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vom 18.07.2026 PDF
#368
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Dazu zählt, dass heute immer mehr Menschen davon überzeugt sind, dass Lebe nsmittelproduktion und der Schutz von Lebensgrundlagen wie Wasser, Klima, Böden keine Geg ensätze sein dürfen.
#369Der ökologische Landbau ist europaweit zu einem festen Bestandteil der Landwirtschaft geworden und für viele Bäuerinnen und Bauern zu einer echten wirtschaftlic hen Alternative.
#370Zusammen mit den NGOs ist es uns gelungen, dass in der EU derzeit mit wen igen Ausnahmen keine gentechnisch verän- derten Pflanzen angebaut werden.
#371Und auch in den ve rgangenen Agrarreformen konnten wir grüne Akzente setzen und erste Schritte zur Umsetzu ng des Prinzips „Öffentliches Geld für Öf- fentliche Güter“ erzwingen.
#372Aber das alles reicht für eine echte Agrarwende noc h lange nicht aus.
#373Die europäische Agrarpo- litik ist noch weit entfernt von einem zukunftsfähi gen Kurs.
#374Nach wie vor fördert die EU mit ei- nem Großteil der Agrarsubventionen die Industrialis ierung der Landwirtschaft und eine Export- orientierung, die Schäden in vielen Regionen der We lt verursacht.
#375Millionen von Bäuerinnen und Bauern können dem Wachstumsdruck nicht standhal ten und müssen ihre Höfe aufgeben.
#376Agrarindustrie und Massentierhaltung bescheren uns Giftstoffe, die in unsere Umwelt und in unsere Lebensmittel gelangen.
#377Diese Form der Landwi rtschaft führt zu einer fatalen Klimabilanz und fördert die Erosion der Böden und einen dramati schen Verlust der Artenvielfalt.
#378Und ob- wohl eine breite Mehrheit der europäischen Verbrauc herInnen die Gentechnik entschieden ab- Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#379BDK Dresden, 07.
#380Februar 2014 lehnt, droht schon 2014 die Zulassung neuer Genpfla nzen für den Anbau in Europa.
#381Es ist falsch, einzelne Bäuerinnen und Bauern für diese Fe hlentwicklungen anzuklagen.
#382Der Preisdruck durch die zunehmende Marktmacht weniger internation aler Handelskonzerne, das Konsumver- halten und die politische Fördersystematik haben ei n System entstehen lassen, das nach dem Prinzip „Wachse oder Weiche“ arbeitet.
#383Immer mehr B äuerinnen und Bauern suchen selbst eine Alternative dazu.
#384Wir wollen sie ihnen bieten.
#385Europa muss im kommenden Jahrzehnt die Rahmenbeding ungen für den Umstieg auf eine re- gional verankerte, bäuerliche und ökologische Landw irtschaft schaffen.
#386Direktzahlungen auf der Grundlage von Grundbesitz sind überholt.
#387Stattdesse n wollen wir alle Agrarzahlungen an die Er- bringung ökologischer und sozialer Leistungen knüpf en wie Umwelt- und Tierschutz, Boden- fruchtbarkeit, Schaffung und Erhalt von Arbeitsplät zen oder die Stärkung regionaler Wertschöp- fung.
#388Durch eine kontinuierliche Verringerung des E insatzes von Pestiziden und Mineraldünger sowie die Flächenbindung der Tierhaltung wollen wir die Überdüngung unserer Äcker und Ge- wässer beenden.
#389Dies ist auch ein wichtiger Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz und zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
#390Dazu gehört f ür uns zudem ein europaweites Aktionspro- gramm zum Schutz der Bienen und anderer BestäuberIn nen, denn ohne sie können 80 Prozent unserer Nutzpflanzen nicht gedeihen.
#391Wir setzen uns zudem für ein europäisches Saatgutre cht ein, das Erhaltungssorten oder die Züchtung für den Ökolandbau nicht nur als Nischen t oleriert, sondern aktiv fördert.
#392Dazu ge- hört auch die konsequente Kennzeichnung der Züchtun gsmethoden, damit BäuerInnen, Gärt- nerInnen und VerbraucherInnen wissen, was sie kaufe n.
#393Höhere Auflagen und Kosten für Erhal- tungsinitiativen, Öko-ZüchterInnen oder gar Hobbygä rtnerInnen lehnen wir entschieden ab.
#394Wir wollen eine Agrarpolitik, welche die Vielfalt v on Nutzpflanzen und Nutztierrassen schützt und fördert.
#395Daher lehnen wir Patente auf Leben, Sa atgut, Pflanzen und Tiere ab und streben eine entsprechende Änderung der europäischen Biopat enrichtlinie an.
#396Gentechnisch veränderte Lebensmittel, Chlorhühner o der Hormonrindfleisch haben auf dem EU-Markt nichts verloren.
#397Wir kämpfen gegen Versuche, durch exklusive Abkomme n der EU mit den USA (TTIP), Kanada (CETA) oder anderen Staaten VerbraucherInnenschutz und Umweltstandards z.
#398im Bereich der Agrogentechnik auszuhebeln und Regeln für Agrar handel und Agrarinvestitionen ohne par- lamentarische Mitwirkung und zivilgesellschaftliche Beteiligung zu Gunsten der Agroindustrie festzulegen.
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