Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 18.07.2026 PDF
#390
Dazu gehört f ür uns zudem ein europaweites Aktionspro- gramm zum Schutz der Bienen und anderer BestäuberIn nen, denn ohne sie können 80 Prozent unserer Nutzpflanzen nicht gedeihen.
#391
Wir setzen uns zudem für ein europäisches Saatgutre cht ein, das Erhaltungssorten oder die Züchtung für den Ökolandbau nicht nur als Nischen t oleriert, sondern aktiv fördert.
#392
Dazu ge- hört auch die konsequente Kennzeichnung der Züchtun gsmethoden, damit BäuerInnen, Gärt- nerInnen und VerbraucherInnen wissen, was sie kaufe n.
#393
Höhere Auflagen und Kosten für Erhal- tungsinitiativen, Öko-ZüchterInnen oder gar Hobbygä rtnerInnen lehnen wir entschieden ab.
#394
Wir wollen eine Agrarpolitik, welche die Vielfalt v on Nutzpflanzen und Nutztierrassen schützt und fördert.
#395
Daher lehnen wir Patente auf Leben, Sa atgut, Pflanzen und Tiere ab und streben eine entsprechende Änderung der europäischen Biopat enrichtlinie an.
#396
Gentechnisch veränderte Lebensmittel, Chlorhühner o der Hormonrindfleisch haben auf dem EU-Markt nichts verloren.
#397
Wir kämpfen gegen Versuche, durch exklusive Abkomme n der EU mit den USA (TTIP), Kanada (CETA) oder anderen Staaten VerbraucherInnenschutz und Umweltstandards z.
#398
im Bereich der Agrogentechnik auszuhebeln und Regeln für Agrar handel und Agrarinvestitionen ohne par- lamentarische Mitwirkung und zivilgesellschaftliche Beteiligung zu Gunsten der Agroindustrie festzulegen.
#399
Die Landwirtschaft wird grün Die EU braucht eine Politik zur Entwicklung der län dlichen Räume, die den Rückgang der Bevöl- kerung in vielen ländlichen Regionen gestaltet und den ländlichen Raum für ExistenzgründerIn- nen aus dem landwirtschaftlichen und nicht-landwirt schaftlichen Bereich attraktiv macht.
#400
Die Entwicklung agrarökologischer Systeme, sowie die Kr eislaufwirtschaft, dezentrale Energieversor- gung und regionale und lokale Kooperationspartnersc haften sollen in den neuen EU-Program- men für Innovation, Forschung und Ausbildung Eingan g finden.
#401
Wir GRÜNE werden den ökologischen Landbau als Leitb ild für die Landwirtschaft der Zukunft weiterhin fördern und seine positiven Impulse für d ie Entwicklung ländlicher Regionen stärken.
#402
Dazu sollen europäische Kampagnen zu den Vorteilen des Ökolandbaus finanziert und die Richtlinien für ökologische Betriebe weiterentwicke lt werden.
#403
Wir sehen in der engeren Zusam- menarbeit von Produzenten und VerbraucherInnen z.
#404
in der solidarischen Landwirtschaft ein Modell, das Zukunft hat.
#405
Wichtig ist uns dabei nach wie vor, auf die weitreichenden Folgen hin- zuweisen, die der enorm hohe Fleischkonsum mit sein er extensiven großindustriellen Produkti- onsform mit sich bringt und hierbei eine Trendumkeh r zu erreichen.
#406
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#407
Februar 2014 S.
#408
Unser Ziel ist weiterhin, Land nicht zum Spekulatio nsobjekt werden zu lassen.
#409
Wir stehen an der Seite der BäuerInnen, wenn ihre Existenzgrundlage d urch Landspekulationen bedroht wird.
#410
Auch Nahrungsmittelspekulationen, Energiepflanzenan bau und Lebensmittelverschwendung sind Herausforderungen, für die es einer europäisch en Antwort bedarf.
#411
Wir wollen ein bewuss- tes Konsumverhalten fördern und der nachhaltigen Le bensmittelproduktion Vorrang geben.
#412
Als VerbraucherInnen können wir die Erzeugung gesun der Lebensmittel fördern – wenn wir uns bewusst für ökologische und regionale Produkte ents cheiden.
#413
Wir wollen EU-weit Programme, die die Kooperation zwischen BäuerInnen, lokalen un d regionalen Verarbeitern und Verbrauche- rInnen – etwa im Bereich der Schulernährung – förde rn, statt den fatalen Verdrängungswettbe- werb weiter zu verschärfen.
#414
Keine Gentechnik in Europa Gentechnisch veränderte Pflanzen bedeuten unkalkuli erbare Risiken für Umwelt, Gesundheit und Gesellschaft.
#415
Wir setzen uns für eine konsequen te Reform des europäischen Zulassungsver- fahrens ein, damit diese Risiken endlich gründlich untersucht werden.
#416
Gleichzeitig wollen wir die unabhängige Risikoforschung stärken, damit die Stud ien für die Zulassung nicht länger nur von Agrochemie-Konzernen erstellt werden.
#417
Die Mitglieds taaten sollen die Möglichkeit erhalten, sich rechtssicher und dauerhaft gegen den Gentechni k-Anbau zu entscheiden, um z.
#418
die gen- technikfreie und ökologische Produktion zu schützen .
#419
Den Vorschlag der Kommission, nationale Anbauverbote mit einer erleichterten und beschleuni gten Zulassung von gentechnisch veränder- ten Organismen (GVO) zu verknüpfen, lehnen wir ab.
#420
Wir wollen das Saatgut von gentechni- schen Verunreinigungen reinhalten; darum hat die Nu lltoleranz gegenüber gentechnischen Ver- unreinigungen für uns weiterhin höchste Priorität.


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