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vom 22.07.2026 PDF
#1587
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Genauso falsch ist es, wenn die EU Abkommen zur Rückübernahme von Flüchtlingen mit Ländern schließt, die kein funktionierendes Asy lsystem haben und in denen Flüchtlinge oft nur unter unhaltbaren Zuständen geduldet werden.
#1588Wi r setzen uns für ein sofortiges Ende sol- cher menschenrechtswidrigen Praktiken ein.
#1589Stattdessen müssen wir legale Zugangsmöglichkeiten für Asylsuchende öffnen, zum Beispiel durch ein humanitäres Visum, das eine sichere Einre ise in die EU erlaubt, um hier einen Asylan- trag zu stellen.
#1590Es ist eine Schande, dass Menschen erst die gefährliche Überfahrt über das Mit- telmeer wagen müssen, bevor sie Schutz suchen könne n.
#1591Gegenüber anderen Ländern erwarten wir von der EU e inen konsequenten Einsatz gegen To- desstrafe und Folter.
#1592Wir setzen uns ein für Mensch en, die wegen ihrer sexuellen Identität, ihres Geschlechts, ihrer Religion, Ethnie oder politische n Ansichten diskriminiert und verfolgt werden.
#1593Die EU muss den Druck auf Staaten erhöhen, die den Einsatz von KindersoldatInnen, Sklaverei und Gewalt gegen Frauen sowie LSBTTI nicht ächten.
#1594Wir fordern die Kommission auf, beson- ders auf die Anerkennung der Verfolgung aufgrund se xueller und geschlechtlicher Identität zu drängen.
#1595Wir wollen die Bekämpfung des Menschenhandels zur s exuellen Ausbeutung und zur Arbeits- ausbeutung gleichermaßen vorantreiben.
#1596Dies kann ge lingen, wenn auch auf internationaler Ebene in den Bereichen Strafverfolgung und Opfersch utz eng zusammengearbeitet wird.
#1597Hilfs- strukturen müssen europaweit vernetzt und auf die U nterschiedlichkeit der Opfergruppen, die Identität der Opfer und die Art der Delikte zugesch nitten werden.
#1598Wir unterstützen die EU- Richtlinie zur Verhütung und Bekämpfung des Mensche nhandels und zum Schutz seiner Opfer; sie muss endlich in allen Ländern umgesetzt werden.
#1599Neben präventiven Schutzmaßnahmen ist auch ein uneingeschränkter Zugang der Opfer zu Unte rstützung und Betreuung sicherzustellen; dazu gehören eine sichere Unterkunft, materielle Un terstützung, medizinische Versorgung, psy- chosoziale Betreuung und eine Aufenthaltserlaubnis insbesondere, aber nicht nur während lau- fender Gerichtsverfahren.
#1600Ein dauerhaftes Bleiberec ht würde die Aussagebereitschaft der Opfer erhöhen und die Strafverfolgung der TäterInnen erle ichtern.
#1601Menschenhandelsopfer, die als ZeugInnen auftreten, brauchen ein umfassendes ZeugI nnenschutzprogramm.
#1602Unterstützung und Schutz der Opfer dürfen aber nicht von einer Au ssagebereitschaft abhängig gemacht wer- den.
#1603Opfer von Menschenhandel dürfen auch nicht daf ür missbraucht werden, Migration zu begrenzen oder selbst gewählte Sexarbeit zu unterbi nden.
#1604Im Gegensatz zu dieser ist Men- schenhandel zur sexuellen Ausbeutung eine eklatante Menschenrechtsverletzung und eine ex- trem schwere Straftat.
#1605Wir werden uns für einen eur opäischen Fachaustausch zu Zwangsprosti- tution und Menschenhandel einsetzen, der die Entwic klung gemeinsamer Strategien voran- bringt.
#1606Wir haben uns erfolgreich für eine EU-Menschenrecht sstrategie und eineN Menschenrechtsbe- auftragteN stark gemacht.
#1607Den Menschenrechtsschutz wollen wir auch durch eine verstärkte Unterstützung des Internationalen Strafgerichtshofs und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte voranbringen.
#1608Vereinte Nationen stärken Die EU soll ihren Einfluss in den Dienst der VN ste llen.
#1609Kein Akteur besitzt mehr Legitimation als die VN, doch sie sind immer nur so stark, wie ihre 193 Mitgliedstaaten sie machen.
#1610Die VN BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#1611Februar 2014 S.
#1612müssen reformiert werden.
#1613Deutschland kann dabei vo rangehen und, statt auf einem deutschen Sitz im Sicherheitsrat zu beharren, unter Einbezieh ung Frankreichs und Großbritanniens auf eine permanente EU-Vertretung und langfristig auf einen gemeinsamen permanenten EU-Sitz drän- gen.
#1614Zugleich kann so ein Zeichen für eine umfassen de Sicherheitsratsreform gesetzt werden.
#1615Diese sollte durch mehr Beteiligung von Ländern aus dem globalen Süden zu einer ausgewoge- neren Zusammensetzung führen.
#1616Die Vetomöglichkeit i m Sicherheitsrat wollen wir langfristig abschaffen und kurzfristig mit einem Begründungszwa ng belegen.
#1617Die Generalversammlung wollen wir aufwerten.
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