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vom 22.07.2026 PDF
#1499
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No twendig sind daher verbindliche Stan- dards, neue Haftungsregelungen und bessere Klagemög lichkeiten in der EU, auch für Opfer schwerer Menschenrechtsverletzungen, die von europä ischen Unternehmen verursacht wurden.
#1500Hierfür wollen wir das europäische Zivil(verfahrens )recht überarbeiten, um Entschädigung für Menschenrechtsverletzungen einklagbar zu machen.
#1501Wi r wollen Unternehmen gesetzlich ver- pflichten, Transparenz über ihre Lieferketten zu sc haffen, und unterstützen die jüngsten Bemü- hungen auf EU-Ebene, insbesondere des Europäischen Parlaments, die sozialen, ökologischen sowie ihre ArbeitnehmerInnen betreffenden Offenlegu ngspflichten für international tätige Großunternehmen zu verschärfen.
#1502Zudem wollen wir de n Zugang von Fair-Trade-Produkten zum EU-Markt fördern und einer fairen und ökologisc hen Beschaffung den Vorrang geben.
#1503Die bisherige EU-Rohstoffstrategie setzt vor allem auf billigen Rohstoffimport.
#1504Rohstoffabbau geht oft mit Konflikten, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung einher.
#1505Wir treten ein für faire Rohstoffpartnerschaften und für eine deutliche Einsparung des Rohstoffverbrauchs, sowie eine effiziente und nachhaltige Nutzung bei u ns in Europa.
#1506Darüber hinaus setzen wir uns für verbindliche soziale, ökologische und menschenr echtliche Standards bei Abbau, Weiterverar- beitung und Handel von Rohstoffen ein und fordern t ransparente Verfahren, die auch gegen Korruption und Steuerflucht wirken.
#1507Die in der EU m aßgeblich von uns GRÜNEN auf den Weg gebrachten Offenlegungspflichten für Unternehmen im Rohstoffbereich müssen auf alle Ge- schäftsbereiche ausgedehnt und um Kriterien für den Nachweis von Konfliktmineralien ergänzt werden.
#1508Wir wollen die EU zur Vorreiterin für nachh altiges Ressourcenmanagement auf interna- tionaler Ebene machen.
#1509Statt Entwicklungsländer als billige Rohstofflieferanten zu betrachten, gilt es deren schonende Nutzung ihres Rohstoffreich tums zu unterstützten.
#1510EINE UNION FÜR FRIEDEN UND MENSCHENRECHTE D.
#1511EU-Erweiterungspolitik fortentwickeln Der zehnte Jahrestag der Ost-Erweiterung ist ein Gr und zu feiern und erinnert an eine Erfolgs- geschichte des europäischen Friedensprojekts.
#1512Doch die Erweiterung ist nicht abgeschlossen.
#1513Wir GRÜNE stehen zur Erweiterungsagenda, die die Zu kunft des Westbalkans eindeutig in der EU verortet.
#1514Mit den Staaten Montenegro, Serbien, M azedonien, Albanien, Kosovo und Bosni- en-Herzegowina steht die EU gemeinsam vor der Herau sforderung, auf dem Balkan Frieden, Demokratie und wirtschaftliche Entwicklung zu förde rn.
#1515Dafür ist der Fortgang des Erweite- rungsprozesses entscheidend.
#1516Gleichzeitig hat die E U aus den vergangenen Erweiterungen ge- lernt, in denen Länder zu schnell aufgenommen wurde n.
#1517Die noch immer bestehenden Proble- me in Rumänien und Bulgarien dienen hierfür als war nendes Beispiel.
#1518Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1519BDK Dresden, 07.
#1520Februar 2014 Das Beispiel Kroatien zeigt: Nie zuvor lag die Mess latte für den Beitritt zur EU so hoch.
#1521Es ist richtig, dass die EU Fortschritte bei wirtschaftlic hen Reformen, der Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien und dem Schutz der Menschenrechte sowie alle weiteren Kopenhagener Kriterien vor Beitritt genau prüft.
#1522Alle Länder des westlichen Ba lkans sollen die Möglichkeit haben Mitglieder zu werden; dies muss aber nicht gleichzeitig gesche hen.
#1523Ein Schwerpunkt auf dem Balkan sollte die regionale Kooperation und Aussöhnung sowie die Lösung aller offenen Grenzfragen sein.
#1524Die EU muss besonders Bosnien und Herzegowina sowie dem Kosovo, die noch einen längeren Weg bis zum Beitritt vor sich haben, zugewandt sein und diese Staaten gezielt unterstützen.
#1525Dies gilt auch für den Beitritt der Türkei.
#1526Wir GRÜ NE sprechen uns für faire und transparente Beitrittsverhandlungen mit der Türkei mit dem Ziel eines Beitritts aus.
#1527Derzeit erfüllt die Türkei die Voraussetzungen für einen Beitritt nicht, wie d ie unangemessene Polizeigewalt gegen die DemonstrantInnen im Istanbuler Gezi-Park und andere n Teilen des Landes, die Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit und auch der Umgan g der Regierung mit dem Korruptions- skandal deutlich machten.
#1528Doch eine glaubwürdige Beitrittsperspektive kann Dy namik in die demokratischen und rechts- staatlichen Veränderungen bringen und die Reformkrä fte im Land stärken.
#1529Rechte, die türki- schen Staatsangehörigen nach dem Assoziierungsabkom men zustehen, wie Visa-Freiheit und Aufenthaltsrecht in der EU, wollen wir endlich umse tzen.
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