Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 22.07.2026 PDF
#1491
Wir mobilisieren gegen die jetzige Agenda von TTIP, die unsere Prinzipien missachtet.
#1492
Wir fordern die Aussetzung der Verhandlungen und ei nen kompletten Neustart, auf Basis eines transparenten Verfahrens und eines neuen Verhandlun gsmandates.
#1493
Wir GRÜNE werden keinem Abkommen zustimmen, das europäische Standards und G esetze untergräbt.
#1494
Zu oft begehen international tätige Unternehmen Men schenrechtsverletzungen und halten sich nicht an Arbeits- und Sozialstandards.
#1495
Sie haben in vielen Ländern einen größeren Einfluss auf die Menschenrechtslage als staatliche Außen- oder E ntwicklungspolitik.
#1496
Menschenrechtsverlet- zungen, die von Unternehmen begangen werden – etwa durch ausbeuterische Arbeitsverhält- nisse, massive Umweltzerstörungen oder Zusammenarbe it mit menschenrechtsverletzenden Re- gimen – haben oft keine rechtlichen Konsequenzen.
#1497
D ie EU-Kommission setzt allein auf freiwilli- ge Selbst- oder Scheinverpflichtungen; das reicht n icht.
#1498
So werden auch die Wettbewerbsbedin- gungen zum Nachteil fairer Unternehmen verzerrt.
#1499
No twendig sind daher verbindliche Stan- dards, neue Haftungsregelungen und bessere Klagemög lichkeiten in der EU, auch für Opfer schwerer Menschenrechtsverletzungen, die von europä ischen Unternehmen verursacht wurden.
#1500
Hierfür wollen wir das europäische Zivil(verfahrens )recht überarbeiten, um Entschädigung für Menschenrechtsverletzungen einklagbar zu machen.
#1501
Wi r wollen Unternehmen gesetzlich ver- pflichten, Transparenz über ihre Lieferketten zu sc haffen, und unterstützen die jüngsten Bemü- hungen auf EU-Ebene, insbesondere des Europäischen Parlaments, die sozialen, ökologischen sowie ihre ArbeitnehmerInnen betreffenden Offenlegu ngspflichten für international tätige Großunternehmen zu verschärfen.
#1502
Zudem wollen wir de n Zugang von Fair-Trade-Produkten zum EU-Markt fördern und einer fairen und ökologisc hen Beschaffung den Vorrang geben.
#1503
Die bisherige EU-Rohstoffstrategie setzt vor allem auf billigen Rohstoffimport.
#1504
Rohstoffabbau geht oft mit Konflikten, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung einher.
#1505
Wir treten ein für faire Rohstoffpartnerschaften und für eine deutliche Einsparung des Rohstoffverbrauchs, sowie eine effiziente und nachhaltige Nutzung bei u ns in Europa.
#1506
Darüber hinaus setzen wir uns für verbindliche soziale, ökologische und menschenr echtliche Standards bei Abbau, Weiterverar- beitung und Handel von Rohstoffen ein und fordern t ransparente Verfahren, die auch gegen Korruption und Steuerflucht wirken.
#1507
Die in der EU m aßgeblich von uns GRÜNEN auf den Weg gebrachten Offenlegungspflichten für Unternehmen im Rohstoffbereich müssen auf alle Ge- schäftsbereiche ausgedehnt und um Kriterien für den Nachweis von Konfliktmineralien ergänzt werden.
#1508
Wir wollen die EU zur Vorreiterin für nachh altiges Ressourcenmanagement auf interna- tionaler Ebene machen.
#1509
Statt Entwicklungsländer als billige Rohstofflieferanten zu betrachten, gilt es deren schonende Nutzung ihres Rohstoffreich tums zu unterstützten.
#1510
EINE UNION FÜR FRIEDEN UND MENSCHENRECHTE D.
#1511
EU-Erweiterungspolitik fortentwickeln Der zehnte Jahrestag der Ost-Erweiterung ist ein Gr und zu feiern und erinnert an eine Erfolgs- geschichte des europäischen Friedensprojekts.
#1512
Doch die Erweiterung ist nicht abgeschlossen.
#1513
Wir GRÜNE stehen zur Erweiterungsagenda, die die Zu kunft des Westbalkans eindeutig in der EU verortet.
#1514
Mit den Staaten Montenegro, Serbien, M azedonien, Albanien, Kosovo und Bosni- en-Herzegowina steht die EU gemeinsam vor der Herau sforderung, auf dem Balkan Frieden, Demokratie und wirtschaftliche Entwicklung zu förde rn.
#1515
Dafür ist der Fortgang des Erweite- rungsprozesses entscheidend.
#1516
Gleichzeitig hat die E U aus den vergangenen Erweiterungen ge- lernt, in denen Länder zu schnell aufgenommen wurde n.
#1517
Die noch immer bestehenden Proble- me in Rumänien und Bulgarien dienen hierfür als war nendes Beispiel.
#1518
Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1519
BDK Dresden, 07.
#1520
Februar 2014 Das Beispiel Kroatien zeigt: Nie zuvor lag die Mess latte für den Beitritt zur EU so hoch.
#1521
Es ist richtig, dass die EU Fortschritte bei wirtschaftlic hen Reformen, der Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien und dem Schutz der Menschenrechte sowie alle weiteren Kopenhagener Kriterien vor Beitritt genau prüft.


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