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vom 22.07.2026 PDF
#1522
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Alle Länder des westlichen Ba lkans sollen die Möglichkeit haben Mitglieder zu werden; dies muss aber nicht gleichzeitig gesche hen.
#1523Ein Schwerpunkt auf dem Balkan sollte die regionale Kooperation und Aussöhnung sowie die Lösung aller offenen Grenzfragen sein.
#1524Die EU muss besonders Bosnien und Herzegowina sowie dem Kosovo, die noch einen längeren Weg bis zum Beitritt vor sich haben, zugewandt sein und diese Staaten gezielt unterstützen.
#1525Dies gilt auch für den Beitritt der Türkei.
#1526Wir GRÜ NE sprechen uns für faire und transparente Beitrittsverhandlungen mit der Türkei mit dem Ziel eines Beitritts aus.
#1527Derzeit erfüllt die Türkei die Voraussetzungen für einen Beitritt nicht, wie d ie unangemessene Polizeigewalt gegen die DemonstrantInnen im Istanbuler Gezi-Park und andere n Teilen des Landes, die Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit und auch der Umgan g der Regierung mit dem Korruptions- skandal deutlich machten.
#1528Doch eine glaubwürdige Beitrittsperspektive kann Dy namik in die demokratischen und rechts- staatlichen Veränderungen bringen und die Reformkrä fte im Land stärken.
#1529Rechte, die türki- schen Staatsangehörigen nach dem Assoziierungsabkom men zustehen, wie Visa-Freiheit und Aufenthaltsrecht in der EU, wollen wir endlich umse tzen.
#1530Analog soll auch die Ukraine, wo hun- derttausende Menschen für die Europäisierung des La ndes und die Annäherung an Europa auf die Straße gingen, eine klare Beitrittsperspektive erhalten.
#1531Die EU muss auch anderen potenziellen Beitrittskand idaten auf Grundlage überprüfbarer Fort- schritte enge, über die bisherigen Assoziierungsabk ommen hinausgehende Kooperation anbie- ten.
#1532Die Europäische Union als gute Nachbarin Für eine gute Nachbarschaftspolitik brauchen wir ei nen anderen Kurs.
#1533Oftmals wurden wirt- schaftliche Interessen und vermeintliche Stabilität vor die Förderung von Demokratie und Men- schenrechten gestellt.
#1534Das war insbesondere bei dem Konzept der Mittelmeerunion der Fall.
#1535Die EU braucht einen grundsätzlichen Neuansatz für den gesamten Mittelmeerraum.
#1536Die EU sollte Anreize für demokratische Reformen setzen, die eine n Mehrwert bieten, und nicht bevormun- den.
#1537Daher setzen wir uns für großzügige finanziell e Hilfen, Erleichterungen bei der Visaverga- be, Marktzugang und Arbeitsmigration ein.
#1538Dazu gehö rt auch, Kulturaustausch zu fördern und jungen Menschen umfassende Möglichkeiten zu Ausbild ung und Studium in der EU zu bieten.
#1539Diese Angebote brauchen klare Kriterien und Mechani smen der Überprüfung, damit nicht er- neut autoritäre Regierungen gestützt werden.
#1540Wir un terstützen demokratische Reformbemü- hungen in Nordafrika und der arabischen Welt.
#1541Das B eispiel Ägypten, wo sich nach einem hoff- nungsvollen Start wieder eine Militärherrschaft zu verfestigen droht, zeigt aber auch, dass De- mokratisierung ein langer und mit Rückschlägen verb undener Prozess sein kann.
#1542Die Östliche Partnerschaft mit den Ländern Moldawie n, Ukraine, Belarus, Georgien, Armenien und Aserbaidschan ist einer der Schwerpunkte europä ischer Außen- und Nachbarschaftspolitik.
#1543Die Europäische Union sollte diese Länder und Russl and in den Bereichen Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte, grenzüberschreitende Kooperatio n, wirtschaftliche Modernisierung, ge- meinsame europäische Sicherheit und Reisefreiheit u nterstützen.
#1544Daher fordern wir die Aufhe- bung der Visumpflicht für die Länder der Östlichen Partnerschaft und Russland.
#1545Wir wollen die vielfältigen Beziehungen zwischen der EU und Russla nd für die Unterstützung von Modernisie- rung und Demokratisierung nutzen.
#1546Mit der Europäisc hen Nachbarschaftspolitik möchten wir in ganz Osteuropa erreichen, dass Menschenrechte, Demo kratie und Rechtsstaatlichkeit gestärkt werden und die ehemaligen Sowjetrepubliken eigenstä ndig und selbstbestimmt ihre Zukunft ge- stalten können.
#1547Im Rahmen eines ökologischen Umbaus der Wirtschaft wollen wir zu einer un- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#1548Februar 2014 S.
#1549abhängigen Energieversorgung der osteuropäischen St aaten beitragen.
#1550Wir stellen uns gegen autoritäre und menschenfeindliche Tendenzen, wie si e beispielsweise auch in Russland zuneh- men.
#1551Dazu gehört, eine offene Zivilgesellschaft zu stärken und darauf zu drängen, dass diskrimi- nierende Gesetzgebungen wie das „Gesetz gegen Propa ganda nicht traditioneller sexueller Be- ziehungen“ zurückgenommen werden.
#1552Die EU soll eine aktive, unterstützende Rolle für e ine Friedenslösung im Nahostkonflikt einneh- men.
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