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vom 22.07.2026 PDF
#1532
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Die Europäische Union als gute Nachbarin Für eine gute Nachbarschaftspolitik brauchen wir ei nen anderen Kurs.
#1533Oftmals wurden wirt- schaftliche Interessen und vermeintliche Stabilität vor die Förderung von Demokratie und Men- schenrechten gestellt.
#1534Das war insbesondere bei dem Konzept der Mittelmeerunion der Fall.
#1535Die EU braucht einen grundsätzlichen Neuansatz für den gesamten Mittelmeerraum.
#1536Die EU sollte Anreize für demokratische Reformen setzen, die eine n Mehrwert bieten, und nicht bevormun- den.
#1537Daher setzen wir uns für großzügige finanziell e Hilfen, Erleichterungen bei der Visaverga- be, Marktzugang und Arbeitsmigration ein.
#1538Dazu gehö rt auch, Kulturaustausch zu fördern und jungen Menschen umfassende Möglichkeiten zu Ausbild ung und Studium in der EU zu bieten.
#1539Diese Angebote brauchen klare Kriterien und Mechani smen der Überprüfung, damit nicht er- neut autoritäre Regierungen gestützt werden.
#1540Wir un terstützen demokratische Reformbemü- hungen in Nordafrika und der arabischen Welt.
#1541Das B eispiel Ägypten, wo sich nach einem hoff- nungsvollen Start wieder eine Militärherrschaft zu verfestigen droht, zeigt aber auch, dass De- mokratisierung ein langer und mit Rückschlägen verb undener Prozess sein kann.
#1542Die Östliche Partnerschaft mit den Ländern Moldawie n, Ukraine, Belarus, Georgien, Armenien und Aserbaidschan ist einer der Schwerpunkte europä ischer Außen- und Nachbarschaftspolitik.
#1543Die Europäische Union sollte diese Länder und Russl and in den Bereichen Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte, grenzüberschreitende Kooperatio n, wirtschaftliche Modernisierung, ge- meinsame europäische Sicherheit und Reisefreiheit u nterstützen.
#1544Daher fordern wir die Aufhe- bung der Visumpflicht für die Länder der Östlichen Partnerschaft und Russland.
#1545Wir wollen die vielfältigen Beziehungen zwischen der EU und Russla nd für die Unterstützung von Modernisie- rung und Demokratisierung nutzen.
#1546Mit der Europäisc hen Nachbarschaftspolitik möchten wir in ganz Osteuropa erreichen, dass Menschenrechte, Demo kratie und Rechtsstaatlichkeit gestärkt werden und die ehemaligen Sowjetrepubliken eigenstä ndig und selbstbestimmt ihre Zukunft ge- stalten können.
#1547Im Rahmen eines ökologischen Umbaus der Wirtschaft wollen wir zu einer un- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#1548Februar 2014 S.
#1549abhängigen Energieversorgung der osteuropäischen St aaten beitragen.
#1550Wir stellen uns gegen autoritäre und menschenfeindliche Tendenzen, wie si e beispielsweise auch in Russland zuneh- men.
#1551Dazu gehört, eine offene Zivilgesellschaft zu stärken und darauf zu drängen, dass diskrimi- nierende Gesetzgebungen wie das „Gesetz gegen Propa ganda nicht traditioneller sexueller Be- ziehungen“ zurückgenommen werden.
#1552Die EU soll eine aktive, unterstützende Rolle für e ine Friedenslösung im Nahostkonflikt einneh- men.
#1553Dabei sind die Rechte und die Sicherheit Israe ls und Palästinas gleichermaßen zu berück- sichtigen.
#1554Die unverrückbare und dauerhafte Unterst ützung für die Existenz und die Sicherheit Israels und seiner BürgerInnen ist Eckpfeiler europ äischer und deutscher Außenpolitik.
#1555Wir sind für die demokratische Stärkung des palästinensische n Staates, die Anerkennung durch Europa und die Aufnahme in die VN.
#1556Dauerhaften Frieden wir d es erst durch eine Zwei-Staaten-Rege- lung auf Grundlage der Grenzen von 1967 und ein End e der Besatzung geben.
#1557Vor diesem Hin- tergrund unterstützen wir die fortlaufenden Frieden sverhandlungen; die EU sollte zu deren er- folgreichem Abschluss beitragen, indem sie auf die Interessenlagen beider Seiten einwirkt.
#1558Europa sollte sich mit mehr Engagement um gute und verlässliche Beziehungen zu den Staaten Afrikas bemühen.
#1559Die Staaten beider Kontinente habe n 2007 mit der EU-Afrika-Strategie den Aufbau einer Partnerschaft vereinbart.
#1560Von Partners chaft reden reicht nicht.
#1561Europa sollte sich stärker bemühen, positive Entwicklungen auf seinem südlichen Nachbarkontinent zu unterstüt- zen und sicherheitspolitischen Risiken entgegenzuwi rken.
#1562China, Indien und Brasilien sind zu neuen Schwergew ichten in der multipolaren Welt geworden.
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