Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 22.07.2026 PDF
#1571
Anstelle von mehr Überwachung und Abschottung wollen wir ein faires Asylsystem sc haffen und legale Zuwanderung ermögli- chen.
#1572
Statt der einseitig auf Flüchtlingsabwehr aus gerichteten EU-Politik und der darauf speziali- sierten EU-Grenzschutzagentur FRONTEX wollen wir ei ne neue europäische Gesamtstrategie für eine liberale und menschenrechtsbasierte Grenzpolit ik.
#1573
Der Grenzverkehr an den europäischen Außengrenzen muss fair, sicher und menschenrechtsko nform geregelt werden.
#1574
Wir sind bestürzt über einen Bericht von ProAsyl, nach dem Schutzbedü rftige an der griechischen Grenze mit Ge- walt zurückgeschickt wurden.
#1575
Flüchtlinge müssen die Möglichkeit haben, in der EU Asyl zu be- antragen.
#1576
Es ist höchste Zeit, die Forderung des Fl üchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen umzusetzen und syrische Flüchtlinge nicht mehr an d en EU-Grenzen abzuweisen.
#1577
Die Mitglied- staaten müssen außerdem deutlich mehr Flüchtlinge ü ber das Resettlement-Programm des VN- Flüchtlingshilfswerks aufnehmen.
#1578
Wir brauchen eine starke europäische Kooperation bei der Rettung von Schiffbrüchigen.
#1579
Die Mitgliedstaaten mü ssen ihrer internationalen Pflicht zur See- notrettung endlich lückenlos nachkommen.
#1580
Auf dem Me er aufgegriffene Flüchtlinge haben das Recht auf Schutz vor Zurückweisung und ein faires A sylverfahren an Land.
#1581
Das muss überall ohne Abstriche gelten.
#1582
Wir sind dagegen, dass Flüch tlingsboote abgedrängt und zur Umkehr gezwungen werden.
#1583
Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1584
BDK Dresden, 07.
#1585
Februar 2014 Auch die zunehmende Zusammenarbeit von EU-Staaten u nd von FRONTEX mit Drittstaaten beim europäischen Grenzschutz darf den Flüchtlingss chutz nicht unterlaufen.
#1586
Wenn die EU ihre Außengrenze in die Nachbarländer verlagert und Flüc htlingsboote von Drittstaaten schon beim Ablegen abfangen lässt, betreibt sie eine menschenv erachtende Abschottungspolitik, die darauf ausgerichtet ist, Flüchtlingen um jeden Preis den Z ugang zum europäischen Schutzraum zu ver- wehren.
#1587
Genauso falsch ist es, wenn die EU Abkommen zur Rückübernahme von Flüchtlingen mit Ländern schließt, die kein funktionierendes Asy lsystem haben und in denen Flüchtlinge oft nur unter unhaltbaren Zuständen geduldet werden.
#1588
Wi r setzen uns für ein sofortiges Ende sol- cher menschenrechtswidrigen Praktiken ein.
#1589
Stattdessen müssen wir legale Zugangsmöglichkeiten für Asylsuchende öffnen, zum Beispiel durch ein humanitäres Visum, das eine sichere Einre ise in die EU erlaubt, um hier einen Asylan- trag zu stellen.
#1590
Es ist eine Schande, dass Menschen erst die gefährliche Überfahrt über das Mit- telmeer wagen müssen, bevor sie Schutz suchen könne n.
#1591
Gegenüber anderen Ländern erwarten wir von der EU e inen konsequenten Einsatz gegen To- desstrafe und Folter.
#1592
Wir setzen uns ein für Mensch en, die wegen ihrer sexuellen Identität, ihres Geschlechts, ihrer Religion, Ethnie oder politische n Ansichten diskriminiert und verfolgt werden.
#1593
Die EU muss den Druck auf Staaten erhöhen, die den Einsatz von KindersoldatInnen, Sklaverei und Gewalt gegen Frauen sowie LSBTTI nicht ächten.
#1594
Wir fordern die Kommission auf, beson- ders auf die Anerkennung der Verfolgung aufgrund se xueller und geschlechtlicher Identität zu drängen.
#1595
Wir wollen die Bekämpfung des Menschenhandels zur s exuellen Ausbeutung und zur Arbeits- ausbeutung gleichermaßen vorantreiben.
#1596
Dies kann ge lingen, wenn auch auf internationaler Ebene in den Bereichen Strafverfolgung und Opfersch utz eng zusammengearbeitet wird.
#1597
Hilfs- strukturen müssen europaweit vernetzt und auf die U nterschiedlichkeit der Opfergruppen, die Identität der Opfer und die Art der Delikte zugesch nitten werden.
#1598
Wir unterstützen die EU- Richtlinie zur Verhütung und Bekämpfung des Mensche nhandels und zum Schutz seiner Opfer; sie muss endlich in allen Ländern umgesetzt werden.
#1599
Neben präventiven Schutzmaßnahmen ist auch ein uneingeschränkter Zugang der Opfer zu Unte rstützung und Betreuung sicherzustellen; dazu gehören eine sichere Unterkunft, materielle Un terstützung, medizinische Versorgung, psy- chosoziale Betreuung und eine Aufenthaltserlaubnis insbesondere, aber nicht nur während lau- fender Gerichtsverfahren.
#1600
Ein dauerhaftes Bleiberec ht würde die Aussagebereitschaft der Opfer erhöhen und die Strafverfolgung der TäterInnen erle ichtern.
#1601
Menschenhandelsopfer, die als ZeugInnen auftreten, brauchen ein umfassendes ZeugI nnenschutzprogramm.


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