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vom 23.07.2026 PDF
#1686
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Wir wenden uns ge- gen Pläne, Mittel aus dem EU-Forschungshaushalt für militärische Forschung auszugeben.
#1687Wie die Rüstungsproduktion beginnt auch die Rüstungsbeg renzung bei der Forschung.
#1688Auch die NATO wollen wir so reformieren, dass sie i n eine multilaterale Sicherheitsarchitektur integriert werden kann.
#1689Mitentscheidend für die Zuk unft der NATO wird sein, dass sich die eu- ropäischen NATO-Partner und die USA darin auf Augen höhe begegnen.
#1690Grüne Friedenspolitik zielt auch auf eine Stärkung der OSZE, denn eine Po litik für Frieden in Europa darf sich nicht al- lein auf die EU beschränken.
#1691Die OSZE ist die einzi ge multilaterale Sicherheitsorganisation, die den gesamten euroasiatischen Raum sowie die USA und Kanada abdeckt.
#1692Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des US-amerikanis chen Lausch- und Spähangriffs auf euro- päische Institutionen bedarf es in der EU einer ern sthaften Debatte über die Gestaltung des transatlantischen Verhältnisses.
#1693Bestehende Koopera tionsmechanismen wollen wir überprüfen und erneuern, zum Beispiel indem wir bestehende Dat enaustauschabkommen wie PNR und SWIFT aussetzen und gemäß strengsten Datenschutzsta ndards neu verhandeln.
#1694Europäische Friedenspolitik stärken Heute ist die Außen- und Sicherheitspolitik der EU durch ein chaotisches Nebeneinander von nationalem und zeitlich verspätetem europäischem Ag ieren dominiert.
#1695Wir wollen, dass die Au- ßenpolitik der EU stärker in der Welt gemeinsam agi ert, auch weil viele unserer Ziele ohne das Instrument einer echten EU-Außenpolitik nur schwer oder gar nicht zu erreichen sind.
#1696Eine neu zu formulierende gemeinsame außenpolitische Strateg ie sollte die bestehende Europäische Si- cherheitsstrategie ablösen und auf den Prinzipien d er Multilateralität, der Internationalität, der parlamentarischen Kontrolle und des Primats des Ziv ilen basieren.
#1697Damit sich die Außen- und Si- cherheitspolitik der EU nicht nur am kleinsten geme insamen Nenner orientiert, setzen wir uns auch in diesem Bereich für das Prinzip von Mehrheit sentscheidungen im Rat ein.
#1698Die EU kann ihre Rolle in der Welt als eine Zivilma cht ausfüllen, die sich besonders für die Stär- kung der Vereinten Nationen engagiert.
#1699Wir begrüßen , dass die EU zunehmend Aufgaben über- nimmt und vorrangig zivile VN-Friedensmissionen unt erstützt.
#1700Für uns haben direkt geführte VN-Missionen Vorrang vor EU- oder NATO-geführten Ei nsätzen unter VN-Mandat.
#1701Daher sollte die EU ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten direkt im Rahmen der Friedenssicherung der VN ein- bringen.
#1702Wir halten am langfristigen Ziel fest, den VN eigene ständige Truppen zu unterstellen, anstatt nationale Militärkontingente abzuordnen.
#1703Di e konstitutive Parlamentsbeteiligung bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr hat sich bewährt u nd darf nicht geschwächt werden.
#1704Auf Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1705BDK Dresden, 07.
#1706Februar 2014 europäischer Ebene setzen wir uns zudem für eine Pa rlamentsbeteiligung des Europaparlaments für militärische Einsätze der EU ein.
#1707Wir wollen, d ass nationale Streitkräfte in der EU weitgehend aufeinander abgestimmt werden.
#1708Denn eine möglichst weitgehende Spezialisierung der nationa- len Streitkräfte und gemeinsame Beschaffung und Nut zung schaffen Synergien und können ge- samteuropäisch militärische Ausgaben senken.
#1709Wir wo llen außerdem die Gemeinsame Sicher- heits- und Verteidigungspolitik weiterentwickeln un d die Streitkräfte in Europa integrieren und reduzieren.
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