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vom 23.07.2026 PDF
#1636
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Es kann nur eine ultima ratio sein, wenn alle anderen Mittel allein keine Aussicht auf Erfolg haben, und es muss in einen aussichts- reichen politischen Gesamtansatz eingebunden sein.
#1637Die Risiken müssen verantwortbar sein, und das Handeln der Soldatinnen und Soldaten ist au snahmslos an das Grundgesetz und die Menschenrechte gebunden.
#1638Rüstungsexporte begrenzen Unternehmen aus EU-Mitgliedstaaten verkaufen nach U S-amerikanischen Firmen die zweit- meisten Rüstungsgüter.
#1639Deutschland hat daran den gr ößten Anteil.
#1640Viele dieser Waffen gehen in Krisengebiete, an autoritäre Regierungen, insbes ondere die Golfmonarchien, und werden zur Unterdrückung von Oppositionellen eingesetzt.
#1641Vor a llem Kleinwaffen landen häufig in den Händen von Warlords, Terrorgruppen oder der Mafia.
#1642Die EU muss Einfluss dahingehend aus- üben, Waffenexporte global deutlich zu reduzieren.
#1643Die Rüstungsexportpolitik darf nicht an par- tikularen politischen und wirtschaftlichen Interess en ausgerichtet werden.
#1644Waffenlieferungen in Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1645BDK Dresden, 07.
#1646Februar 2014 Krisengebiete und an Regime, die schwere Menschenre chtsverletzungen begehen, müssen be- endet werden.
#1647Durch den Rückgang von militärischer Beschaffung un d stagnierende Ausgaben für Verteidi- gungshaushalte befinden sich große Teile der europä ischen Rüstungsindustrie in einer Krise und drängen verstärkt auf Export.
#1648Letzteres ist für uns nicht akzeptabel.
#1649Wir wollen die ökonomi- schen Probleme durch Konversion zu ziviler Produkti on und nicht durch Export lösen.
#1650Es ist not- wendig die europäischen Rüstungsindustrien zu verkl einern – insbesondere durch bessere Ko- operation zwischen den Mitgliedstaaten.
#1651Leider hat sich eine Mehrheit im Europäischen Parla- ment gegen unsere Vorschläge zur stärkeren Kontroll e von Rüstungsexporten gewandt.
#1652Wir werden hierfür in der nächsten Legislaturperiode ei nen neuen Anlauf unternehmen.
#1653Europäische Rüstungsexporte müssen für die Öffentli chkeit und das Europäische Parlament transparent und überprüfbar gemacht werden.
#1654Nur so lässt sich feststellen, ob die Mitgliedstaa- ten sich an die Bestimmungen der EU und des Global Arms Trade Treaty halten.
#1655Bisher haben Konservative und Liberale restriktive Regeln für Gü ter mit doppeltem Verwendungszweck im Europäischen Parlament verhindert.
#1656Wir werden uns w eiter dafür einsetzen, dass Überwa- chungstechnologie nicht mehr an undemokratische Sta aten exportiert wird.
#1657Abrüstungspolitik und Sicherheitskooperation voranbringen Unser Ziel ist eine Welt mit immer weniger Waffen.
#1658Dagegen entstehen durch Aufrüstung, die Entwicklung neuer Waffentechnologien und die Verbre itung von Massenvernichtungswaffen neue Gefahren; sie machen die Welt nicht sicherer.
#1659Die diversen Giftgaseinsätze in Syrien zeigen, dass existierende Massenvernichtungswaffen auch eingesetzt werden.
#1660Wir begrüßen, dass Syrien jetzt der Chemiewaffenkonvention beigetreten ist und die Bestände vernichtet werden.
#1661Aber auch bei den anderen, noch gefährlicheren Mass envernichtungswaffen, den Atomwaffen, müssen Abrüstungstaten her.
#1662Wir setzen uns ein für ein atomwaffenfreies Europa.
#1663Dafür müssen auch die europäischen Atommächte Frankreich und Gro ßbritannien ihren Beitrag leisten und ihre Atomwaffenarsenale abrüsten.
#1664Auch die EU als Z ivilmacht und Friedensnobelpreisträgerin darf nicht selbst zur Atommacht werden.
#1665Wir wollen nicht bis zur Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags 2015 die Hände in den Schoß legen.
#1666Einzelne EU-Staaten können vorangehen: Mit einer Strategie kalkulierter einsei tiger Vorleistungsschritte können einzelne EU- Staaten Impulse für ein atomwaffenfreies Europa und für Fortschritte bei der Überprüfungskon- ferenz geben.
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