Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 22.07.2026 PDF
#1561
Europa sollte sich stärker bemühen, positive Entwicklungen auf seinem südlichen Nachbarkontinent zu unterstüt- zen und sicherheitspolitischen Risiken entgegenzuwi rken.
#1562
China, Indien und Brasilien sind zu neuen Schwergew ichten in der multipolaren Welt geworden.
#1563
Die EU betrachtet sie neben den USA, Russland und a nderen als „strategische Partner“.
#1564
Aus- druck dieser Partnerschaft sollte ein ebenso kooper ativer wie kritischer Umgang sein, der es er- laubt, gemeinsame Ziele zu erreichen und gleichzeit ig Differenzen z.
#1565
in Sachen Menschen- rechten in einem offenen Dialog auf Augenhöhe auszu tragen.
#1566
Flüchtlinge schützen – Menschenrechte verteid igen Zu den größten europäischen Fehlentwicklungen gehör t die Grenzpolitik der EU.
#1567
Durch die bis- herige Politik sterben jedes Jahr Tausende Flüchtli nge.
#1568
Das Menschenrecht auf Asyl fällt ver- meintlichen Sicherheitsinteressen und populistische r Stimmungsmache zum Opfer.
#1569
Die Militari- sierung der Grenzen wird durch Programme wie das eu ropäische Grenzüberwachungssystem EUROSUR vorangetrieben.
#1570
Wir wollen einen Neuanfang in der europäischen Gren zpolitik.
#1571
Anstelle von mehr Überwachung und Abschottung wollen wir ein faires Asylsystem sc haffen und legale Zuwanderung ermögli- chen.
#1572
Statt der einseitig auf Flüchtlingsabwehr aus gerichteten EU-Politik und der darauf speziali- sierten EU-Grenzschutzagentur FRONTEX wollen wir ei ne neue europäische Gesamtstrategie für eine liberale und menschenrechtsbasierte Grenzpolit ik.
#1573
Der Grenzverkehr an den europäischen Außengrenzen muss fair, sicher und menschenrechtsko nform geregelt werden.
#1574
Wir sind bestürzt über einen Bericht von ProAsyl, nach dem Schutzbedü rftige an der griechischen Grenze mit Ge- walt zurückgeschickt wurden.
#1575
Flüchtlinge müssen die Möglichkeit haben, in der EU Asyl zu be- antragen.
#1576
Es ist höchste Zeit, die Forderung des Fl üchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen umzusetzen und syrische Flüchtlinge nicht mehr an d en EU-Grenzen abzuweisen.
#1577
Die Mitglied- staaten müssen außerdem deutlich mehr Flüchtlinge ü ber das Resettlement-Programm des VN- Flüchtlingshilfswerks aufnehmen.
#1578
Wir brauchen eine starke europäische Kooperation bei der Rettung von Schiffbrüchigen.
#1579
Die Mitgliedstaaten mü ssen ihrer internationalen Pflicht zur See- notrettung endlich lückenlos nachkommen.
#1580
Auf dem Me er aufgegriffene Flüchtlinge haben das Recht auf Schutz vor Zurückweisung und ein faires A sylverfahren an Land.
#1581
Das muss überall ohne Abstriche gelten.
#1582
Wir sind dagegen, dass Flüch tlingsboote abgedrängt und zur Umkehr gezwungen werden.
#1583
Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1584
BDK Dresden, 07.
#1585
Februar 2014 Auch die zunehmende Zusammenarbeit von EU-Staaten u nd von FRONTEX mit Drittstaaten beim europäischen Grenzschutz darf den Flüchtlingss chutz nicht unterlaufen.
#1586
Wenn die EU ihre Außengrenze in die Nachbarländer verlagert und Flüc htlingsboote von Drittstaaten schon beim Ablegen abfangen lässt, betreibt sie eine menschenv erachtende Abschottungspolitik, die darauf ausgerichtet ist, Flüchtlingen um jeden Preis den Z ugang zum europäischen Schutzraum zu ver- wehren.
#1587
Genauso falsch ist es, wenn die EU Abkommen zur Rückübernahme von Flüchtlingen mit Ländern schließt, die kein funktionierendes Asy lsystem haben und in denen Flüchtlinge oft nur unter unhaltbaren Zuständen geduldet werden.
#1588
Wi r setzen uns für ein sofortiges Ende sol- cher menschenrechtswidrigen Praktiken ein.
#1589
Stattdessen müssen wir legale Zugangsmöglichkeiten für Asylsuchende öffnen, zum Beispiel durch ein humanitäres Visum, das eine sichere Einre ise in die EU erlaubt, um hier einen Asylan- trag zu stellen.
#1590
Es ist eine Schande, dass Menschen erst die gefährliche Überfahrt über das Mit- telmeer wagen müssen, bevor sie Schutz suchen könne n.
#1591
Gegenüber anderen Ländern erwarten wir von der EU e inen konsequenten Einsatz gegen To- desstrafe und Folter.


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