Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 23.07.2026 PDF
#1667
Wir unterstützen die von den Mitgliedstaaten des At omwaffensperrvertrags anvisierte Konfe- renz zu einem Nahen Osten frei von Massenvernichtun gswaffen.
#1668
Die EU soll in den Verhand- lungen mit dem Iran weiter eine aktive und konstruk tive Rolle einnehmen und so zu einer fried- lichen Lösung des Konflikts um das iranische Atompr ogramm beitragen.
#1669
Auch gilt es sogenannte „inhumane Waffen” wie weiße n Phosphor und Uranmunition endlich zu ächten.
#1670
Im Europäischen Parlament haben wir hier für eine Mehrheit finden können, doch die Mitgliedstaaten verweigern sich.
#1671
Wir werden uns wei terhin für die Umsetzung der Parlaments- resolution starkmachen, die auf dem Weg zur Ächtung ein Moratorium der EU- und NATO-Mit- glieder für Uranmunition sowie die Unterstützung vo n Opfern und Dekontaminationsmaßnah- men fordert.
#1672
Auch im Bereich der konventionellen Abrüstung stagn ieren die Prozesse.
#1673
Es ist überfällig den Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag) wiederzubeleben, der Russland und die NATO-Staaten zu Einschnitten in der konvent ionellen Rüstung zwingen würde.
#1674
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#1675
Februar 2014 S.
#1676
Verantwortlich für die Entwicklung und Herstellung von Waffen sind nicht nur die Rüstungsun- ternehmen selbst.
#1677
Auch Rentenfonds und Versicherung sprodukte spielen eine einflussreiche Rol- le im Rüstungsmarkt.
#1678
Durch Banken und Versicherunge n bekommen Rüstungshersteller finanzi- elle Mittel, um international geächtete Waffen wie Streumunition oder Landminen herzustellen.
#1679
Deswegen ist auf europäischer Ebene eine Gesetzgebu ng notwendig, die den Unternehmen diese Mittel entzieht.
#1680
Wir erleben zurzeit einen Rüstungswettlauf im Berei ch von Drohnen, deren Einsatz oft mit völ- kerrechtlichen Verstößen einhergeht.
#1681
Wir verstehen den Einsatz von Drohnen für gezielte Tö- tungen außerhalb bewaffneter Konflikte als eine ill egale außergerichtliche Tötung.
#1682
Wir wollen sicherstellen, dass die EU-Mitgliedstaaten gemäß ih ren rechtlichen Verpflichtungen keine Infor- mationen weitergeben, die dazu genutzt werden könne n, unrechtmäßige gezielte Tötungen durchzuführen.
#1683
Im Europäischen Parlament werden wir uns für ein internationales Verbot von vollständig autonomen Waffen einsetzen.
#1684
Auch Cyber-Sicherheit und Weltraumpolitik spielen a uf europäischer Ebene eine immer größere Rolle.
#1685
Grüne Politik will durch völkerrechtliche Ve rträge die zunehmende Militarisierung des Weltraums und des Internets zunächst begrenzen und langfristig abbauen.
#1686
Wir wenden uns ge- gen Pläne, Mittel aus dem EU-Forschungshaushalt für militärische Forschung auszugeben.
#1687
Wie die Rüstungsproduktion beginnt auch die Rüstungsbeg renzung bei der Forschung.
#1688
Auch die NATO wollen wir so reformieren, dass sie i n eine multilaterale Sicherheitsarchitektur integriert werden kann.
#1689
Mitentscheidend für die Zuk unft der NATO wird sein, dass sich die eu- ropäischen NATO-Partner und die USA darin auf Augen höhe begegnen.
#1690
Grüne Friedenspolitik zielt auch auf eine Stärkung der OSZE, denn eine Po litik für Frieden in Europa darf sich nicht al- lein auf die EU beschränken.
#1691
Die OSZE ist die einzi ge multilaterale Sicherheitsorganisation, die den gesamten euroasiatischen Raum sowie die USA und Kanada abdeckt.
#1692
Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des US-amerikanis chen Lausch- und Spähangriffs auf euro- päische Institutionen bedarf es in der EU einer ern sthaften Debatte über die Gestaltung des transatlantischen Verhältnisses.
#1693
Bestehende Koopera tionsmechanismen wollen wir überprüfen und erneuern, zum Beispiel indem wir bestehende Dat enaustauschabkommen wie PNR und SWIFT aussetzen und gemäß strengsten Datenschutzsta ndards neu verhandeln.
#1694
Europäische Friedenspolitik stärken Heute ist die Außen- und Sicherheitspolitik der EU durch ein chaotisches Nebeneinander von nationalem und zeitlich verspätetem europäischem Ag ieren dominiert.
#1695
Wir wollen, dass die Au- ßenpolitik der EU stärker in der Welt gemeinsam agi ert, auch weil viele unserer Ziele ohne das Instrument einer echten EU-Außenpolitik nur schwer oder gar nicht zu erreichen sind.
#1696
Eine neu zu formulierende gemeinsame außenpolitische Strateg ie sollte die bestehende Europäische Si- cherheitsstrategie ablösen und auf den Prinzipien d er Multilateralität, der Internationalität, der parlamentarischen Kontrolle und des Primats des Ziv ilen basieren.
#1697
Damit sich die Außen- und Si- cherheitspolitik der EU nicht nur am kleinsten geme insamen Nenner orientiert, setzen wir uns auch in diesem Bereich für das Prinzip von Mehrheit sentscheidungen im Rat ein.


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