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vom 21.07.2026 PDF
#279
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Damit Europa auch auf der Schiene zusammenwächst, wollen wir der Wiederherstellung der durch Krieg und Nachkriegszeit zerstörten, grenzüberschreitenden un d international bedeutenden Abschnitte Vorrang einräumen und die EU-Finanzmittel dort ents prechend konzentrieren.
#280Dazu ist die Kon- zeption der transeuropäischen Verkehrsnetze konsequ ent weiter zu verfolgen.
#281Es muss sicherge- stellt werden, dass Fördermittel für derartige Proj ekte zu realen Verbesserungen führen und nicht vor allem bisher verantwortliche Ebenen stück weise aus der Finanzierungsverantwortung entlassen.
#282Die europäischen Bahnverkehrsunternehmen sollen stärker kooperieren, so dass es etwa überall möglich ist Fahrkarten für die ganze E U zu kaufen.
#283Nachhaltige Mobilität verlagert den Gütertransport von der Straße auf Schiene und Wasserwe- ge.
#284Das schont das Klima, senkt die Belastung durch Lärm und Schadstoffe.
#285Wir wollen nicht länger sinnlos Steuermilliarden verschwenden für de n Bau und Erhalt unrentabler Kleinstflughä- fen oder ökologisch und ökonomisch fragwürdiger Tun nelgroßprojekte wie der geplanten festen Fehmarnbeltquerung.
#286berdimensionierte Wasserautoba hnen für die Binnenschifffahrt und die damit verbundene Zerstörung von natürlichen Flussla ndschaften wie im Falle der Elbe oder der Donau lehnen wir ebenfalls ab.
#287BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#288Februar 2014 S.
#289Mit einer ökologischen Verkehrspolitik ist insbeson dere auch eine Lärmreduzierung verbunden.
#290Dazu muss zum einen die EU-Umgebungslärmrichtlinie fortentwickelt und die Umsetzung stär- ker forciert werden.
#291Wir fordern verbindliche und a mbitionierte Lärmgrenzwerte für Straßen- und Schienenfahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge.
#292Weite r setzen wir uns auf europäischer Ebene für die Reduzierung von Fluglärm ein und wollen den Nationalstaaten ausdrücklich Betriebsbe- schränkungen zur Durchsetzung von Lärmschutz einräu men, zum Beispiel Nachtflugverbote.
#293Mehr Klimaschutz und Innovation im Straßenver kehr Hauptverursacher für die hohen CO -Emissionen des Verkehrssektors ist mit mehr als 70 Pro- zent der Straßenverkehr.
#294Deshalb erfordert Klimasch utz im Verkehr neben neuen Mobilitätskon- zepten auch einen Wandel in der Autoindustrie hin z u Elektromobilität sowie ressourcenscho- nenden und schadstoffarmen Fahrzeugen.
#295Wir GRÜNE sehen ambitionierte CO -Grenzwerte als Chance für Wirtschaft und Klima: Wi r wollen in der Europäischen Union bis 2025 einen Gre nzwert von 60g CO pro Kilometer für den Flottendurchschnitt von Neuwagen erreichen.
#296Die Pri vilegien für große spritschluckende Dienst- limousinen wollen wir streichen und Anreize zur Nut zung besonders sparsamer Autos schaffen, wie z.
#297durch die Einführung von kostenneutralen B onus-/Malussystemen abhängig vom CO - Ausstoß bei der Erstzulassung von PKWs.
#298Hingegen setzen viele Autobauer noch immer vor alle m auf große, sprithungrige Limousinen.
#299Sie bekämpfen wirkungsvolle CO -Grenzwerte, statt sie als Chance für technologisch e Innovati- on und wettbewerbsfähige Produkte zu begreifen.
#300Das ist ökologisch falsch und wirtschaftlich kurzsichtig.
#301Mit ihrer Blockade von ehrgeizigen CO -Grenzwerten hat sich Angela Merkel in Brüssel zum Sprachrohr dieser verfehlten Lobbypolit ik gemacht.
#302Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass strengere Emissionsgrenzen trotz aller vorheri gen Klagen nach Einführung umgesetzt wur- den, ja teils sogar übertroffen werden.
#303Für faire Rahmenbedingungen Nachhaltige Mobilität braucht faire Wettbewerbsbedi ngungen.
#304Wir dürfen nicht länger den Ver- kehr auf der Straße und in der Luft im Vergleich zu r Schiene bevorteilen.
#305Während Bahnfahren durch die Besteuerung der Kraftstoffe und die Mehrw ertsteuer ständig teurer wird, wird der Luftverkehr in der EU mit Steuersubventionen in Höh e von mehr als 30 Milliarden Euro pro Jahr entlastet.
#306Denn Fluggesellschaften sind von der Ker osinsteuer und auf Auslandsflügen auch von der Mehrwertsteuer befreit.
#307Diese Bevorzugung des L uftverkehrs wollen wir beenden, um end- lich fairen Wettbewerb herzustellen.
#308Fairness fordern wir auch bei den EU-PassagierInnen rechten, die für die Reisenden zu den spür- baren Erfolgen der EU-Verkehrspolitik zählen.
#309Auch hier muss für alle Verkehrsmittel ein gleich hohes VerbraucherInnenschutzniveau gelten, und best ehende Rechtslücken müssen geschlossen werden.
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