versehen wird und ressortübergreifend zum Tragen ko mmt.
#450
Das bedeutet nicht nur den Abbau schädlicher Subventionen, sondern auch eine Veranke rung der Biodiversität in der Finanzpla- nung.
#451
Mittel aus der Regionalförderung müssen ökolo gische Mindestauflagen beinhalten.
#452
Für den Wirtschaftswald in Europa streben wir eine natu rnahe Bewirtschaftung – mindestens dem FSC-Standard entsprechend – an.
#453
Wie die Biodiversit ätsstrategie vorsieht, sollen fünf Prozent des Waldes als ökologische Vorranggebiete dauerhaft nicht forstwirtschaftlich genutzt werden.
#454
Die EU hat mit Natura 2000 ein hervorragendes Schut zgebietssystem geschaffen, das es zu er- halten und auszubauen gilt.
#455
Wir setzen uns dafür ei n, dass ausgewiesene Natura-2000-Schutz- gebiete ernsthaft geschützt und gepflegt werden.


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