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vom 20.07.2026 PDF
#312
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VerbraucherInnenpolitik für das 21.
#313Jahrhunde rt Wir GRÜNE wollen bessere VerbraucherInnenpolitik.
#314E s geht dabei um mehr als nur den Schutz vor gesundheitlichen oder finanziellen Schäden.
#315Wir wollen den VerbraucherInnen eine Stimme geben und sie auf Augenhöhe mit den Unternehmen bri ngen.
#316VerbraucherInnen benötigen gute und umfassende Informationen, um bewusste Kauf entscheidungen treffen zu können.
#317Der EU-Ebene kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu.
#318Was europäische VerbraucherInnenschutzpolitik erreichen kann, zeigen die drastisch gesenkten Roam ing-Gebühren innerhalb der EU.
#319Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#320BDK Dresden, 07.
#321Februar 2014 Wir wollen starke, unabhängige VerbraucherInnenorga nisationen sowie bessere VerbraucherIn- nenrechte und neue Formen der Beteiligung und Mitbe stimmung schaffen.
#322Das Internet hat die Art und Weise, wie VerbraucherInnen auch grenzübers chreitend kommunizieren, sich informie- ren und einkaufen grundlegend verändert.
#323Durch die globale Vernetzung und technologische Fortschritte zum Beispiel im Energiebereich verschw immen die Grenzen zwischen KonsumentIn- nen, ProduzentInnen und HändlerInnen zunehmend.
#324Dem muss eine moderne europäische Ver- braucherInnenpolitik Rechnung tragen, die auch ein essentieller Faktor für einen gut funktionie- renden europäischen Binnenmarkt ist.
#325Gesunde Ernährung statt Etikettenschwindel Wir wollen eine Lebensmittelproduktion, die sich an der Qualität und nicht nur am Preis aus- richtet.
#326Aus Noroviren in Tiefkühlbeeren und Pferde fleisch in der Lasagne müssen Konsequen- zen gezogen und die Lebensmittelsicherheit EU-weit verbessert werden.
#327Dafür sind unabhängi- ge und unangekündigte Lebensmittelkontrollen erford erlich, an denen die Unternehmen finan- ziell beteiligt werden sollen.
#328Die Ergebnisse der K ontrollen wollen wir veröffentlichen.
#329Ebenso sollten auch die Ergebnisse von Hygienekontrollen i n Restaurants vor Ort veröffentlicht werden, wie das heute in Dänemark bereits der Fall ist.
#330Wir wollen Lebensmittel frei von Gentechnik und Ant ibiotika.
#331Wir brauchen eine leicht ver- ständliche Kennzeichnung.
#332Deshalb fordern wir eine EU-weit verpflichtende Herkunftsangabe für Lebensmittel sowie eine Kennzeichnung der Tierh altungsform.
#333Die Kennzeichnungslücke für Lebensmittel, für deren Erzeugung Genfutter genutzt wurde, wollen wir schließen.
#334Außerdem wollen wir klare Angaben zu tierischen Erzeugnissen in Lebensmitteln und deren Verwendung bei der Lebensmittelproduktion sowie eine klare Ken nzeichnung vegetarischer beziehungsweise veganer Lebensmittel.
#335Täuschende Angaben und Etiket tenschwindel bei Lebensmitteln wollen wir unterbinden.
#336Wir werden uns weiter für eine ver ständliche Nährwertkennzeichnung (Ampel- kennzeichnung) starkmachen.
#337Nachhaltigen Konsum stärken und Produkte sich er machen.
#338Ausbeuterische, unwürdige oder gefährdende Produkti ons- und Herstellungsbedingungen sind nicht akzeptabel.
#339Wir setzen uns deshalb für eine t ransparente Kennzeichnung und die Einhal- tung ökologischer und sozialer Standards ein.
#340Unter nehmen sollen verpflichtet werden, ihre ökologischen und sozialen Produktionsbedingungen ei nschließlich der Lieferketten zu dokumen- tieren und offenzulegen, um die Entscheidung für na chhaltige Produkte zu ermöglichen.
#341Was es bei Lebensmitteln mit dem Bio-Siegel bereits gibt, brauchen wir auch in anderen Bereichen – wie bei Finanzprodukten (siehe Kapitel B.
#342Die Generalunternehmerhaftung, die in Deutschland i m Baugewerbe die Verantwortlichkeit von Unternehmen für die Arbeitsbedingungen ihrer Subunt ernehmen festschreibt, wollen wir EU- weit verankern und auf weitere Branchen ausdehnen.
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