Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 19.07.2026 PDF
#332
Deshalb fordern wir eine EU-weit verpflichtende Herkunftsangabe für Lebensmittel sowie eine Kennzeichnung der Tierh altungsform.
#333
Die Kennzeichnungslücke für Lebensmittel, für deren Erzeugung Genfutter genutzt wurde, wollen wir schließen.
#334
Außerdem wollen wir klare Angaben zu tierischen Erzeugnissen in Lebensmitteln und deren Verwendung bei der Lebensmittelproduktion sowie eine klare Ken nzeichnung vegetarischer beziehungsweise veganer Lebensmittel.
#335
Täuschende Angaben und Etiket tenschwindel bei Lebensmitteln wollen wir unterbinden.
#336
Wir werden uns weiter für eine ver ständliche Nährwertkennzeichnung (Ampel- kennzeichnung) starkmachen.
#337
Nachhaltigen Konsum stärken und Produkte sich er machen.
#338
Ausbeuterische, unwürdige oder gefährdende Produkti ons- und Herstellungsbedingungen sind nicht akzeptabel.
#339
Wir setzen uns deshalb für eine t ransparente Kennzeichnung und die Einhal- tung ökologischer und sozialer Standards ein.
#340
Unter nehmen sollen verpflichtet werden, ihre ökologischen und sozialen Produktionsbedingungen ei nschließlich der Lieferketten zu dokumen- tieren und offenzulegen, um die Entscheidung für na chhaltige Produkte zu ermöglichen.
#341
Was es bei Lebensmitteln mit dem Bio-Siegel bereits gibt, brauchen wir auch in anderen Bereichen – wie bei Finanzprodukten (siehe Kapitel B.
#342
Die Generalunternehmerhaftung, die in Deutschland i m Baugewerbe die Verantwortlichkeit von Unternehmen für die Arbeitsbedingungen ihrer Subunt ernehmen festschreibt, wollen wir EU- weit verankern und auf weitere Branchen ausdehnen.
#343
Damit wollen wir verhindern, dass sich Großauftragnehmer durch eine Auftragsvergabe an Sub unternehmen ihrer sozialen Verantwor- tung entledigen und ArbeitnehmerInnenrechte unterla ufen.
#344
Gegen den geplanten Verschleiß, bei dem Produkte so konstruiert werden, dass sie frühzeitig kaputt gehen oder sich kaum reparieren lassen, woll en wir vorgehen und erreichen, dass Geräte langlebiger, besser reparierbar und recycelbar sind .
#345
Dafür müssen unter anderem die Öko-Desi- gn-Richtlinie und die europäischen Vorgaben zur Gew ährleistung entsprechend überarbeitet werden, um den VerbraucherInnen die Freiheit wieder zugeben selber zu entscheiden, wann sie ihre Geräte ersetzen.
#346
Um die Sicherheit von Produkten zu stärken, setzen wir uns für ein EU-Sicherheitssiegel sowie für strengere Grenzwerte bis hin zu Verboten für kr ebserregende oder erbgutschädigende Stoffe wie Weichmacher und Schwermetalle ein.
#347
Insbesondere in Kinderspielzeug haben Gifte nichts BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#348
Februar 2014 S.
#349
zu suchen.
#350
Wir setzen uns daher für eine verpflicht ende Drittprüfung für Kinderspielzeug sowie eine Verbesserung der Marktüberwachung in der gesam ten EU ein.
#351
Außerdem müssen hormo- nell wirksame Stoffe überall dort, wo es Alternativ en gibt, gemäß REACH (Chemikalien-Verord- nung der EU) ersetzt werden.
#352
Auch bei der Entwicklung der Nanotechnologie muss d as Vorsorgeprinzip gelten.
#353
Solange die Unbedenklichkeit von Nanoprodukten nicht eindeutig festgestellt ist, dürfen Lebensmittel oder Kosmetika mit Nano-Partikeln nicht auf den Markt ko mmen.
#354
Durch die Einrichtung eines öf- fentlich zugänglichen Nanoproduktregisters und eine Kennzeichnungspflicht wollen wir Trans- parenz für VerbraucherInnen schaffen.
#355
Vor Abzocke schützen Kurzfristig vom Anbieter stornierte Urlaubsreisen o der hohe Handyrechnungen bei Reisen au- ßerhalb der EU sind ein häufiges Ärgernis für Verbr aucherInnen.
#356
Unternehmen mit unlauteren Geschäftspraktiken müssen aber trotzdem selten rech tliche Schritte ihrer KundInnen fürchten, da Aufwand und Risiko für VerbraucherInnen bei eine r Klage unverhältnismäßig hoch sind.
#357
Wir wollen, dass die EU verbindliche Vorgaben zur Einfü hrung einer Gruppenklage macht.
#358
So kön- nen sich Geschädigte vor Gericht zusammenschließen und ihr Recht gemeinsam durchsetzen.
#359
Rückzahlungs- oder Entschädigungsforderungen können so mit einem geringeren individuellen Risiko für VerbraucherInnen vorgebracht werden.
#360
Wir wollen den EU-Binnenmarkt und den Schutz der VerbraucherInnen stärken.
#361
Dazu gehört au ch, den Datenschutz als grundlegendes VerbraucherInnenrecht zu verstehen und zu sichern.
#362
Wir wollen die unterschiedlichen Regelun- gen in der EU zur Gewährleistung überarbeiten und v erbessern.


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