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vom 23.07.2026 PDF
#1663
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Dafür müssen auch die europäischen Atommächte Frankreich und Gro ßbritannien ihren Beitrag leisten und ihre Atomwaffenarsenale abrüsten.
#1664Auch die EU als Z ivilmacht und Friedensnobelpreisträgerin darf nicht selbst zur Atommacht werden.
#1665Wir wollen nicht bis zur Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags 2015 die Hände in den Schoß legen.
#1666Einzelne EU-Staaten können vorangehen: Mit einer Strategie kalkulierter einsei tiger Vorleistungsschritte können einzelne EU- Staaten Impulse für ein atomwaffenfreies Europa und für Fortschritte bei der Überprüfungskon- ferenz geben.
#1667Wir unterstützen die von den Mitgliedstaaten des At omwaffensperrvertrags anvisierte Konfe- renz zu einem Nahen Osten frei von Massenvernichtun gswaffen.
#1668Die EU soll in den Verhand- lungen mit dem Iran weiter eine aktive und konstruk tive Rolle einnehmen und so zu einer fried- lichen Lösung des Konflikts um das iranische Atompr ogramm beitragen.
#1669Auch gilt es sogenannte „inhumane Waffen” wie weiße n Phosphor und Uranmunition endlich zu ächten.
#1670Im Europäischen Parlament haben wir hier für eine Mehrheit finden können, doch die Mitgliedstaaten verweigern sich.
#1671Wir werden uns wei terhin für die Umsetzung der Parlaments- resolution starkmachen, die auf dem Weg zur Ächtung ein Moratorium der EU- und NATO-Mit- glieder für Uranmunition sowie die Unterstützung vo n Opfern und Dekontaminationsmaßnah- men fordert.
#1672Auch im Bereich der konventionellen Abrüstung stagn ieren die Prozesse.
#1673Es ist überfällig den Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag) wiederzubeleben, der Russland und die NATO-Staaten zu Einschnitten in der konvent ionellen Rüstung zwingen würde.
#1674BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#1675Februar 2014 S.
#1676Verantwortlich für die Entwicklung und Herstellung von Waffen sind nicht nur die Rüstungsun- ternehmen selbst.
#1677Auch Rentenfonds und Versicherung sprodukte spielen eine einflussreiche Rol- le im Rüstungsmarkt.
#1678Durch Banken und Versicherunge n bekommen Rüstungshersteller finanzi- elle Mittel, um international geächtete Waffen wie Streumunition oder Landminen herzustellen.
#1679Deswegen ist auf europäischer Ebene eine Gesetzgebu ng notwendig, die den Unternehmen diese Mittel entzieht.
#1680Wir erleben zurzeit einen Rüstungswettlauf im Berei ch von Drohnen, deren Einsatz oft mit völ- kerrechtlichen Verstößen einhergeht.
#1681Wir verstehen den Einsatz von Drohnen für gezielte Tö- tungen außerhalb bewaffneter Konflikte als eine ill egale außergerichtliche Tötung.
#1682Wir wollen sicherstellen, dass die EU-Mitgliedstaaten gemäß ih ren rechtlichen Verpflichtungen keine Infor- mationen weitergeben, die dazu genutzt werden könne n, unrechtmäßige gezielte Tötungen durchzuführen.
#1683Im Europäischen Parlament werden wir uns für ein internationales Verbot von vollständig autonomen Waffen einsetzen.
#1684Auch Cyber-Sicherheit und Weltraumpolitik spielen a uf europäischer Ebene eine immer größere Rolle.
#1685Grüne Politik will durch völkerrechtliche Ve rträge die zunehmende Militarisierung des Weltraums und des Internets zunächst begrenzen und langfristig abbauen.
#1686Wir wenden uns ge- gen Pläne, Mittel aus dem EU-Forschungshaushalt für militärische Forschung auszugeben.
#1687Wie die Rüstungsproduktion beginnt auch die Rüstungsbeg renzung bei der Forschung.
#1688Auch die NATO wollen wir so reformieren, dass sie i n eine multilaterale Sicherheitsarchitektur integriert werden kann.
#1689Mitentscheidend für die Zuk unft der NATO wird sein, dass sich die eu- ropäischen NATO-Partner und die USA darin auf Augen höhe begegnen.
#1690Grüne Friedenspolitik zielt auch auf eine Stärkung der OSZE, denn eine Po litik für Frieden in Europa darf sich nicht al- lein auf die EU beschränken.
#1691Die OSZE ist die einzi ge multilaterale Sicherheitsorganisation, die den gesamten euroasiatischen Raum sowie die USA und Kanada abdeckt.
#1692Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des US-amerikanis chen Lausch- und Spähangriffs auf euro- päische Institutionen bedarf es in der EU einer ern sthaften Debatte über die Gestaltung des transatlantischen Verhältnisses.
#1693Bestehende Koopera tionsmechanismen wollen wir überprüfen und erneuern, zum Beispiel indem wir bestehende Dat enaustauschabkommen wie PNR und SWIFT aussetzen und gemäß strengsten Datenschutzsta ndards neu verhandeln.
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