Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 22.07.2026 PDF
#158
Europa braucht den Aufbau grüner Wirtschaftszweige und eine grundlegende Neuausrichtung ressourcenintensiver Industrien.
#159
Wir wissen, dass d ies eine gewaltige Herausforderung für die Unternehmen in Europa ist.
#160
Deshalb wollen wir die U nternehmen mit innovations- und investiti- onsfreundlichen Rahmenbedingungen bei diesem Prozes s unterstützen.
#161
Dazu gehören steuerli- che Anreize für Investitionen und ein erleichterter Wissenstransfer, vor allem zu den kleinen und mittleren Unternehmen, z.
#162
indem eine engere Zusam menarbeit mit den Forschungszentren der EU gefördert wird.
#163
Dazu gehört mehr Transparenz über die ökologischen und gesellschaftli- chen Kosten wirtschaftlichen Handelns, um die exter nen Kosten besser abschätzen und einprei- sen zu können.
#164
Die Ökobilanzen verschiedener Untern ehmen zeigen, wie mehr Transparenz ge- schaffen werden kann.
#165
Dazu gehört aber auch eine st ärkere Produktverantwortung, um Wie- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#166
Februar 2014 S.
#167
derverwertung und Ressourceneffizienz zu verbessern .
#168
Grünes Wirtschaften heißt geschlossene Stoffkreisläufe anzustreben – das muss schon bei de r Produktentwicklung ansetzen.
#169
Das wollen wir fördern, indem wir vermehrt Ressourcenverbrauch statt Arbeitskraft besteuern und die euro- päische Ökodesign-Richtlinie um die Kriterien Wiede rverwertung und Effizienz erweitern.
#170
Mit einer innovativen Rohstoffpolitik wollen wir we rtvolle Ressourcen weniger verwenden, wie- der verwenden oder durch andere Materialien ersetze n.
#171
Das vermindert die Abhängigkeit von Importen und macht Europas Unternehmen wettbewerbsf ähiger.
#172
Wir sind überzeugt, dass ein effizienterer Verbrauch von Rohstoffen gerade in Kr isenzeiten wie ein Konjunkturprogramm wir- ken kann.
#173
So wird allein für Deutschland von einem Einsparpotenzial von bis zu 100 Mrd.
#174
Euro ausgegangen.
#175
Die von uns Grünen durchgesetzten neue n Regeln zu Elektroschrott zeigen, wie es gehen kann: Sie verringern unsere Müllberge, spa ren wertvolle Ressourcen und machen die Rückgabe alter Geräte für VerbraucherInnen leichter .
#176
Der ökologische Umbau eröffnet vor allem auch große Chancen: Grüne Industrie- und Innovation spolitik will Europas Industrie dabei un- terstützen, Kostensenkungspotenziale zu erschließen und einen wichtigen Platz auf dem globa- len Markt für Umwelttechnik und Ressourceneffizienz zu sichern.
#177
Viele Unternehmen sind des- halb längst ökologisch und hochgradig innovativ, we nn es um Ressourcenschutz und -einspa- rung geht.
#178
Wir wollen sie als Partner gewinnen und mit ihnen das große Projekt unserer Zeit, den ökologischen Umbau unserer Wirtschaft und Indus triegesellschaft, verwirklichen.
#179
Auch da- mit leisten wir einen relevanten Beitrag zum Klimas chutz und schaffen bzw.
#180
sichern Arbeitsplät- ze in vielen Sektoren.
#181
Um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beim Umbau der Wirt- schaft mitzunehmen, fordern wir für sie ein Recht a uf Weiterbildung.
#182
kologische Inhalte soll- ten fester Bestandteil von Fortbildungen sein und e ine entsprechende Rolle in der Zusammenar- beit zwischen Unternehmen, Zulieferern, Dienstleist ern, Bildungs- und Ausbildungseinrichtun- gen und Forschungszentren in der EU spielen.
#183
Der grüne Umbau ist ein gewaltiges Investitionsprog ramm mit großem Kapitalbedarf, gerade auch aufgrund grenzüberschreitender Infrastrukturpr ojekte wie Stromnetze oder Verkehrswege.
#184
Damit schafft er attraktive grüne Anlagemöglichkeit en für öffentliches und privates Kapital und trägt dazu bei, den Anlagestau am Kapitalmarkt aufz ulösen.
#185
Das für moderne Netze bereitge- stellte Budget im EU-Haushalt – „Connecting Europe Facility“ – muss mit seinem ursprünglich geplanten Finanzvolumen von 50 Mrd.
#186
Euro ausgestatt et und vor allem auf ökologische Projek- te fokussiert werden.
#187
Eine wichtige Rolle bei der M obilisierung privaten Kapitals spielt die Euro- päische Investitionsbank (EIB).
#188
Wir wollen bei der Investitionsstrategie der EIB klare Prioritäten für Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und nach haltige Infrastruktur, damit sie stärker zum Motor der ökologischen Modernisierung wird.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: